Was verdient eigentlich ein …?

Kreditanalyse – Brancheninformationen

Kredite sind aus der Wirtschaft und dem privaten Leben nicht mehr wegzudenken. Sie beruhen auf die zeitlich begrenzte Überlassung von Geld oder Waren nach Treu und Glauben. Kreditgeber sind Banken und Sparkassen sowie Privatpersonen. Die Summen bewegen sich bei Geldkrediten zwischen wenigen Hundert und mehreren Millionen Euro. Privatpersonen nutzen Kredite der Banken und Sparkassen zum Finanzieren größerer Anschaffungen wie Autos, Möbel oder Unterhaltungselektronik. Deren Laufzeit liegt bei ein bis sechs Jahren. Wesentlich längere Laufzeiten haben Immobilienkredite. Für Unternehmen gibt es Investitionskredite zur Finanzierung des Anlage- und Umlaufvermögens. Vor der Vergabe eines Kredites erfolgt eine umfassende Kreditanalyse, um die Bonität des Antragstellers sicherzustellen.

Aufgaben der Kreditanalyse

Die Kreditanalyse beschäftigt sich mit der Vorbereitung und Durchführung von Kreditentscheidungen. Sie ist eine wichtige Etappe bei dem Bearbeiten von Kreditanträgen. Ihr Augenmerk richtet sich auf die Zahlungsfähigkeit der Kreditnehmer. Bei dem Beurteilen der Kreditwürdigkeit spielen regelmäßige Zahlungseingänge sowie laufende Verpflichtungen eine wesentliche Rolle. Der Kreditanalyst prüft die Bonität des Antragstellers anhand seiner Einnahmen und Ausgaben und der Zahlungsmoral. Nicht bezahlte Rechnungen oder frühere Kreditkündigungen seitens der Bank führen in der Regel zu einer negativen Kreditentscheidung.

Die Tätigkeit als Kreditanalyst erfordert ein hohes Maß an Verantwortung und setzt Entscheidungskompetenzen voraus. Mit dem Bewilligen eines Kredites nimmt der Kreditgeber – in der Regel eine Bank oder Sparkasse – das Risiko eines Zahlungsausfalls auf sich. Zahlungsausfälle entstehen bei Privatpersonen durch plötzlich eintretende Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit. Im gewerblichen Sektor führen Auftragseinbrüche zur Zahlungsunfähigkeit. Bei der Analyse von Kreditanträgen richtet der Analyst sein Augenmerk auf folgende Kriterien:

➤ Prüfen von Sicherheiten und Bonitäten,

➤ Beurteilen von Unternehmen,

➤ Ausarbeiten und Prüfen von Kreditvorlagen sowie

➤ Einschätzen möglicher Kreditrisiken.

Der Analyst arbeitet eigenverantwortlich und trifft im Zuge der Kreditbearbeitung wichtige Entscheidungen. Ferner erstellt er Darlehens- und Kreditverträge und überwacht laufende Kredite. Zum Prüfen der Bonität zieht der Analyst externe Dienstleister, beispielsweise die Schufa, heran. Zu den Kunden zählen insbesondere Gewerbetreibende und Firmen mit entsprechend hohem Kapitalbedarf.

Persönliche Anforderungen und Ausbildung

Die Kreditanalyse bietet einen zukunftsorientierten und interessanten Arbeitsplatz mit einem breit gefächerten Aufgabengebiet. Grundlage für den beruflichen Einstieg ist ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Fachrichtung Betriebswirtschaftslehre (BWL) oder einer artverwandten Ausbildung. Zu den persönlichen Stärken zählen Verantwortungsbewusstsein und Sicherheit beim Treffen wichtiger Entscheidungen. Der sichere Umgang mit Zahlen ist ebenso unabdingbar wie das Erkennen und Verstehen komplexer Strukturen. Neben einer sehr guten Allgemeinbildung sind fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet der Mathematik und Buchhaltung erforderlich.

Die Tätigkeit als Kreditanalyst setzt den sicheren Umgang mit dem Computer und seiner Software voraus. Ständige Lernbereitschaft und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem sind weitere Eigenschaften, die einen Analysten auszeichnen. Der tägliche Kontakt mit Kunden erfordert ein professionelles Auftreten und Kommunikationsstärke. Im internationalen Geschäft ist gutes Englisch in Wort und Schrift von Vorteil. Eine systematische Arbeitsweise, hohe Eigeninitiative sowie Belastbarkeit und Flexibilität runden das Profil ab.

Berufliche Perspektiven und Gehalt als Kreditanalyst

Das ungebrochene Wirtschaftswachstum geht mit einem steigenden Kreditbedarf einher. Daher finden ausgebildete Kreditanalysten bei den Banken und Sparkassen einen unbefristeten und krisensicheren Arbeitsplatz. Vor allem renommierte Banken haben einen ständigen Bedarf an kompetenten Fachkräften. Auf die Absolventen der Universitäten und Hochschulen wartet ein interessanter Job in einem jungen dynamischen Team. Eine laufende Weiterbildung sichert den Anschluss in puncto Wissen und Können. Betriebsinterne Lehrgänge und Seminare erlauben den Erwerb des Abschlusses zum zertifizierten Kreditanalyst. Hohes persönliches Engagement und der Wille, das eigene Wissen zu festigen und zu vertiefen, eröffnen den Weg in die Leitungsebene. Diese bietet neben attraktiven Gehältern zahlreiche Vergünstigungen, die vom Zusatzurlaub bis zum Firmenwagen reichen.

Die Tätigkeit in der Branche der Kreditanalyse ist von überdurchschnittlich hohen Gehältern geprägt. Ein 25 Jahre alter Kreditanalyst verdient bei einer Bank am Anfang 2.400 Euro brutto im Monat. Mit den Jahren an Berufspraxis steigert sich das Gehalt auf mehr als 4.500 Euro. Eine attraktive Entlohnung verspricht die Übernahme anspruchsvoller Aufgaben, beispielsweise die Kreditanalyse im Auslandsgeschäft. Gehälter von 5.000 Euro und darüber sind in dieser Sparte keine Seltenheit.

Renommierte Großbanken bieten ihren Mitarbeitern vielfältige Karrieremöglichkeiten. Das Angebot reicht von internen Seminaren bis zur Delegation an eine Hoch- oder Fachhochschule. Nach deren Abschluss bestehen gute Chancen auf einen Aufstieg in die Leitungsebene. Ein Leiter der Kreditabteilung einer Bank verdient zwischen 4.000 und mehr als 9.000 Euro im Monat. Als Gruppen- und Bereichsleiter sind Gehälter zwischen 3.000 und 5.000 Euro realistisch. Neben einem überdurchschnittlich hohen Gehalt bieten viele Banken ein angenehmes Arbeitsklima und die Mitarbeit in einem aufgeschlossenen Team an.

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