Was verdient eigentlich ein …?

Rehakliniken – Brancheninformationen

Rehabilitation nach einer schweren Erkrankung oder einem Eingriff wird von den zuständigen Krankenkassen, Berufsgenossenschaften oder gesetzliche Rentenversicherungen finanziert. Um dafür Leistungen zu erhalten, müssen Betroffene einen Antrag stellen, sich vorher jedoch genau orientieren, welche Art von Unterstützung sie benötigen und was sie von einer Kur erwarten können: Stellt ein Aufenthalt in einer Rehaklinik die Arbeitsfähigkeit wieder her oder droht Berufsunfähigkeit?

Daher geht dem Antrag stets ein ausführliches Gespräch mit dem Hausarzt oder dem Facharzt voraus. Der Mediziner erstellt anhand der Diagnose und der entsprechenden Unterlagen einen Befundbericht. Dieser ist entscheidend für die Durchführung der Maßnahme. Denn darin legt der Arzt dar, welchen Einschränkungen der Patient unterworfen ist, welche Erkrankungen vorliegen, welche Therapien sich anbieten und welche Folgen es hätte, die Rehabilitation nicht durchzuführen. Dieser ausführliche Befundbericht wird dann zusammen mit dem ausgefüllten Antrag auf Reha und einem Selbstauskunftsbogen des Patienten vom Arzt an den richtigen Reha-Kostenträger weitergeleitet. Die übliche Dauer einer stationären Rehabilitationsmaßnahme beträgt drei Wochen, etwa nach Operationen, nach einer Onkologischen Therapie, nach Unfällen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dieser Zeitraum kann auf ärztliche Verordnung entsprechend angepasst werden. Ziel einer Rehabilitation ist die erneute Teilnahme am Berufsleben. Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit sollen möglichst vermieden oder überwunden werden.

Eine Überweisung in eine Rehaklinik erfolgt erst, wenn bei ambulanter Behandlung das ursprüngliche Ziel nicht mehr erreicht werden kann. Unter ärztlicher Aufsicht wirken in einer Reha-Klinik mehrere Berufsgruppen an der Wiederherstellung des Patienten mit: Dazu gehören je nach Sachlage Krankenpflegepersonal, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Ernährungsfachleute, Masseure, Psychologen oder Neuropsychologen, Heilpädagogen, oder Sporttherapeuten, um nur einige zu nennen. Sie üben entweder als externe, freiberuflich tätige Mitarbeiter ihre Tätigkeit aus oder sind Angestellte der Klinik.

Der Vorzug bei einer stationären Reha-Maßnahme besteht darin, dass über den Zeitraum von meist drei Wochen hinweg der Therapeut einen Patienten täglich, oft sogar mehrmals, betreuen und behandeln und sich besonders auf ihn einstellen kann. Für jeden Patienten wird ein entsprechendes Programm je nach Diagnose zusammengestellt. Es setzt sich von Fall zu Fall zusammen aus physiotherapeutischen Maßnahmen wie Massagen oder Krankengymnastik, beinhaltet Gewöhnung und Beratung, wenn Prothesen zum Einsatz kommen, eine Ernährungsberatung, wenn Herz-Kreislauferkrankungen, Übergewicht oder andere Stoffwechselstörungen vorliegen. Je nach Bedarf erfolgen die Behandlungen als Gruppen- oder Einzeltherapien.

Das Angebot in der medizinische Rehabilitation ist vielfältig – viele Rehakliniken sind auf ganz bestimmte Erkrankungen spezialisiert: Kliniken für schwere Haut- oder Atemwegserkrankungen liegen vorzugsweise am Meer oder in den Bergen. Und je nach den Behandlungsschwerpunkten, ob es um Entwöhnungskuren, Onkologische Rehabilitation, Nachbehandlung nach Unfällen, Operationen oder Herz-Kreislauferkrankungen geht, ist die Klinik entsprechend eingerichtet, und verfügt über speziell geschultes Personal.

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