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Besser in kleinen oder in großen Unternehmen arbeiten?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
28.01.2015

Viele Arbeitnehmer stellen sich die Frage, ob sie besser in einem kleinen Unternehmen arbeiten sollen, das eine familiäre Atmosphäre bietet oder lieber in großen Firmen, die eventuell bessere Aufstiegschancen und höhere Löhne offerieren. Bei beiden Möglichkeiten gibt es sowohl Vorteile als auch Nachteile, die jedoch stets vom Einzelnen betrachtet werden können - denn die Bedürfnisse, beruflichen Ziele und Erwartungen sind individuell unterschiedlich. Arbeiten in grossen Unternehmen

Vor- und Nachteile vom Arbeiten in großen Unternehmen

Große Firmen zahlen in der Regel höhere Gehälter, das sich bereits beim Berufseinstieg bemerkbar macht. Auch die Aufstiegschancen sind in großen Firmen höher. Als weitere Vorteile können diese genannt werden:

  • Große Unternehmen bieten häufig Förderprogramme und Trainees für den Nachwuchs an. Zum Beispiel wird damit jungen Leuten der Berufseinstieg erleichtert und sie erhalten Schulungen für spezifische Tätigkeiten des Unternehmens.
  • Zu den Einstellungskriterien gehört zwar auch der Bildungsabschluss, doch wird ihm nicht so ein hoher Stellenwert zugeordnet, wie das bei kleinen Firmen der Fall ist. In großen Unternehmen werden oftmals Weiterbildungen angeboten, sodass jeder die Chance hat, sich weiterzuentwickeln und zu qualifizieren.
  • In großen Firmen werden mehr Zusatzleistungen angeboten, wie Prämien, eigenes Fitnessstudio, eigener Kindergarten oder eine Betriebsrente.
  • Wer gerne international arbeiten möchte und nichts dagegen hat, eine Zeit lang im Ausland zu arbeiten, wird diese Möglichkeiten eher in großen Firmen vorfinden.
  • Headhunter werfen auf Fachkräfte in großen und bekannten Konzernen eher einen Blick, als auf Fachkräfte im unbekannten Familienbetrieb.
  • Mitarbeiter großer Unternehmen sind durch das Kündigungsschutzgesetz geschützt, denn es muss ein triftiger Grund vorliegen, wenn der Chef das Arbeitsverhältnis beenden möchte.

Nachteile großer Firmen können sein:

  • In großen Firmen sehen zwar die Aufstiegschancen besser aus, doch wer eine Karriere im Unternehmen machen möchte, muss dem Chef positiv auffallen. In der Menge der Mitarbeiter geht man eher unter, wenn man sich nicht ins rechte Licht zu rücken weiß.
  • Schwächen lassen sich in großen Unternehmen besser vertuschen, allerdings werden häufig ebenso die Stärken einzelner Mitarbeiter übersehen. Auch hier gilt wieder: Wer weiß, wie er seine Stärken hervorheben kann, wird vom Vorgesetzen wahrgenommen und hat eher Aussicht auf verantwortungsvolle Posten mit einem höheren Gehalt.
  • Entscheidungen werden nicht vom Chef alleine getroffen. So ist der Entscheidungsweg oftmals länger und die Umsetzung geplanter Innovationen braucht eventuell unnötig viel Zeit.
  • In großen Unternehmen herrscht oftmals eine eher distanzierte Betriebsatmosphäre vor. Neue Mitarbeiter haben es schwerer, in die Gemeinschaft einzusteigen.
  • Die klassische Hierarchie ist in den meisten großen Unternehmen noch gegeben, sodass den Mitarbeitern häufig wenig Eigenverantwortung übertragen wird und Entscheidungsprozesse ausnahmslos in den Führungsetagen stattfinden.

Pro und Contra vom Arbeiten in kleinen Betrieben

Kleine Betriebe zeichnen sich durch ein persönliches und familiäres Betriebsklima aus. Das ist für die einen ein Nachteil und für die anderen ein Vorteil. Nicht jeder mag diese enge Einflechtung ins Unternehmen, sodass Kollegen und Chefs einen Einblick ins Privatleben des einzelnen Mitarbeiters bekommen.

In kleinen Unternehmen zu arbeiten bietet folgende Vorteile an:

  • Meist herrschen flache Hierarchien vor, sodass es einen besseren Draht zwischen Mitarbeitern und Führungskräfte gibt.
  • Der Tätigkeitsbereich ist häufig abwechslungsreich und man wird oftmals auch an Entscheidungsprozessen beteiligt.
  • Entscheidungen werden schneller getroffen und somit lassen sich Innovationen schneller umsetzen.
  • Die Individualität der einzelnen Mitarbeiter kommt mehr zum Tragen. Stärken werden wahrgenommen und somit können Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten in passenden Tätigkeitsfeldern eingesetzt werden.
  • Man erhält schneller Feedback zu seinen Leistungen – wobei dies auch ein Nachteil sein könnte, wenn der Chef ein kleiner Tyrann ist.
  • In kleinen Firmen besteht ein direkter Kontakt zu den Kunden, sodass auf Kundenwünsche besser eingegangen werden kann.
  • Der Mitarbeiter entwickelt schneller ein Zugehörigkeitsgefühl und in der Regel hält man gemeinsam auch in Krisenzeiten zusammen und versucht gemeinschaftlich diese Phasen zu überstehen.

Nachteile kleiner Firmen können folgende sein:

  • Aufgrund der familiären Atmosphäre und der Nähe zur Führungsetage können eigene Schwächen nur schwer vertuscht werden. Sie kommen genauso stark zur Geltung, wie eigene Stärken.
  • In kleinen Firmen besteht eher selten die Möglichkeit im Ausland arbeiten und Erfahrungen auf internationaler Ebene sammeln zu können.
  • Die Gehälter sind im Durchschnitt niedriger im Vergleich zu großen Firmen.
  • Auch die Aufstiegschancen sind gering und wer eine höhere Position oder verantwortungsvollere Tätigkeiten anstrebt, wird den Betrieb wechseln müssen. Intern ist der Weg in die Führungsebene nur selten möglich.
  • Mitarbeiter von Firmen einer Größe mit maximal zehn Beschäftigten sind nicht durch das Kündigungsschutzgesetz geschützt. Chefs dieser Firmengröße müssen somit keine Kündigungsgründe angeben, wenn sie einen Mitarbeiter kündigen wollen.

Weiterführende Infos zum Thema:

Studie Gehaltsunterschied: 56 % verdienst Du mehr in großen Unternehmen

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