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Diese Gehaltserhöhung macht auch Ihr Chef mit

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
07.05.2013

Fällt das Wort Gehalt, denken die Meisten an die monatlichen Überweisungen aufs Konto für die getane Arbeit. Doch kann Gehalt auch in Form von Sachleistungen gewährt werden. Sachleistungen, das sind Waren, Dienstleistungen und Vergünstigungen, die der Betrieb seinen Angestellten gewährt. So könnte die Angestellte einer Bäckerei eine Gehaltserhöhung auch so erhalten, dass ihr Chef ihr gestattet, eine gewisse Menge Backwaren aus dem Sortiment des Geschäftes kostenlos zu nehmen. Diese Erzeugnisse muss sie nicht kaufen, es bleibt ihr also mehr Geld übrig.

 

 

 

 

 

Gehaltserhöhungen mittels Sachleistungen, etwa Gutscheine für Benzin, Essen oder auch günstiges Wohnen in Firmenwohnungen beziehungsweise Mietzuschuss für den Angestellten sind eine echte Win-Win-Situation für Chefs und Angestellte. Solche Sachleistung erzeugen keine Personalkosten und auch keine Steuern. So haben beide Beteiligten mehr, der Chef durch Kostenersparnis, der Angestellte durch Waren oder Dienstleistungen die er braucht und nun nicht mehr zum vollen Preis oder gar nicht mehr kaufen muss.

 

Sachleistungen als „sichere“ Gehaltserhöhung :

Da manche Personalkosten gestaffelt sind, kann eine monetäre, also in Geld stattfindende Gehaltserhöhung auf dem Lohnzettel oft unbefriedigend auswirken. Am Ende kommt nicht so viel heraus, wie der Angestellte es sich gewünscht hätte, die Steuerstaffelung kann sogar zur Folge haben, dass nach Abzug der Einkommenssteuer das Mehr an Brutto ein Weniger an Netto (spätestens wenn die Steuernachzahlung kommt) zur Folge haben. Sachleistungen hingegen haben nicht derartige Folgen.

Wenn Sie etwa im Bereich Lebensmittel arbeiten und nur noch einen Teil Ihres Einkaufes in Ihrem Betrieb bezahlen müssen, beziehungsweise einen Warenkorb zur Verfügung gestellt bekommen in dessen Wertrahmen Sie kostenlos Waren mitnehmen dürfen, hat dies noch einen weiteren Vorteil: Die Waren die Sie mitnehmen, müssen nicht billiger verkauft werden wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums oder gar gegen Kosten entsorgt werden. Für Sie senken sich auf diese Weise die Kosten für den Haushalt, die eingesparten Ausgaben bleiben in Ihrem Geldbeutel. So können Sie eine Gehaltserhöhung um zum Beispiel 100 Euro pro Monat voll nutzen, ohne dass die Steuer und Lohnnebenkosten einen guten Teil davon schlucken.

Immer mehr Chefs gewähren gerne Gehaltserhöhung durch Sachleistungen:

Gutscheine für Benzin, Kantinen, nahegelegene Gastronomiebetriebe oder ähnliches erhält Ihr Chef meist zu Sonderkonditionen. Weiterhin kann er diese Dinge als Geschäftskosten von der Steuerabsetzen, sie kosten ihn nur wenig bis gar nichts.

Das Gleiche gilt für Dienstleistungen, die Ihnen Ihr Chef entweder selbst gewährt oder ermöglicht. So kann ein Friseurmeister seiner Angestellten das Haar etwa umsonst schneiden. Sie muss die Haarpflege nicht bezahlen und dem Betriebschef entstehen keine großen zusätzlichen Kosten. Der neue Haarschnitt hätte vielleicht 30 Euro gekostet, so hat die Angestellte im Endeffekt 30 Euro mehr verdient, da sie das Geld ja nicht ausgeben musste. Auch die Überlassung von Haarpflegeprodukten umsonst oder zum Einkaufspreis kann hier als Sachleistung gewertet werden.

Viele Chefs gewähren ungern Gehaltserhöhungen auf Grund der damit mitsteigenden Lohnkosten. Es ist also keine Absage an Sie oder ein Zeichen, Ihr Chef wisse Ihre Arbeit nicht zu würdigen, wenn er eine Erhöhung der Gehaltszahlung ablehnt. Sachleistungen und Vergünstigungen für Sie, die Ihnen helfen viel Geld zu sparen, also auch als mehr Einkommen zu sehen sind hingegen, wird er lieber und wahrscheinlicher entsprechen.

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