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Gehaltszahlung – Wann muss sie auf dem Konto sein?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
29.01.2013
©GEHALT.de

Die Frage, wann das Gehalt überwiesen sein muss, wird im Arbeitsvertrag geregelt. Meist wird zum Monatsletzten beziehungsweise zum Ersten des Folgemonats gezahlt. Hier ist genau auf die Formulierung im Arbeitsvertrag zu achten. Steht dort, dass zu diesem Datum ausgezahlt wird, so muss das Gehalt spätestens drei Banktage später auf dem Konto des Arbeitnehmers sein. Banktage sind alle Werktage von Montag bis Freitag. Steht im Vertrag, dass der Arbeitnehmer zu dem fraglichen Datum das Geld erhält, so muss der Arbeitgeber so rechtzeitig überweisen, dass es spätestens zum angegebenen Datum auf dem Konto des Arbeitgebers und zu seiner Verfügung ist.

Auf die rechtzeitige Zahlung des Gehaltes kann der Arbeitnehmer bestehen. Wird die im Vertrag vereinbarte Frist vom Arbeitgeber nicht eingehalten, so ist dies ein Vertragsbruch. Gibt es einen Manteltarifvertrag, in dem der Gehaltseingang geregelt ist, so sind die Angaben im Tarifvertrag verbindlich.

Zahlungseingang hängt auch von der Bank ab:

Es ist bekannt, dass Banken unterschiedlich lange Laufzeiten von überwiesenen Geldern haben. Braucht Ihre Bank zum Verbuchen eines Zahlungseingangs aus irgendeinem Grund länger, also mehrere Tage, so ist dafür der Arbeitgeber natürlich nicht verantwortlich.

Wenn Sie Ihr Gehalt regelmäßig zu spät auf dem Konto haben lohnt es sich, einmal bei der Bank nachzufragen, wie lange Buchungsvorgänge dauern und warum dies so ist. Hier ist zu beachten, dass seit 2012 die Banklaufzeiten gesetzlich neu geregelt sind. Innerhalb Deutschlands darf eine Überweisung nur noch einen Banktag dauern. Jedoch gilt hier der Eingangszeitpunkt zu beachten. Kommt der Auftrag nachdem die Bank geschlossen hat, beginnt die Frist natürlich erst am kommenden Banktag zu laufen.

In aller Regel sind Gelder spätestens 48 Stunden nach Überweisung auf dem Zielkonto, so fern die Zahlung unter der Woche erfolgt. Für Ihren Arbeitgeber ist sein Zahlungsziel erfüllt, sobald Ihr Gehalt von seinem Konto abgebucht ist.

Und wenn das Gehalt zu spät kommt?

Grundsätzlich muss Ihr Arbeitgeber jedes Gehalt fristgerecht und vollständig an Sie überweisen. Jedoch kommt es in Monaten mit vielen Feiertagen oder auch zum Jahreswechsel oft zu Verzögerungen. Idealerweise sollte der Arbeitgeber Sie rechtzeitig darauf hinweisen, wenn es zu einer solchen Verzögerung kommt, damit Sie Ihre eigenen Verbindlichkeiten entsprechend abwickeln können. Tut er das nicht, kann er, zumindest theoretisch, für finanzielle Schäden die Ihnen entstehen, haftbar gemacht werden.

Oft ist es jedoch so, dass der Arbeitgeber, besonders wenn er schon länger in einem Betrieb arbeitet, mit solchen Abläufen und Verzögerungen vertraut ist. Es ist zu überlegen, ob man im Sinne des Arbeitsklimas geringe Verzögerungen, also solche um einen oder zwei Tage, akzeptiert. Auch in dieser Frage gilt übrigens das Gleichheitsprinzip: Wenn Ihre Kollegen zu einem bestimmten Zeitpunkt ihr Gehalt bekommen, darf der Arbeitgeber Ihr Gehalt nicht später überweisen. Abweichungen beim Eingang des Gehaltes können hier durch verschiedene Banken entstehen, doch muss das Überweisungsdatum immer das Gleiche sein.

Oft werden in Arbeitsverträgen Zeitfenster eingebaut, damit der Arbeitgeber die Möglichkeit hat, Zahlungen zu disponieren. Wenn also in Ihrem Vertrag steht „Die Gehaltszahlung erfolgt zum Ersten, spätestens jedoch zum 15. eines Monats“, so ist Ihr Arbeitgeber erst ab dem 16. des Monats im Verzug.

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