Was verdient eigentlich ein …?

Innenausbau – Brancheninformationen

Mit Innenausbau werden alle Gewerke bezeichnet, die sich mit dem Ausbau von Räumlichkeiten innerhalb bestehender Gebäude beschäftigen. Dazu gehört beispielsweise das Verlegen von Fußböden, das Einziehen von Trennwänden (Trockenbau), der Einbau von Treppen und Innentüren, das Vertäfeln von Wänden und Decken sowie die Ausführung von Klempner-, Schlosser- und Elektroarbeiten. Nicht selten überschneiden sich die Gewerke des Innenausbaus mit denen des Rohbaus, etwa bei der Ausführung von Natursteinarbeiten innerhalb des Gebäudes. Oftmals erfolgt ein Innenausbau nicht nur beim Neubau eines Gebäudes, sondern auch bei dessen Renovierung.

Die Gewerke des Innenausbaus sind breit gefächert und reichen von einfachen Montage- bis hin zu qualifizierten Elektroarbeiten. Dementsprechend groß ist auch der Umfang an Ausbildungsberufen und Tätigkeiten – von der angelernten Hilfskraft bis zum Handwerksmeister. Insbesondere bei der Ausführung von Stuckateur-, Gips-, Maler- und Lackierarbeiten ist neben handwerklichem Geschick auch eine Menge an Kreativität gefragt. Beispielsweise lässt sich der Innenausbau einer Villa im Jugendstil nicht mit dem eines modernen Bürogebäudes vergleichen.

Die nach wie vor gute Auftragslage in der Baubranche bietet daher gute Chancen auf einen festen und unbefristeten Arbeitsplatz in einem der Gewerke. Der berufliche Einstieg erfolgt im Rahmen einer Lehrausbildung, etwa zum Klempner oder Elektriker, die mit einer Gesellenprüfung abschließt. Technisches Verständnis, Vielseitigkeit und handwerkliches Geschick sollten ebenso vorhanden sein wie Mobilität, Flexibilität und die Bereitschaft, auch an den Wochenenden zu arbeiten. Nicht selten wird eine termingerechte Fertigstellung der Innenräume seitens des Bauherrn gefordert und jeder Verzug bedeutet zusätzlichen Aufwand und finanzielle Einbußen.

Das Tätigkeitsfeld des Innenausbaus bietet aber auch zahlreiche Aufstiegschancen, beispielsweise zum Handwerksmeister oder nach einem Studium an einer Hoch- bzw. Fachhochschule zum Innenarchitekten. Damit eröffnen sich wiederum vielfältige Möglichkeiten, die von einer interessanten und abwechslungsreichen Tätigkeit in einem Bauunternehmen mit einem meist attraktiven Gehalt bis zum Schritt in die Gründung eines eigenen Handwerkbetriebes reichen. Neben den bereits erwähnten handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten erfordert eine Existenzgründung auch ein gefestigtes Grundwissen auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft, den gesetzlichen Bestimmungen sowie unternehmerisches Denken.

Der Innenausbau befasst sich auch mit der Sanierung und Renovierung schadstoffbelasteter Altbauten wie etwa die Beseitigung von Asbest. In der Regel erfolgt dies unter Einhaltung strenger Auflagen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Da eine Sanierung und Renovierung oftmals in bewohnten Objekten erfolgt, müssen die Bewohner ausreichend vor den Schadstoffen geschützt werden. Abbrucharbeiten sowie Tätigkeiten wie Fräsen und Schleifen haben meistens eine erhebliche Staubentwicklung zur Folge, die für die Bewohner eine ernst zu nehmende Gefahr darstellen kann. Nicht nur Asbest, sondern auch verschiedene Kunststoffe und Holzschutzmittel stehen im Verdacht, Krebs und andere schwere Krankheiten auszulösen. Für die Beseitigung von Schimmelpilz existieren besondere Vorschriften. Im Regelfall erfolgt ein Schutz der nicht befallenen Räume und deren Anwohner durch den Einsatz flexibler Staubschutzwände und Planen oder deren Abschottung. Dagegen kann bei umfangreichen Sanierungsmaßnahmen auch eine zeitlich begrenzte Umquartierung, etwa in eine andere Wohnung oder in ein Hotel erforderlich sein.

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