Gehaltsspanne: Medizinische/-r Gutachter/-in in Deutschland

 
4.287 €
4.883 €
5.563 €
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  • 4.883 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 4.287 € (Unteres Quartil) und 5.563 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Medizinische/-r Gutachter/-in

 

Ein medizinischer Gutachter bzw. eine medizinische Gutachterin ist Mediziner bzw. Medizinerin und erstellt Gutachten zu verschiedenen medizinischen Themen. Auf Weisung eines Auftraggebers bezieht er oder sie beispielsweise Stellung zu Behandlungsfehlern, Erkrankungen oder dem Gesundheitszustand von Probanden und Patienten. Die medizinischen Gutachten dienen als wichtige Grundlage für Entscheidungen von Gerichten, Behörden oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK).

Eine alternative Berufsbezeichnung lautet medizinischer Sachverständiger bzw. medizinische Sachverständige, welche insbesondere im Rahmen von Gerichtsverfahren verwendet wird.

 
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Jobangebote für Medizinische/-r Gutachter/-in

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Aufgaben und Tätigkeiten als medizinischer Gutachter

Versicherungen, Gerichte oder Behörden: Medizinische Gutachten helfen dabei, Sachverhalte zu klären und dienen als entscheidende Beweismittel bei Rechtsfragen und Streitigkeiten. Die zentrale Tätigkeit eines medizinischen Sachverständigen besteht in der Erstellung von medizinischen Gutachten für unterschiedliche Auftraggeber. Zu diesen Auftraggebern gehören beispielsweise:

  • Gerichte
  • Versicherer
  • Berufsgenossenschaften
  • Rechtsanwälte/-innen
  • Privatpersonen

Von einem unabhängigen Sachverständigen wird erwartet, Stellung zu konkreten medizinischen Fragen zu beziehen. Häufig stehen die Fragen in Bezug zu Behandlungsfehlern, Behandlungen, Medikationen, Diagnosen, Therapien sowie zu Erkrankungen, Gesundheitszustand und Prognosen von Patienten. Die genauen Tätigkeiten eines medizinischen Gutachters hängen also meist von seinem Auftrag ab: Als ausgebildeter Mediziner kann er klinische und radiologische Untersuchungen durchführen und Diagnosen erstellen. Ebenso kann er bei Bedarf Gutachten bei anderen Sachverständigen in Auftrag geben und Befunde überprüfen. Anhand der gesammelten Informationen kann er beispielsweise die medizinischen Anspruchsvoraussetzungen für bestimmte Versicherungsleistungen prüfen oder ob ein Arzt seine Pflichten gegenüber dem Patienten verletzt hat. Beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) können ärztliche Gutachter unterschiedliche Beratungsleistungen sowie Begutachtungsleistungen übernehmen.

Wo arbeitet eine medizinische Sachverständige?

Eine medizinische Gutachterin ist nicht zwangsläufig an einen bestimmten Arbeitgeber gebunden. Tatsächlich kann jede Fachärztin von einem Gericht als Gutachterin bestimmt werden. Abseits der zeitlich begrenzten Tätigkeit als medizinische Gutachterin kann sie deshalb ebenso im Krankenhaus wie auch als niedergelassene Ärztin arbeiten. Meist wird gezielt eine medizinische Sachverständige gewählt, die über ausreichend Fachwissen und Expertise im fraglichen Bereich verfügt.

Alternativ kann eine ärztliche Gutachterin beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) tätig sein. Beim sozialmedizinischen und pflegefachlichen Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ist sie hauptberuflich als Sachverständige tätig.

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Gehälter nach Bundesland: Medizinische/-r Gutachter/-in
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 5.113 €
Bayern: 4.990 €
Berlin: 4.709 €
Brandenburg: 4.294 €
Bremen: 4.777 €
Hamburg: 5.032 €
Hessen: 5.078 €
Mecklenburg-Vorpommern: 4.198 €
Niedersachsen: 4.664 €
Nordrhein-Westfalen: 4.901 €
Rheinland-Pfalz: 4.835 €
Saarland: 4.742 €
Sachsen: 4.308 €
Sachsen-Anhalt: 4.259 €
Schleswig-Holstein: 4.613 €
Thüringen: 4.303 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Qualifikation als medizinischer Gutachter

Für eine Tätigkeit als medizinischer Gutachter gibt es keine spezielle Ausbildung, allerdings müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Hierzu gehören ein abgeschlossenes Medizinstudium, eine Approbation als Arzt und eine erfolgreich abgelegte Facharztprüfung vor einer Landesärztekammer.

Theoretisch kann jeder Facharzt mit ausreichender Sachkunde die Aufgaben eines medizinischen Sachverständigen übernehmen. Allerdings ist nicht jeder Facharzt automatisch ein medizinischer Gutachter, sondern übernimmt diese Rolle durch:

  • Ernennung zum Gutachter durch einen Auftraggeber (z. B. Gericht, Rechtsanwalt, Privatperson, Berufsgenossenschaft)
  • Eine Tätigkeit als ärztlicher Gutachter beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK)

Im ersten Fall kann ein Facharzt, ungeachtet seiner vorherigen Erfahrung als Gutachter, von einem Gericht zum gerichtlichen Sachverständigen ernannt werden. Oftmals geschieht dies auf Empfehlung der Landesärztekammer. Eine Verweigerung des Arztes – außer im Falle von Befangenheit – oder ein Versäumnis der Abgabefrist des Gutachtens kann eine Ordnungsgeldstrafe nach sich ziehen. Zudem können Privatpersonen oder Rechtsanwälte einen beliebigen Facharzt mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragen – insbesondere, wenn Zweifel an der Unabhängigkeit des gerichtlichen Sachverständigen bestehen. Alternativ können Mediziner die Tätigkeit als ärztlicher Gutachter aktiv wählen. Hierzu können sie beispielsweise eine Laufbahn beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung einschlagen.

Im gesamten medizinischen Bereich und insbesondere bei Fachärzten und Gutachtern spielen Weiterbildungen eine wichtige Rolle. Auf diese Weise können sie ihre Expertise vertiefen und neue Medikationen sowie Behandlungsmethoden und Therapiemethoden kennenlernen. Diese Fachkenntnisse bilden sowohl die Basis als auch den Maßstab, um professionelle Gutachten verfassen und medizinische Ratschläge erteilen zu können.

Was macht eine fähige medizinische Gutachterin aus?

Die Gutachten von medizinischen Sachverständigen sind ein entscheidendes Element medizinischer Rechtsfragen und haben damit erheblichen Einfluss auf das Leben von Patienten. Dementsprechend sollte eine fähige ärztliche Gutachterin nicht nur über medizinisches Fachwissen verfügen, sondern auch über ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Als unabhängige Sachverständige ist sie nur ihrem Gewissen unterworfen und sollte deshalb in der Lage sein, professionelle Distanz, Unbefangenheit und Objektivität unter Beweis zu stellen.

Eine fähige medizinische Gutachterin zeichnet sich vor allem durch einen kritischen Blick und eine systematische, lösungsorientierte Arbeitsweise aus. Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit kann ihr zudem dabei helfen, Nicht-Medizinern komplexe medizinische Sachverhalte zu vermitteln. Zudem sollte eine Sachverständige selbstreflektiert ihre eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten einschätzen können.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
5.042 €
 
7–9 Jahre
4.490 €
 
3–6 Jahre
4.311 €
 
< 3 Jahre
4.174 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
6.399 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
5.393 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
4.941 €
 
< 100 Mitarbeiter
4.334 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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