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Konditorei – Brancheninformationen

Eine Konditorei ist ein Handwerksbetrieb zur Herstellung von Süßwaren und Gebäck. Eine weitere Bezeichnung ist die sogenannte "Confiserie". Im Gegensatz zu einer Bäckerei liegt das Hauptaugenmerk auf der Produktion von Süßwaren. Dazu gehören unter anderem Pralinen, Kuchen, Gebäck, Torten, Eis, Stuten, kandierte Früchte und vieles mehr. Im späten Mittelalter entstanden dieses Handwerk und der Beruf des Konditors. Damalige Bäcker begannen ihren Teig mit süßen Früchten und Honig anzureichern, um süßes Brot herzustellen. Der heutige Begriff Konditor leitet sich vom lateinischen Wort "candire" ab, was für das Kandieren von Früchten steht.

Der Ursprung des Konditorberufs liegt in der Zunft der Lebkuchenhersteller und Wachszieher. Indem einige Bäcker begannen, ihre Teige mit Trockenfrüchten und Honig zu verfeinern, entstand daraus der berühmte Lebkuchen. Es entwickelte sich eine Nische, in der sich einige Bäcker auf die Produktion von Lebkuchen spezialisierten, sogenannte "Lebküchler". Durch die häufige Verwendung von Honig entstand nebenbei das Gewerbe des Wachsziehers. Es handelt sich dabei um eine Tätigkeit, bei der die Lebküchler auf künstlerische Weise ihr Wachs zu Bildern, Figuren oder Kerzen gossen. Infolgedessen entstand das Berufsbild des Zuckerbäckers oder Konditors. Heutzutage lässt sich der Beruf in einer dreijährigen Ausbildung erlernen.

Um in einer Konditorei zu arbeiten und feinste Zuckerwaren herzustellen, gilt es zunächst, das Handwerk in einer Backstube zu erlernen. Die Auszubildenden bekommen elementares Wissen über die Herstellung von unterschiedlichen Teigsorten, Füllungen, Glasuren, Dekortechniken, Eissorten und vielem mehr vermittelt. Unverzichtbar ist, wie bei allen Berufen mit Lebensmitteln, eine fachkundige Schulung in Sachen Hygiene. Die Lehre erfolgt im Wechsel zwischen schulischer und praktischer Ausbildung und setzt mindestens einen guten Hauptschulabschluss sowie kreative Fähigkeiten voraus. Nach Abschluss der Ausbildung liegen die Beschäftigungsmöglichkeiten in der Nahrungsmittelindustrie, großen Bäckereien und natürlich Konditoreien. Die Möglichkeit, sich im weiteren Verlauf selbstständig zu machen, ist gegeben. Dazu bedarf es einer Meisterprüfung vor der Handwerkskammer. Mittels des Meisterbriefs kann der Konditor bestimmte Studiengänge belegen, um seine Optionen in der Lebensmittelindustrie zu erweitern.

Der Beruf des Konditors umfasst die künstlerische Gestaltung von Lebensmitteln. In der Regel handelt es sich um süße Waren, wie Torten oder Konfekt. Der Konditor ist auch für die Herstellung und Verarbeitung von Fleisch- oder Käsepasteten sowie für Salzgebäck zuständig. Die Arbeit des Konditors ist vielfältig. Neben der Herstellung genannter Produkte gehören Verkauf und Beratung von Kunden mit zu seinem Aufgabenbereich. Gleichzeitig sind starke Hände zum Teigkneten und technisches Verständnis für die Bedienung der Maschinen vonnöten. Der Arbeitstag beginnt noch vor dem Morgengrauen, damit die produzierte Ware zur Geschäftsöffnung fertig ist. Wer nicht so früh aufstehen will, aber dennoch an der Arbeit in einer Konditorei interessiert ist, sollte den Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk in Erwägung ziehen. Der Aufgabenschwerpunkt liegt neben dem Verkauf in der Beratung der Kunden. Darüber hinaus gehören die dekorative Auslegung der Waren und die Sauberhaltung des Ladens mit zum Aufgabenbereich des Fachverkäufers.

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