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Insolvenzverwaltung – Brancheninformationen

Insolvenzverwaltung wird dann von Bedeutung, wenn das zuständige Gericht ein Insolvenzverfahren eröffnet: In diesem Fall ist die Ernennung eines sogenannten Insolvenzverwalters notwendig. Die Benennung der betreffenden Person sowie deren Beaufsichtigung fallen in das Aufgabengebiet des Insolvenzgerichtes. Eröffnet wird ein derartiges Verfahren, sollte ein Unternehmen die Zahlungsunfähigkeit anmelden. Die Aufgabe der Insolvenzverwaltung ist es daraufhin, die laufenden Geschäftsbetriebe fortzuführen, um damit die Möglichkeit einer Sanierung des Betriebs zu wahren. Ferner gilt es, Ansprüche von Schuldnern soweit möglich zu begleichen. Dabei ist eines der wichtigsten Ziele die Transparenz des Verfahrens für sämtliche Beteiligte. Für die Tätigkeit des Insolvenzverwalters sind laut Paragraf 56 der Insolvenzverordnung ausschließlich von den Gläubigern wie auch von den Schuldnern unabhängige, natürliche Personen zugelassen.

Um als Insolvenzverwalter tätig sein zu können, wird keine bestimmte berufliche Ausbildung vorausgesetzt – denn eines hierauf ausgerichtete Ausbildung existiert nicht. Aus diesem Grund fällt die Wahl des zuständigen Gerichtes bei der Auswahl einer als Insolvenzverwalter einzusetzenden Person oftmals auf Rechtsanwälte, die mit dem Insolvenzrecht vertraut sind. Auch Betriebswirte, Wirtschaftsprüfer sowie Steuerberater sind in dieser Hinsicht stets Kandidaten. Trotz nicht vorhandener eigener Ausbildung gilt die Tätigkeit als Insolvenzverwalter nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 23. Mai 2006 als eigenständiger Beruf, weshalb die Insolvenzverwaltung durchaus als eine eigene Branche angesehen werden kann – und nicht etwa nur als Nebentätigkeit eines Rechtsanwaltes.

Des Weiteren existiert keine klare (gesetzliche) Regelung, unter welchen Voraussetzungen der Zugang zu besagter Branche möglich ist. Laut Gesetz ist lediglich vorgeschrieben, dass – wie bereits erwähnt – die Auswahl einer geeigneten Person Aufgabe des zuständigen Gerichtes ist. Mittlerweile existieren allerdings vom Bundesverfassungsgericht erlassene Regelungen, wie bei der Auswahl der infrage kommenden Kandidaten vorzugehen ist. Die Tätigkeit des Verwalters ist beendet, wenn das entsprechende Verfahren aufgehoben beziehungsweise eingestellt wird. Im Übrigen besteht in der entsprechenden Branche keine "Jobsicherheit": Durch die Gläubigerversammlung ist die Abwahl des zuständigen Insolvenzverwalters möglich.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen, um das Insolvenzverfahren erfolgreich – in Form der Fortführung des Betriebs – beenden zu können, ist das Vertrauen sämtlicher Geschäftspartner in die Arbeit des zuständigen Verwalters. Vor allem die Lieferanten müssen die Entscheidungen und Beschlüsse des Insolvenzverwalters mittragen. Aus diesem Grund sind vor allem solche Personen, die bereits über langjährige Erfahrung im Bereich der Insolvenzverwaltung verfügen und deshalb entsprechend Vertrauen bei größeren Lieferanten aufbauen könnten, bei der Auswahl des Verwalters besonders geeignet.

Eine erfolgreiche Verwaltung eines Unternehmens, welches Insolvenz angemeldet hat, hängt bereits wesentlich vom vorläufigen Insolvenzverfahren ab; dort werden schon die Weichen für den späteren Verlauf gestellt. Der juristische Hintergrund dieser vorläufigen Entscheidung ist in Paragraf 21 der Insolvenzverordnung geregelt: Demnach darf das Gericht schon vor der Eröffnung des Verfahrens einen "vorläufigen Insolvenzverwalter" einsetzen. Oftmals ist in dem entsprechenden Beschluss des Gerichtes geregelt, dass Verfügungen des Schuldners der Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters bedürfen. Die Verfügungsbefugnis geht nur in Ausnahmefällen vollständig auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über. Durch die Möglichkeit des vorläufigen Insolvenzverfahrens erhalten die Unternehmen einen in dieser Hinsicht kompetenten Berater, der im Bereich der Sanierung beim Treffen der notwendigen Entscheidungen unterstützt. partner.de/cms/schwerpunkte/insolvenzverwaltung.htm

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