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Ingenieurdienstleistung – Brancheninformationen

Ingenieurdienstleistung ist die Bereitstellung von ingenieurtechnischem Know-how an Auftraggebern wie Handwerksbetriebe und Unternehmen. Bedingt durch den permanenten Mangel an Fachkräften in der Industrie, insbesondere im Maschinen- und Fahrzeugbau, sind Ingenieurstellen oftmals nicht besetzt. Laut Aussage des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) lag die Zahl der unbesetzten Ingenieurstellen im September 2012 bei ca. 80.500 Stellen. Im Vergleich dazu lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ingenieure bei etwa 23.250. Für Ingenieurdienstleister ist diese Situation durchaus günstig, indem sie zeitlich befristete Aufträge aus der Industrie übernehmen und hoch qualifizierte Ingenieure, Techniker und Informatiker im Rahmen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes dort einsetzen.

Was macht ein Ingenieur?

Für Ingenieure, die gerade ihr Studium hinter sich gebracht haben, sowie für Fachkräfte oberhalb des 50. Lebensjahres sind Ingenieurdienstleister oft die erste Anlaufstelle auf dem Arbeitsmarkt. Im Vergleich zu einer festen Anstellung in einem Unternehmen können Ingenieure, Techniker und auch Informatiker durch den Einsatz bei verschiedenen Auftraggebern erste Erfahrungen sammeln und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterhin ausbauen. Bei Bedarf besteht mitunter die Möglichkeit einer Übernahme der Fachkraft durch den Auftraggeber. Gerade Jungingenieure werden oftmals von den Kunden abgeworben, wodurch die Ingenieurdienstleistung auch indirekt als Mittler zwischen Fachkräften und Unternehmen mit freien Ingenieurstellen tätig wird. Außerdem bieten Ingenieurdienstleister älteren Arbeitnehmern oftmals einen Wiedereinstieg in das Berufsleben.

Allerdings ist es auch für die Ingenieurdienstleister nicht immer leicht, geeignetes Personal auf dem Arbeitsmarkt zu finden, da die Auftraggeber hohe Ansprüche an die Qualität der erbrachten Leistungen stellen. Gerade im Maschinen- und Fahrzeugbau, dem Energie- und Kraftwerksbau und in der Elektrotechnik werden hoch qualifizierte Fachkräfte zur Abarbeitung von Projekten und Überbrückung von personellen Engpässen benötigt. Demgegenüber eröffnet sich dem Arbeitnehmer durch den Einsatz bei mehreren Auftraggebern und der Mitarbeit an unterschiedlichen Projekten ein breites und vor allem abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld.

Für die Branche Ingenieurdienstleistung ist ein abgeschlossenes Studium als Techniker, Ingenieur oder Informatiker Voraussetzung. Grundkenntnisse auf ingenieurtechnischem Gebiet sind vom Vorteil, können aber durch den Einsatz bei verschiedenen Kunden nach und nach ausgebaut werden. Dafür sind technisches Verständnis, sehr gute Kenntnisse in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern sowie ein gesicherter Umgang mit der IT-Infrastruktur Grundlage für einen erfolgreichen Berufseinstieg. Darüber hinaus sollte auch der Wille, sich lebenslang neues Wissen aneignen zu wollen, ebenso vorhanden sein wie gute Umgangsformen und die Bereitschaft zur Mobilität.

Bei entsprechender Qualifikation und personellem Einsatz können Fachkräfte auf ein angemessenes und attraktives Gehalt hoffen. Oftmals werden Ingenieurdienstleister mit Zeitarbeitsfirmen gleichgesetzt und Gerüchte über ein bis zu 30 % geringeres Gehalt wie bei einer fest angestellten Fachkraft sind keine Seltenheit. Andererseits profitieren die Ingenieurdienstleister vom chronischen Mangel an Fachkräften in der Industrie, sodass auch in den kommenden Jahren mit einer hohen Auftragslage gerechnet werden kann. Daher stellt die Ingenieurdienstleistung für viele Arbeitnehmer mit entsprechender Ausbildung nicht nur einen günstigen Einstieg in das Berufsleben dar, sie ist oftmals auch das Sprungbrett für eine feste und unbefristete Anstellung in einem namhaften Unternehmen.

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