Was verdient eigentlich ein …?

Investmentbanken – Brancheninformationen

Investmentbanken konzentrieren sich in erster Linie auf den Handel mit Wertpapieren, Fonds, Aktien und Edelmetallen sowie die Verwaltung des Vermögens ihrer Kunden. Bei Börsengängen von Unternehmen sind sie oftmals die führenden Partner. Während einige Großbanken ausschließlich das Investmentbanking anbieten, haben andere Geld- und Kreditinstitute diesen Geschäftsbereich in einer separaten Abteilung untergebracht. Die Investmentbanken haben ihren eigentlichen Ursprung in den USA. Dort wurde nach der Einführung des Glass-Steagall Acts im Jahre 1933 eine Trennung zwischen Investment- und Geschäftsbanken vorgeschrieben. Dieses Gesetz wurde 1999 wieder aufgehoben. Seit der US-Bankenkrise 2008 verzichtete ein Großteil der noch verbliebenen Investmenthäuser auf den rechtlichen Sonderstatus. Gleiches gilt auch für Länder mit einem Universalbankensystem wie Deutschland.

In Sachen Karriere- und Verdienstmöglichkeiten bieten Investmentbanken ein umfassendes und interessantes Aufgabengebiet mit fünf bis sechs verschiedenen Tätigkeitsfeldern wie Asset Management, Corporate Finance, Financial Engineering, Research, Sales & Trading sowie Mergers & Aquisitions (M&A). Beispielsweise beschäftigt sich ein Banker im Bereich Asset Management um die Anlage-Portfolios von Unternehmen und Versicherungen, während er im Corporate Finance dem Kunden bei der Auswahl des richtigen Finanzproduktes beratend zur Seite steht. Dagegen befasst sich der Bereich Research mit der Recherche von Informationen über Märkte, Branchen und Unternehmen. Geht es um den Kauf von Unternehmen durch andere Unternehmen oder deren Fusion, dann ist der M&A-Experte gefragt.

Die Tätigkeit als Investmentbanker setzt ein abgeschlossenes Hochschulstudium, nach Möglichkeit in einer wirtschaftswissenschaftlichen Fachrichtung voraus. Vorkenntnisse im Bereich der Unternehmensberatung sind vorteilhaft. Gutes Englisch in Wort und Schrift sowie einwandfreie Kenntnisse in Mathematik und dem Umgang mit der IT-Infrastruktur sind ebenso unerlässlich wie ein seriöses Auftreten, Flexibilität und der Spaß am Umgang mit Menschen. Aufgrund der Arbeitszeit von teilweise mehr als 50 Stunden in der Woche sollte man auch eine gewisse Belastbarkeit und Ausdauer mitbringen.

Die Karriere als Investmentbanker umfasst in der Regel vier bis fünf Stufen: Analyst, Associate, Vice President, Director sowie Managing Director, wobei man als Analyst in den Beruf einsteigt. Neben einem überdurchschnittlich hohen Gehalt bieten Investmentbanken ein Aufgabengebiet mit internationalem Ausmaß und ständig neuen Herausforderungen. Mehrjährige Tätigkeiten im Ausland sind daher keine Seltenheit und erfordern Mobilität und nach Möglichkeit auch das Beherrschen der Sprache des jeweiligen Gastlandes. Wichtig ist aber, dass immer der Kunde bei der Suche nach einer für ihn günstigen Lösung oder Idee im Vordergrund steht. Nach der Entwicklung, Diskussion und Präsentation geht es an deren Umsetzung in der Praxis. Dies erfordert das einwandfreie Verstehen und Deuten komplexer Zusammenhänge sowie Weltoffenheit.

Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise 2008 und dem damit verbundenen Bankencrash steht der Beruf als Investmentbanker schon wegen seiner Karriere- und Verdienstmöglichkeiten weiterhin hoch im Kurs. Bei entsprechendem Engagement und dem Willen, sich lebenslang ständig neues Wissen anzueignen, eröffnet sich für den Bewerber ein Tätigkeitsfeld mit immer wieder neuen Herausforderungen und sehr guten Aufstiegschancen in einem dynamischen Team.

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