Karriere - Ratgeber und Lexikon

Qualitative und quantitative Ziele

In der Regel wird zwischen quantitativen und qualitativen Zielen unterschieden. Von quantitativen Zielen wird dann gesprochen, wenn die erreichte Veränderung sich eindeutig in Zahlen formulieren lässt. Quantitative Ziele können durch Kennzahlen und absolute Werte gemessen und bewertet werden, also beispielsweise: "Steigerung des Umsatzes um 5 Prozent innerhalb der nächsten 12 Monate."

"Die Fluktuationsquote sinkt bis Ende 2008 auf maximal 5 Prozent."

"Der Umsatz soll innerhalb des nächsten Jahres um zehn Prozent gesteigert werden." Solche Ziele finden sich vor allem in Vertriebsabteilungen, deren klassische Erfolgsmessgrößen die Steigerung von Umsatz und Rentabilität sind. Aber auch für Mitarbeiter anderer Bereiche lassen sich solche Ziele formulieren. Vorteil quantitativer Ziele: Sie lassen sich recht einfach kontrollieren und sind transparent.

Im Vertrieb sind Zielvereinbarungen schon lange nichts Besonderes mehr. Das liegt sicher auch daran, dass eine Steigerung des Umsatzes immer zu den Zielen eines Unternehmens gehört. Außerdem sind im Vertrieb die Zielvorgaben relativ einfach aufzustellen und zu kontrollieren. Schwieriger wird es mit Zielen, die sich nicht unmittelbar an Zahlen orientieren, so genannte qualitative Ziele, wie beispielsweise

Verbesserung der Kundenzufriedenheit, Einhaltung von Terminen, Häufigkeit von Rücksprachen, Rückmeldungen von Kunden, Verbesserung der eigenen Arbeitsorganisation. Qualitative Ziele stellen nach wie vor die größte Herausforderung dar. Die Formulierung solcher Ziele ist besonders anspruchsvoll. Außerdem müssen Sie durch Ersatzmaßstäbe quantifizierbar, also messbar gemacht werden. Bei diesen Zielen ist es besonders wichtig, dass Sie und Ihr Vorgesetzter eindeutig festhalten, anhand welcher Kriterien der Erfolg bewertet werden soll. Versuchen Sie den gewünschten Zustand in der Zukunft verbal so genau wie möglich zu beschreiben. Die Kernfrage lautet: Welche Messgrößen können zu welchem Zeitpunkt erfasst werden, um eine Zielerreichung festzustellen. Richtige und falsche Daten gibt es hier nicht, wichtig ist der Verständigungsprozess auf ein unternehmensspezifisches Messsystem. Das Ziel "Steigerung der Kundenzufriedenheit" beispielsweise kann durch die Maßstäbe "Anzahl der Kundenbesuche", "Bearbeitungsfrist für Kundenanfragen", "Anzahl der Reklamationen" usw. konkretisiert werden. Bei der Suche der Messkriterien für die Bewertung von qualitativen Zielen, kann folgende Fragestellung helfen: "Was darf nicht mehr vorkommen, wenn das Ziel als erreicht gelten soll?"

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