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9 Zuschüsse zum Gehalt von Führungskräften

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
21.12.2022
Tipps & Tricks zum Thema Gehalt, Karriere & Berufsleben
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Vier Münzenstapel und ein Glas mit Geldmünzen nebeneinander. Auf allen Stapeln und aus dem Glas wächst eine kleine grüne Pflanze.

Geldwerte Leistungen lohnen sich oftmals mehr, als eine übliche Gehaltserhöhung. Für diese Extras müssen keine Sozialabgaben und Steuern bezahlt werden, sodass Arbeitnehmer*innen von dieser Art Lohnerhöhung tatsächlich profitieren. 

Gehaltsgespräch: Geldwerte Leistungen statt mehr Bruttogehalt

Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen fällt es oft schwer, höhere Löhne oder mehr Gehalt zu fordern. Es ist einfacher, zu einem Gehaltsgespräch zu gehen, wenn anstelle eines höheren Bruttogehalts ein Zuschuss verlangt wird. Von diesen sogenannten geldwerten Leistungen profitieren beide Seiten. Bei einer normalen Gehaltserhöhung muss der Arbeitgeber auch den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung zahlen und vom erhöhten Bruttogehalt bleibt den Arbeitnehmer*innen meist nicht viel übrig. Bei einer Erhöhung von 100 Euro bleiben am Ende nur noch 45 Euro mehr im Monat übrig. Doch welche Möglichkeiten von Gehaltszuschüssen gibt es?

Beispiele für Gehaltszuschüsse

Die folgenden Extras sind oft einfacher auszuhandeln, und sogar Kleinunternehmer können diese Zulagen ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen, da Arbeitgeber diese Zulagen ebenfalls steuerfrei beziehen.

Tankgutscheine, Jobtickets oder Warengutscheine

Für Tankgutscheine oder Jobtickets können Pendler*innen monatlich 44 Euro von ihrem Arbeitgeber erhalten. Zudem können Mitarbeiter*innen Gutscheine für Waren im Wert von 44 Euro erhalten, etwa für Zeitschriften, Friseurbesuche oder Handykarten. 

Extra für die Kinderbetreuung

Führungskräfte können auch für die Kinderbetreuung bezahlen. Dies gilt für die Ausgaben von Kindergärten und Kinderkrippen sowie Babysittern. Wie viel der Arbeitgeber zahlt, bleibt ihm überlassen: Die Höhe kann frei bestimmt werden. Der sogenannte Arbeitgeberzuschuss ist unter bestimmten Voraussetzungen steuer- und sozialversicherungsfrei. Das Kind darf nicht zur Schule gehen, das Betreuungsangebot muss für das Kind geeignet sein und es muss nachgewiesen werden, dass der Zuschuss tatsächlich für die Kinderbetreuung verwendet wird.

Gutscheine für den Mittagstisch

Wenn das Unternehmen keine Kantine hat, kann der Arbeitgeber das Mittagessen bezuschussen. Es können Restaurant-Gutscheine oder Essensbons eingelöst werden, die bei ausgewählten Lieferanten oder Supermärkten einlösbar sind. Damit dieser Zuschuss steuerfrei bleibt, darf der Wert des Essensgutscheins 6,03 Euro pro Tag nicht überschreiten. 

Internetzuschuss und Nutzung von PC und Handy

Arbeitgeber können bis zu 50 Euro pro Monat für privates Internet dazugeben. Eine weitere Möglichkeit ist die private Nutzung eines Firmenhandys oder eines Firmencomputers. Die Geräte bleiben Firmeneigentum und können jedoch von Mitarbeiter*innen privat genutzt werden.

Zuschüsse für die Gesundheitsförderung

Bis zu 500 Euro pro Jahr können Führungskräfte für Gesundheitsförderung ausgeben. Aber es hat nichts mit Trainingsgebühren oder Sportvereinsmitgliedschaften zu tun. Kurse oder Veranstaltungen müssen von der Krankenkasse genehmigt werden. Mitarbeiter können unter anderem an Kursen für gesunde Ernährung, ein Anti-Burnout-Training oder an Wirbelsäulengymnastik teilnehmen.

Zuschuss zur Miete und für den Umzug

Bei einem Umzug, kann sich der Arbeitgeber sowohl an den Umzugskosten beteiligen, als auch die Miete bezuschussen. Der Mietzuschuss wird in der Regel für einen gewissen Zeitraum bezahlt. 

Förderungen der beruflichen Weiterbildung

Kosten für Fortbildungen und Weiterbildungen, die im Zusammenhang mit dem Beruf stehen, können vom Arbeitgeber übernommen werden. Seit 2019 sind Weiterbildungsleistungen des Arbeitgebers übrigens steuerfrei. Dies gilt auch für Computer- und Sprachkurse, die dazu beitragen, die berufliche Kompetenz zu erweitern.  

Mitarbeiterrabatte für eigene Produkte

In Handels- oder Produktionsunternehmen, lassen sich Mitarbeiterrabatte verhandeln. Mitarbeiterrabatte sind für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen steuerfrei, wenn das Unternehmen eigene Dienstleistungen oder Produkte anbietet und der jährliche Rabatt den Wert von bis zu 1.080 Euro nicht übersteigt. 

Betriebliche Altersvorsorge

Da die gesetzliche Rentenversicherung als Altersvorsorge nicht mehr ausreicht, bieten einige Unternehmen eine betriebliche Altersvorsorge an. Manche Führungskräfte beteiligen sich auch an den Kosten für eine private Altersvorsorge.

Fazit – Auch Arbeitgeber profitieren von den Zuschüssen

Bei einigen Leistungen profitieren nicht nur Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, sondern auch der Arbeitgeber. In vielen Unternehmen ist es mittlerweile sehr beliebt, die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer*innen zu fördern. Führungskräfte profitieren von gesunden, fitten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Arbeitnehmer*innen, die in den letzten Jahren wenig Glück mit einer geforderten Gehaltserhöhung hatten, sollten unbedingt versuchen, sich einen geldwerten Vorteil durch andere Leistungen durch den Arbeitgeber zu sichern.  

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