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Börsenhandel – Brancheninformationen

Börsen beschäftigen heute Arbeitnehmer aus verschiedenen Bereichen. Einst verstand der Laie unter einem Börsenhändler ausschließlich Personen, die auf dem Parkett mit Wertpapieren handelten. Heute finden sogenannte Trades neben der niedergelassenen Börse im Internet oder per Telefon statt. Aufgrund des stetigen Wandels verändern sich auch die Arbeitsmodalitäten. Parkettbörsen, Internetbörsen sowie Banken sind typische Arbeitgeber. Daneben agieren Wertpapierdienstleistungs-Unternehmen und Vermögensverwalter in den gleichen Bereichen. Im Folgenden befinden sich Informationen zum Segment Börsenhandel. Darüber hinaus präsentiert sich der Börsenhandel als Arbeitgeber und zukunftsrelevanter Tätigkeitsbereich. Börsenhandel bedeutet mehr als den Austausch von Aktien und Wertpapieren verschiedener Art.

Die Geschichte der Börse und erste Bestrebungen in Richtung Börsenhandel

Traditionell handelt es sich bei einer Börse um einen Ort, an dem Personen sich zum Austauschen von Waren treffen. Für den Tauschhandel dient Geld als Gegenwert. Im 12. Jahrhundert trafen sich in Italien und Spanien Händler und wechselten alle Waren, die sich transportieren ließen. Zur damaligen Zeit existierten keine Gebäude und keine Kontrollgremien für die Urform der Börse. Neben den Waren vergaben Händler und illiquide Staaten und Regierungen bereits Rentenpapiere. Diese wiesen Übereinstimmungen mit den heutigen Aktien auf. Hierbei handelte es sich um Unternehmensanteile. Als Nächstes entwickelten sich Termingeschäfte. Damalige Börsianer verabredeten Warenlieferungen gegen Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt. Anderenfalls spekulierten Handelsteilnehmer auf das pünktliche Liefern.



Im 16. Jahrhundert etablieren sich europaweit Börsen, die auf spekulative Geschäfte zielten. Das Eintreten oder Ausbleiben wirtschaftlicher Ereignisse gleicht den heutigen Futures. In der Stadt Brügge entstand das erste Börsengebäude im Haus der Familie van der Beurse. Diese Idee verbreitete sich. Der Börsenhandel erhielt zunehmende Regularien. Gesetze bezogen sich zu der Zeit auf Öffnungszeiten und Handelsabläufe. Aktien, Rentenpapiere und Staatsanleihen gewannen an Beliebtheit. Der Börsenhandel florierte an der ersten großen Börse im heutigen Sinn, in Amsterdam. Europaweit entstanden feste Börsen mit Terminkontrakten und Handelssegmenten.

Der Börsenhandel im Wandel der Zeit

Mit den ersten Börsen entstand der klassische Börsenhandel und in der Folge die Urvariante der Aktiengesellschaften. Zugrunde lag die Idee, über Anteile Fremdkapital aufzunehmen. Damalige Unternehmer sicherten ihre Altersvorsorge oder gründeten ein Familienunternehmen. Findige niederländische Seeleute griffen die Idee auf. Sie überzeugten potenzielle Investoren von der Solidität ihres Unternehmens. Daraufhin stellten die Handelspartner Geld zur Verfügung. Als Gegenleistung erhielten sie eine Beteiligung am versprochenen Gewinn. Bereits damals bewegten die Kaufleute große Geldsummen und expandierten. Der Überseehandel dominierte den Börsenhandel. Schiffsladungen und Spekulationen auf erfolgreiche Expeditionen der Seefahrerverbände bargen ein hohes Risiko und zugleich hohe Gewinnmargen.

Wie heute beeinflussten Missernten, widrige Witterungsbedingungen und der Wertverlust von Handelsgütern die Kurse. Seit den ersten Parkettbörsen versucht der Gesetzgeber, den Börsenhandel zufriedenstellend zu reglementieren. Bisher scheitert eine international harmonische Regelung an den nationalen Besonderheiten sowie an den Liberalisierungs-Bestrebungen einiger EU-Organe. Das internationale Privatrecht, das Wertpapier-Handelsgesetz sowie das Wertpapier-Prospektgesetz bilden die bisherige Grundlage. Spezialgesetzliche Regelungen zu einzelnen Finanzinstrumenten ergänzen sie. Internetbörsen und außerbörsliche Finanzinstrumente, wie bestimmte Fonds oder Optionsscheine, unterliegen einem risikoreicheren, liberaleren Handel.

Berufliche Perspektiven des Börsenhandels

Der Handel mit Finanzinstrumenten zieht sich durch mehrere Studiengebiete und Ausbildungen. Grundsätzlich entstammt die Mehrheit der Börsenhändler den Bereichen Wirtschaftswissenschaften oder Rechtswissenschaften. Jurastudenten bereiten sich mit dem Schwerpunkt Banken- und Börsenrecht auf eine Zukunft mit Bezug zum Börsenhandel vor. Daneben erhalten sie nach Abschluss des Studiums die Befähigung, steuerrechtlich beratend tätig zu sein. In Vermögensfragen geht kein Weg am Börsenhandel vorbei. Wirtschafts-Wissenschaftler und Betriebswirte wählen andere Schwerpunkte, die interdisziplinär arbeiten. Um am Börsenhandel teilzunehmen, bedarf es umfangreicher Kenntnisse der wirtschaftlichen Grundlagen und der rechtlichen Ausgangssituation. Um als Börsenhändler an der Parkettbörse aufzutreten, erwirbt der Börsenhändler und -makler eine Zulassung durch den Börsenrat.

Gehälter, Perspektiven und Grundbedingungen im Börsenhandel

Traditionell fallen Gehälter im Börsenhandel großzügig aus. Sie hängen jedoch auch stark vom Erfolg ab. Misswirtschaft und fehlende Absicherungen kosten Eigenkapital.

Das Einstiegsgehalt für einen Börsenhändler fällt mit circa 40.000 Euro im Jahr akzeptabel aus. Mit steigender Erfahrung kommt er auf bis zu 80.000 Euro. Prämienabhängige, angestellte Börsenhändler oder Broker erhalten höhere Gehälter. Neben den Betätigungen als Börsenmakler oder Börsenhändler versprechen Tätigkeiten bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen interessante Erfolgschancen und einen sicheren Arbeitsplatz. Es handelt sich um das deutsche Kontrollorgan für den Börsenbetrieb. Sie beschäftigt sich mit aufsichtsrechtlichen Fragen sowie dem Unterbinden von Insidergeschäften. Aufgrund der vielfältigen Finanzinstrumente und Wertpapiere kommt dem Insiderhandel bei Großkonzernen Bedeutung zu.

Um ein Studium zu vermeiden, empfiehlt sich der Einstieg bei einer Bank, die auch im Investmentgeschäft agiert. Insbesondere Onlinebanken und Onlinebroker suchen engagierten Nachwuchs. Branchenübergreifend entwickeln sich Ausbildungen, die auf diesem Gebiet Nachwuchs fördern. Beispiele sind der Investmentfonds-Kaufmann. Ein Börsenmakler vermittelt Finanzinstrumente zwischen den Akteuren. Es handelt sich um Kreditinstitute Emittenten und Investoren.

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