Was verdient eigentlich ein …?

Kieferorthopädie – Brancheninformationen

Die Kieferorthopädie ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin. Sie befasst sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne. Der Kieferorthopäde hat daher zuerst ein Studium der Zahnmedizin zu absolvieren. Wer als Kieferorthopäde tätig sein möchte, muss danach noch eine dreijährige Weiterbildung zum „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ durchlaufen. Kieferorthopäden behandeln Patienten aller Alterstufen. Ihre jüngsten Patienten sind wenige Tage alte Babys mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Bei Kindern im Alter des Milchzahndurchbruchs kontrollieren sie die Bildung von Lücken, um rechtzeitig für einen kieferorthopädischen Lückenhalter anpassen zu können.

Bei Kindern um das dritte Lebensjahr ist eine kieferorthopädische Untersuchung zur Klärung von Indikation und Zeitpunkt kieferorthopädisch-therapeutischer Maßnahmen empfehlenswert, da bei bestimmten Zahnfehlstellungen der Vorteil einer Frühbehandlung wissenschaftlich nachgewiesen bzw. eine Frühbehandlung vorteilhaft sein kann. Zwischen dem 6. und dem 12. Lebensjahr führen Kieferorthopäden die bei verschiedenen Indikationen angezeigten Frühbehandlungen (wie beispielsweise Extraktionen) durch. Die häufigsten kieferorthopädischen Behandlungen finden jedoch bei Jugendlichen zwischen dem 12. und dem 18. Lebensjahr statt nachdem alle bleibenden Zähne (bis auf die Weisheitszähne) durchgebrochen sind.

Zu diesem Zeitpunkt wird beispielsweise oft darüber entschieden, ob Weisheitszähne operativ zu entfernen sind oder andere Operationen zur Behebung von Zahnfehlstellungen nötig sind. Die meisten jugendlichen Patienten bekommen von ihrem Kieferorthopäden eine speziell für sie angefertigte Spange angepasst. Dabei unterscheidet man zwischen herausnehmbaren Spangen wie den Aktiven Platten oder FKO-Geräten, Postionern sowie durchsichtigen Schienen und festen Spangen wie beispielsweise Metallbrackets, transparenten Brackets, oder einer Gaumennahterweiterungsapparatur. Darüber hinaus gibt es Fälle bei denen nach einer erfolgreichen kieferorthopädischen Therapie die Zähne wieder in ihre alte Position zurückwandern. Hier gibt es die Möglichkeit dieser Entwicklung mit Hilfe von herausnehmbaren oder festsitzenden Apparaturen, den sogenannten Retainern, entgegenzuwirken.

Darüber hinaus berät der Kieferorthopäde bei Fragen zur Mundhygiene, gerade auch im Zusammenhang mit Zahnspangen. Auch bei Erwachsenen kommt manchmal eine kieferorthopädische Behandlung in Betracht, so zum Beispiel wenn eine solche trotz entsprechender Indikation in der Jugend versäumt wurde, zur Zahnprothesenbehandlung oder zur Behandlung einer Parodontitis (umgangssprachlich Paradontose). Daneben fertigen Kieferorthopäden individuelle Mundschutze aus Silikon zum Schutz vor Zahn- und Mundverletzungen beim Sport (z. Bsp. beim American Football, Rugby, Kampfsport, Inlineskaten u.v.m) an. Einige Kieferorthopäden engagieren sich auch in der Schnarchtherapie. Dazu arbeiten sie mit anderen fachärztlichen Spezialisten wie HNO-Ärzten, Internisten und/oder Schlafmedizinern zusammen und passen dem Patienten bei Bedarf eine sogenannte Schnarchschiene an.

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