Verdienst-Infos
- Gehaltstabelle
- Einstiegsgehalt
- Lohn
- Gehaltsvergleich
- Einkommen
- Gehaltsverhandlung
- Gehaltsklassen
- Gehaltscheck
- Grundgehalt
- Nettogehalt / Nettolohn
- Bruttogehalt
- Gehaltsspiegel
- Durchschnittsgehalt
- mehr Gehalt
- Verdienstmöglichkeiten
- Was verdient ein
- Firmenwagenmonitor Deutschland 2013: In welchen Branchen sind Firmenwagen üblich?
Gehälter Regional
- Berlin53.346 €
- Hamburg58.830 €
- Frankfurt am Main67.654 €
- Köln59.146 €
- München67.511 €
Warum gibt es so ein enormes Lohngefälle zwischen West und Ost ?
Auch 21 Jahre nach der Wiedervereinigung kann nicht von einem Gleichstand der Löhne in Ost und West gesprochen werden. Eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung machte dies besonders deutlich.
Die Hans-Böckler-Stiftung führte eine Umfrage durch, die sich hauptsächlich an Mitarbeiter kleinerer Betriebe richtete. Demnach kann auch nach mehr als zwanzig Jahren vereintes Deutschland nicht von gleichen Löhnen und Gehältern geredet werden. Laut "Bild"-Zeitung kann von einem Lohnunterschied von siebzehn Prozent ausgegangen werden. Dabei nahmen die Mitarbeiter, die an der Umfrage teilnahmen, keine leitende Funktion ein und erhielten keine Zulagen. Zudem konnten alle Teilnehmer eine durchschnittlich zehnjährige Berufserfahrung vorweisen. Alle Umfrageteilnehmer arbeiten 38 Stunden pro Woche.
Eine Erklärung dafür findet Reinhard Bispink in der geringen Tarifbindung der Firmen in Ostdeutschland. Bispink ist Leiter des Tarifarchivs in der BöcklerStiftung und sieht zudem eine Begründung in den Lohnunterschieden in den fehlenden Großbetrieben. In Ostdeutschland gibt es mehr kleine Betriebe als große, so dass auch die Bezahlung eine geringere ist. Somit sind die Unterschiede in der Struktur verantwortlich für das Lohngefälle.
Das hohe Lohngefälle ist besonders bei den Fräsern ersichtlich. So bekommt ein ostdeutscher Fräser ein Durchschnittseinkommen von 1.631 Euro und sein westdeutscher Kollege 2.425 Euro. Damit liegt der Fräser aus dem Osten mit 33 Prozent hinter dem Fräser aus Westdeutschland. Bei der Umfrage wurden hundert Berufe untersucht. Dabei kam heraus, dass nur Postboten und Friseure im Osten mehr verdienen als im Westen.
Allerdings räumt der Sprecher der Hans-Böckler-Stiftung ein, dass die Umfrage nicht als repräsentativ gesehen werden kann. Es handelt sich dabei um eine ständig laufende Umfrage, die jeder Interessent online ausfüllen kann. Die Zahlen der teilnehmenden Berufsgruppen fallen unterschiedlich aus. Zum Beispiel nahmen nur zweihundert Friseure an der Umfrage teil. Deshalb veröffentlicht die Stiftung auch keine Gesamtauswertungen dieser Online-Umfrage. Lediglich Ergebnisse aus einzelnen Berufssparten oder erwähnenswerte Entwicklungen des Arbeitsmarktes werden immer mal wieder vorgestellt.

Empfehle uns weiter: