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Projektsteuerung – Brancheninformationen

Die Projektsteuerung präsentiert sich als Herzstück des professionellen Baumanagements. Innerhalb der Bau- und Immobilienwirtschaft bekleidet sie ein separates Berufsbild. Die Projektsteuerung ermöglicht es, Prozesse zu führen, um die Projektziele zu erreichen. Der Projektsteuerer übernimmt Funktionen des Auftraggebers, nicht des Projektleiters. Maßnahmen, um die Qualität zu fördern, verbessern stetig diese Prozesse.

Welche Aufgaben übernimmt ein Projektsteuerer?

Im Grunde übernimmt der Projektsteuerer organisatorische Aufgaben. Er verfügt nicht über das Weisungsrecht, trifft keine Entscheidungen bezüglich der Baupläne. Einen Unterschied zwischen dem Projektsteuerer und dem Projektmanager gibt es nicht. Im Bauwesen verwenden Beschäftigte diese Begriffe zunehmend synonym. Dabei hebt sich die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) von anderen Projektmanagements ab. Die Projektsteuerer nach der HOAI übernehmen erteilbare Auftraggeber-Funktionen. Dazu gehören das Erstellen und Koordinieren des Programms für das Gesamtprojekt. Die Organisation von Zeit- und Terminplänen, sowie der Informationsaustausch mit dem Auftraggeber gehören dazu.

Das Leistungsbild von Projektsteuerungen erscheint klar abgegrenzt. 1969 entwickelte es der Deutsche Verband der Projektmanager in der Bau- und Immobilienwirtschaft (DVP). Als zweiter Beteiligter präsentierte sich der Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung (AHO). Hier übernimmt der Projektsteuerer die Funktion von Auftragnehmer und Auftraggeber in mehreren Bereichen. Das Leistungsbild entspricht einer Stabsfunktion.

Handlungsbereiche und Projektstufen der Projektsteuerung

Die Leistungen des Projektsteuerers gliedern sich in fünf Handlungsbereiche. Handlungsbereich A umfasst die Organisation, Information, Koordination und Dokumentation. Quantitäten und Qualitäten klären sich in Handlungsbereich B auf. Der dritte Bereich C steht für Kosten und Finanzierungen, während sich Bereich D mit Terminen, Kapazitäten und Logistik beschäftigt. Der letzte Handlungsbereich E repräsentiert Verträge und Versicherungen.

Neben den fünf Handlungsbereichen gibt es fünf Projektstufen. Diese führt der Projektsteuerer chronologisch aus, damit das Projekt gelingt. Die erste Stufe befasst sich mit der Projektvorbereitung. Die Stufen zwei und drei nehmen die Planung und Ausführungs-Vorbereitung ein. Die eigentliche Ausführung startet in Stufe vier, während Stufe fünf den Projektabschluss symbolisiert.

Die explizite Projektsteuerung im Bauwesen

Der Ausgangspunkt basiert darauf, Bauprojekte zu planen und zu realisieren. Für den Erfolg des Projekts sorgt die konsequente Erfüllung vorliegender Aufgaben. Aufgrund der Komplexität bestimmter Projekte, nimmt der Bauherr die notwendige Steuerung nicht wahr. Um ihn zu entlasten, übernimmt diese ein externer Projektsteuerer. Synonym für die Projektsteuerung steht das Wort Baucontrolling. Im Normalfall kennzeichnet sich ein Bauprojekt durch seine Einmaligkeit. Bei jeder Abwicklung definieren sich Führungsaufgaben, Organisation und Techniken neu. Die expliziten Bedingungen umfassen eine Zielvorgabe, die Abgrenzung anderen Vorhaben gegenüber und die projektspezifische Organisation.

Schließt das Projektmanagement Leitung und Steuerung ein, obliegt die Vollmacht zu Entscheidungen und Weisungen. Das Ziel befasst sich mit der Sicherheit für die Projektleitung. Bevor der Bauherr einen Projektsteuerer anstellt, klärt er personelle Ressourcen. Deckt der Unternehmenskern einen anderen Zweck ab, erfordert dies zwingend einen externen Projektsteuerer. Laut § 31 der Projektsteuerung entfallen keine Honorare auf involvierte Planer und Architekten. Der Controller übernimmt den Vergleich des aktuellen Ist-Zustandes zu den Soll-Vorgaben. Um den höchstmöglichen Projekterfolg zu sichern, erfüllt der Bauherr nicht delegierbare Aufgaben. Er legt die Soll-Daten für Organisation, Finanzmittel-Bereitstellung und Leistung fälliger Zahlungen fest. Der Bauherr stattet den Projektsteuerer mit den notwendigen Kompetenzen aus. Damit gelingt es dem Controller, Steuerungsmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Um das Projekt zum Abschluss zu bringen, sorgt der Bauherr für die Bereitstellung aller erforderlichen Unterlagen.

Gehalt in der Projektsteuerung und weitere Informationen

Das Studium der Projektsteuerung erfolgt der Hochschule entsprechend in separaten Studiengängen. Neben regulären Abschlüssen gibt es bestimmte Zertifikate. Dazu gehören das PMP (Project Management Professional) oder das PMBoK (Projekt Management Body of Knowledge). Im Idealfall erscheint das Wissen in der Projektsteuerung universell und branchenunabhängig einsetzbar. Das Basiswissen nützt sowohl in der Bauwirtschaft, als auch in der Softwareentwicklung.

Im Bereich Projektmanagement schließt das Studium mit dem Master oder einem Diplom ab. Wirtschaftliche Schwerpunkte dominieren einen Teilbereich des Fachs Architektur-Master mit Schwerpunkt Projektsteuerung. Das Gehalt orientiert sich in der Regel am Studienabschluss. Ein Projektmanager mit Diplom- oder Masterabschluss an der Universität verdient durchschnittlich ein Einstiegsgehalt von 37.000 Euro. Der Steuerer mit Diplom an der Fachhochschule erhält 2.000 Euro weniger. Mit 46.320 Euro liegt das Grundgehalt promovierter Projektsteuerer am höchsten. In Nebenfächern präsentieren sich die MBA Immobilienwirtschaft oder „Controlling im Unternehmen“. Das Durchschnittsgehalt in der Projektsteuerung liegt bei 50.000 Euro. Liegt das Projektmanagement im IT-Bereich, erzielt der Controller im Schnitt bis zu 75.000 Euro. Der Unternehmensgröße entsprechend variiert das Entgelt zwischen 42.000 und 60.000 Euro. Längere Berufserfahrung erzielt in der Regel ein höheres Gehalt. Verdient ein Berufseinsteiger durchschnittlich 37.000 Euro, erreicht der Projektsteuerer mit zehnjähriger Berufserfahrung 39.000 Euro.

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