Was verdient eigentlich ein …?

Arztpraxen – Brancheninformationen

Arztpraxen sind der klassische Arbeitsplatz von niedergelassenen Ärzten und ihrem Team. Hier werden die Patienten empfangen, untersucht, beraten und - sofern möglich - auch direkt therapiert. Eine Unterscheidung zwischen gesetzlich und privat Versicherten machen die meisten Ärzte nicht, sondern sie behandeln Kassenpatienten ebenso wie Selbstzahler und Patienten, die eine private Krankenversicherung besitzen. Weil die fachgerechte Einrichtung einer Arztpraxis richtig ins Geld gehen kann, schließen sich immer mehr Ärzte zu Gemeinschaftspraxen zusammen oder bauen ihre Praxis gleich zu einem medizinischen Versorgungszentrum aus. Diese Zentren zur ambulanten Versorgung der Patienten sind seit der Gesundheitsreform aus dem Jahr 2003 möglich. Für Patienten bringt eine Gemeinschaftspraxis noch weitere Vorteile: Die beteiligten Ärzte haben sich oft auf unterschiedliche Schwerpunkte spezialisiert oder stammen sogar aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Die Patienten sparen sich dadurch also unter Umständen einen aufwendigen Gang zum Experten.

Die Einrichtung von Arztpraxen richtet sich nach der Fachrichtung des Mediziners. Neben dem Empfangsbereich und dem Wartezimmer verfügen moderne Arztpraxen über mehrere Behandlungszimmer und Funktionsräume, in denen beispielsweise Verbände gewechselt oder Injektionen gesetzt werden. Dieser scheinbare räumliche Überschuss hat für den Arzt ganz praktische Gründe. Denn er spart dadurch im Alltag jede Menge Zeit und kann sich intensiver um die Patienten kümmern.

Neben dem medizinischen Bereich verfügen Arztpraxen außerdem über einen Verwaltungsbereich. In diesem Bereich arbeiten vorwiegen die medizinischen Fachangestellten. Zu ihren Aufgaben gehört neben der Assistenz des Arztes vor allem die Organisation des Büros. Sie vereinbaren Termine mit den Patienten, rufen diese auf, sobald sie an der Reihe sind, wickeln den Schriftverkehr ab und kümmern sich vor allem um die Abrechnungen. Gerade dieser Bereich ist extrem sensibel, weil sich die Leistungen der Krankenversicherungen für Untersuchungen und Therapien ständig ändern. Zudem gelten für die Leistungen der gesetzlich versicherten Patienten in den meisten Fällen andere Tarife wie bei privaten Krankenversicherungen. Auch die Sonderregelungen, die gelten, wenn eine Unfallversicherung die Kosten für die Behandlung übernimmt, müssen berücksichtigt werden.

Eigene Regeln gelten außerdem für Angehörige der Bundeswehr, der Polizei und für Beamte. Seit einiger Zeit sind außerdem Hausarztmodelle, verschiedene Wahltarife und Ähnliches bei den Patienten gefragt. Diese können dadurch zwar erheblich sparen, doch in den Arztpraxen wird die Abrechnung für die einzelnen Leistungen noch komplexer. Unterstützt werden die medizinischen Fachangestellten dabei von einer eigenen Software, die speziell auf die Branche zugeschnitten wurde. Die ersten derartigen Programme waren bereits in den 1980er Jahren auf dem Markt, damals rieten die Kassenärztlichen Vereinigungen allerdings noch von ihrem Einsatz ab. Heute sind moderne EDV-Lösungen in Arztpraxen dagegen nicht mehr wegzudenken.

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