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Unternehmensberatung – Brancheninformationen

Die Beratungen gehören zur Kategorie der Dienstleistungen. Die volle Bezeichnung lautet Unternehmensberatung. Alternativ findet zunehmend der englische Name "Consulting" Verwendung. Ein Beratungsdienstleister besitzt in einem oder mehreren Bereichen besondere Kompetenzen sowie ein hohes Fachwissen. Die Vermittlung seines Wissens bietet er anderen Unternehmen an. Der Dienstleister berät seine Kunden mit Erfahrungen, Ratschlägen und Empfehlungen in seinen Kompetenzbereichen. Das dienstleistungsbeziehende Unternehmen verspricht sich von der Beratung positive Veränderungen, welche die eigene Marktposition verbessern. Die Beratung bezieht sich beispielsweise auf das Management eines Betriebs, auf die strategischen Ausrichtungen oder auf das Personal betreffende Veränderungen.

Die Geschichte der Unternehmensberatungen geht auf den US-amerikanischen Professor Arthur D. Little zurück. Er gründete 1886 eine Beratungsfirma, die Unternehmen bei Forschungsfragen unterstützte und sich später in einen allgemeinen Beratungsdienstleister wandelte. In Deutschland vergingen rund 30 Jahre, ehe die Unternehmensberatungen in der Bundesrepublik Anklang fanden. Ihren heutigen Namen der Unternehmensberatung erhielt die Branche erst im Jahr 1954. In besagtem Jahr fand die Gründung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (kurz BDU) statt. Die ersten Tätigkeiten der Unternehmensberater in Deutschland fokussierten sich auf die Produktion. Mit den 1960er-Jahren erweiterten die Dienstleister ihr Gebiet auf das Marketing und den Absatz von Produkten. Später folgten die Personalentwicklung, die organisatorische Ausrichtung und letztendlich Beratungen zur elektronischen Datenverarbeitung.

Unterschiedliche Kompetenzfelder der Beratungsunternehmen:

Mittlerweile unterteilen sich die Unternehmensberatungen in vier große Kompetenzfelder:

➤ Strategieberatung,

➤ IT-Beratung,

➤ Human-Resources-Beratung,

➤ Organisations- und Prozessberatung.

Die Strategieberatung zielt auf Managementfragen ab. Unternehmensberatungen aus besagtem Kompetenzfeld unterstützen ihre Kunden bei der Wahl einer Unternehmensstrategie mit realistischen Zielen und geeigneten Kriterien zur Überprüfung der Zielerreichung. Des Weiteren gehört der gesamte Wertschöpfungsprozess der Produkte in diesen Bereich – angefangen von der Beschaffungslogistik über die Produktion und das Marketing bis hin zur Distribution zu den Kunden. IT-Beratungsdienstleister beraten Unternehmen bei Entscheidungen rund um die Informationstechnik. Die Dienstleistungen umfassen Empfehlungen zu Systemen, Software, Anbieter und womöglich dem Outsourcing der IT-Abteilung. Human Resources (kurz HR) kommt aus dem Englischen, bedeutet Humankapital und bezieht sich auf die Mitarbeiter eines Unternehmens. Dementsprechend stellt das Personal den Gegenstand von HR-Beratungsleistungen dar. Als mögliche Beratungsinhalte gilt die Weiterbildung der Arbeitnehmer, deren Rekrutierung oder das Aufstellen neuer Personalkonzepte. Organisations- und Prozessberatungen befassen sich mit dem Aufbau einer Unternehmung und deren Geschäftsprozesse. Eine Organisationsberatung basiert auf der Zielsetzung, die Abläufe im Betrieb zu verbessern. Die Prozessberatungen überträgt dasselbe Ziel auf die Geschäftsprozesse und sucht nach Optimierungspotenzial.

Aus den genannten Tätigkeitsfeldern ergeben sich vielfältige potenzielle Inhalte einer Beratungsdienstleistung. Dazu gehört das Entwickeln, Planen und letztendlich das Umsetzen einer neuen Strategie. Des Weiteren befassen sich Unternehmensberatungen mit der öffentlichen Wahrnehmung der Kunden (Stichwort PR) und der Unterstützung im Hinblick auf Sicherheitsaspekte. Bei der Einführung neuer Systeme, Programme oder Technologien spielt das Know-how von Unternehmensberatungen eine wesentliche Rolle. Ein durchdachter Plan stellt die zwingende Voraussetzung dar, um einen flächendeckenden Rollout mit möglichst wenigen Beeinträchtigungen im Ablauf der Geschäftsprozesse durchzuführen. Im Hinblick auf die Geschäftsprozesse ist zudem deren Optimierung anzumerken. Die Verbesserungen beziehen sich auf die Beschaffung, auf die Produktion und auf den Absatz. Darüber hinaus rufen viele Unternehmen Experten einer Unternehmensberatung zu Hilfe, wenn sie Auslagerungen (Outsourcing), Umstrukturierungen (Change Management) oder Kostensenkungen anstreben.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der in der Beratungsbranche tätigen Dienstleister sind die Ansätze zur Art der Beratung. Bei einer inhaltsorientierten Beratung fragen die Kunden nach einem Gutachten oder eine Experteneinschätzung mit einer konkreten Empfehlung zu einem vorgegebenen Sachverhalt. Als Alternative gilt die prozessorientierte Unternehmensberatung. Letztere befasst sich nicht mit einer Einschätzung oder Empfehlung, sondern mit der Lösung eines konkreten Problems oder der Verbesserung einer Situation.

Der angesprochene Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) fungiert als Interessensvertreter der Beratungsunternehmen in der Bundesrepublik. Da kein gesetzlich geregeltes Berufsbild für die Unternehmensberatung existiert, gibt der BDU durch seine veröffentlichten Grundsätze eine Orientierung für in der Branche tätige Berater ab. Die einzigen im Gesetz festgelegten Vorschriften ergeben sich aus verschiedenen Rechtsgebieten, die für Unternehmensberater gleichermaßen Gültigkeit besitzen. Der BDU nimmt ausschließlich Mitglieder auf, die seinen gestellten Kriterien genügen. Interessierte haben Berufserfahrung, die notwendige Kompetenz sowie Zuverlässigkeit nachzuweisen.

Gehalt für Beratungen überdurchschnittlich hoch:

Die Einschätzung und Meinung erfahrener Unternehmensberater gilt als gefragt. Dementsprechend sind die Aussichten auf ein überdurchschnittliches Gehalt gut. Die exakte Höhe des jährlichen Lohns richtet sich nach den Kompetenzen der Berater und deren Arbeitgeber. Der Großteil der Unternehmensberater erhält sein Gehalt von kleinen oder mittleren Beratungsdienstleistern. Das übliche Einstiegsgehalt liegt dort zwischen 40.000 und 60.000 Euro. Je größer und renommierter das Beratungsunternehmen, desto höher ist der Lohn. Bei einer der globalen Top-Berater wartet auf den Einsteiger ein Gehalt über der Grenze von 60.000 Euro. Mit zunehmender Berufserfahrung und höheren Karrierestufen steigt der Lohn weiter an. Als Senior-Berater ist mit ungefähr 90.000 Euro jährlich zu rechnen. Das Durchschnittsgehalt, über die gesamte Branche berechnet, liegt in Deutschland – abhängig vom Bundesland – zwischen 50.000 und 75.000 Euro.

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