Was verdient eigentlich ein …?

Immobilienmakler – Brancheninformationen

Immobilienmakler vermitteln beim Verkauf oder der Vermietung von Immobilien und arbeiten hierbei häufig als selbstständige Gewerbetreibende. In der Regel werden derartige Makler vom Vermieter beziehungsweise vom Verkäufer einer Immobilie mit der Suche nach einem Interessenten beauftragt. Die Bezahlung für diese Tätigkeit übernimmt entweder der Vermieter/Verkäufer oder der Mieter/Käufer. In Deutschland trifft dabei in den meisten Fällen Letzteres zu. Hierbei profitieren beide Seiten von der Tätigkeit des Vermittlers: Die Makler können aufgrund ihrer Kenntnis des Marktes und ihrer Berufserfahrung den Verkehrswert der infrage kommenden Immobilie realistisch einschätzen, darüber hinaus sparen sich sowohl der Besitzer der Immobilie wie auch der Interessent den sonst notwendigen Zeitaufwand.

Die Branche der Immobilienmakler erlangt immer größere Bedeutung: In den letzten Jahrzehnten entstanden in Deutschland große Maklerunternehmen, die auch überregional agieren. Ferner bieten auch Kreditinstitute Immobilienmakler-Dienstleistungen an. Alternativ besteht selbstverständlich weiterhin die Option, eigenständig als Makler zu arbeiten. Um in der Branche der Immobilienvermittlung tätig sein zu können, bedarf es einer entsprechenden Genehmigung der Behörden, die in Paragraf 34 der Gewerbeverordnung geregelt ist. Wird besagte behördliche Erlaubnis an den Antragsteller erteilt, erhält die betreffende Person das Recht, zum Abschluss von Verträgen über Grundstücke, Immobilien oder vermietete Wohn- beziehungsweise gewerbliche Räume zu vermitteln.

Bei erfolgreichem Abschluss der Vermittlung erhält die Person eine sogenannte Maklerprovision, deren Höhe im zuvor geschlossenen Maklervertrag geregelt ist. In der Regel erhält der Makler bei Immobilienverkäufen ungefähr zwischen sechs bis sieben Prozent des Kaufpreises. Bei Vermietungen berechnet sich die Provision anhand der Monatsmieten: Es ist am Markt üblich, dass der Makler mit bis zu zwei Netto-Monatskaltmieten bezahlt wird. Wie bereits erwähnt, ist in Deutschland – in den meisten Fällen – der Mieter oder Käufer der betreffenden Immobilie für die Bezahlung der Vermittlungsarbeit des Maklers verantwortlich. Alternativ wäre es möglich, dass der Verkäufer beziehungsweise Vermieter die Kosten trägt. In der noch dritten denkbaren Variante würden sich die beiden Parteien die Kosten aufteilen (etwa zu gleichen Teilen).

Die Maklerprovision – auch Courtage genannt – wird erst dann fällig, wenn die Vermittlungsarbeit erfolgreich war; folgerichtig muss es zu einem Vertragsabschluss über den Verkauf oder die Vermietung einer Immobilie kommen. Aus diesem Grund trägt der Immobilienmakler ein wirtschaftliches Risiko: Möglicherweise gelingt kein Abschluss, weshalb er die in der Vermittlungsphase angefallenen Auslagen für die Vermittlungsarbeit nicht ersetzt bekommt. Viele der Makler lassen sich über Notare ihr Recht auf die Provision im Kaufvertrag absichern. In einigen Fällen wird dabei sogar die Regelung eingeführt, dass bei einer Nichtzahlung der Courtage eine sofortige Zwangsvollstreckung des Vermögens des Käufers möglich ist.

In Deutschland existiert keine gesetzlich geregelte Ausbildung zum Beruf des Immobilienmaklers; allerdings ist es empfehlenswert, auf freiwilliger Basis entsprechende Qualifikationen zu erwerben. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) schlägt beispielsweise die Ausbildung zum Immobilienkaufmann-/frau vor. Die entsprechende Berufsausbildung umfasst eine Dauer von drei Jahren und vermittelt dabei Kompetenzen, die bei der Tätigkeit als Immobilienmakler von Bedeutung sind. Übt ein Makler ohne entsprechende Qualifikation seinen Beruf aus, geht dieser ein hohes Risiko ein: Bei falscher Auskunft oder anderweitigen Fehlern besteht die Gefahr der Verurteilung durch ein Gericht.

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