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Logopädie – Brancheninformationen

Die Logopädie befasst sich mit der Erforschung, Prävention und Therapie von Hör-, Sprach-, Stimm- oder Schluckbeeinträchtigungen und ist ein wesentlicher Bestandteil der medizinischen Sprachheilkunde. Sprachstörungen können sowohl im Kindesalter als auch nach einem Schlaganfall auftreten. Sie beeinträchtigen die Kommunikation zwischen den Menschen durch eine unklare und nicht eindeutige Ausdrucksweise und stellen somit eine Behinderung dar. Eine erfolgreiche Therapie von Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen ist in jedem Lebensalter möglich und Voraussetzung für die Rehabilitation betroffener Personen.

Bereits in der kindlichen Entwicklung ist es wichtig, Störungen in der Sprach- und Stimmentwicklung, der Grammatik und Wortfindung rechtzeitig zu diagnostizieren und entsprechend zu behandeln. Eine korrekte Sprache bildet sowohl in der schulischen Ausbildung als auch im weiteren Berufsleben eine wichtige Rolle. Zahlreiche Berufe, insbesondere des öffentlichen Dienstes, erfordern eine angenehme Stimme, korrekte Ausdrucksweise sowie eine einwandfreie Rechtschreibung und Grammatik. Außerdem schafft eine einwandfreie zwischenmenschliche Kommunikation die Basis für eine höhere Lebensqualität durch Erfolg im Beruf und in der Freizeit.

Die Ausbildung zum Logopäden ist bundesweit einheitlich geregelt und dauert drei Jahre. Neben der mittleren Reife sollte der Bewerber einen guten Gesundheitszustand, insbesondere in Bezug auf das Hör- und Sehvermögen und eine einwandfreie Ausdrucksweise mitbringen. Das Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift gilt als ebenso selbstverständlich wie eine gepflegte Erscheinung sowie Spaß am Umgang mit Menschen. Darüber hinaus zählt die Bereitschaft, sich auch nach der Ausbildung ständig neues Wissen anzueignen sowie Belastbarkeit ebenfalls zu den Stärken eines Logopäden. Einige Schulen verlangen vor Beginn der Berufsausbildung ein polizeiliches Führungszeugnis oder ärztliches Attest. Teilweise ist auch eine Eignungsprüfung vorgesehen. Die Ausbildung behandelt in erster Linie Themen über die Entstehung von Sprach- und Stimmstörungen einschließlich ihrer Prävention und Therapie. Weitere Inhalte sind der Aufbau der Hör- und Sprechorgane, ihre Krankheiten und deren Ursachen sowie das Erheben von Anamnesen und die Planung von Therapien. Nach erfolgreicher Ausbildung besteht die Möglichkeit, ein Studium in einer medizinischen oder pädagogischen Fachrichtung aufzunehmen. Die Ausbildung zum Logopäden schließt mit einer mündlichen und schriftlichen Prüfung ab.

Die Logopädie bietet ein breites Aufgabengebiet in einer schulischen oder medizinischen Einrichtung. Möglich ist eine Anstellung als Logopäde in einem Kindergarten für Kinder mit Sprachstörungen oder einer Förderschule. Darüber hinaus haben auch medizinische Einrichtungen, insbesondere die Fachabteilungen der Krankenhäuser und Fachärzte einen hohen Bedarf an Logopäden. Ziel ist es, die Therapie von Sprach- und Stimmstörungen so früh wie möglich zu beginnen, um einen optimalen Heilungserfolg zu garantieren. Einige Logopäden haben sich beispielsweise auf die Behandlung von Kindern, andere wiederum auf Erwachsene nach einem Schlaganfall spezialisiert.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach erfolgreicher Ausbildung zum Logopäden mit der Eröffnung einer eigenen Praxis den Weg in die Selbstständigkeit anzustreben. Egal, ob als freiberuflich arbeitender Logopäde oder angestellt in einer medizinischen oder sozialen Einrichtung – der nach wie vor hohe Bedarf an Fachpersonal bietet einen krisenfesten Arbeitsplatz mit einem attraktiven Gehalt sowie weiteren Konditionen.

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