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Über 67.000 Euro im Jahr: die Gehälter nach der Ausbildung

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Kategorie: Ausbildung & Berufseinstieg
12.07.2016
©GEHALT.de

Wer steigt nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung mit hohem Gehalt in den Job ein und wer bezieht in den ersten drei Jahren trotz Bestehen der Abschlussprüfung das niedrigste Einkommen? Wir haben uns den Zeitpunkt zum Beginn des Ausbildungsjahres 2016/17 mit den Gehaltsdaten von ausgebildeten Berufsanfängern beschäftigt.

Für die Analyse haben wir 28.919 Gehaltsdaten der letzten 12 Monate ausgewertet und ermittelt, in welchen Berufen Einsteiger die höchsten und in welchen sie die niedrigsten Gehälter beziehen. Die Beschäftigten weisen eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie maximal drei Jahre Berufserfahrung auf.

Lukrative Berufe nach der Ausbildung

Die Gehälter der Top-Berufe nach der Ausbildung liegen durchschnittlich zwischen 30.000 und 36.000 Euro im Jahr. Einzig Piloten und Fluglotsen haben ein Einkommen, das deutlich darüber liegt. Mit einem Einstiegsgehalt in dieser Gehaltsspanne liegen die Berufsanfänger nicht viel weiter unter dem, was Einsteiger mit einem akademischen Abschluss verdienen. Die Top-Berufe sind sowohl von den Tätigkeiten als auch von der Branche sehr unterschiedlich.

 

Eine Übersicht über die 10 Top-Berufe nach der Ausbildung

 

Die höchsten Gehälter nach der Ausbildung 2016

Hohe Gehälter im Flugraum

Wer sich für eine Ausbildung zum Fluglotsen oder Piloten interessiert, kann sich nach Abschluss der Berufsausbildung auf die höchsten Gehälter freuen. Durchschnittlich verdienen Fluglotsen rund 67.500 Euro im Jahr, bei Piloten beträgt das Einstiegsgehalt durchschnittlich 63.000 Euro.

Die Ausbildung zum Fluglotsen erfordert neben fundierten Fachwissen eine sehr gute körperliche und geistige Fitness. Die anspruchsvolle Berufsausbildung ist für viele Abiturienten spannend, doch nur wenige schaffen letztendlich den Abschluss.

Die Berufsausbildung für Piloten ist die des Verkehrsflugzeugführers, der ein strenger Eignungstest vorausgeht, doch nach Abschluss mit hohen Einstiegsgehältern punktet. Häufig findet die Ausbildung in Kooperation mit einer Fluglinie statt. Dies ist ratsam, da hier mehr Flugstunden geleistet werden können, was sich positiv auf den Karriereaufstieg nach Abschluss auswirkt. Die Größe der Maschine sowie die geleisteten Flugstunden entscheiden darüber, ob ein ausgebildeter Pilot, Co-Pilot oder Kapitän eines Flugschiffes wird. Tatsächlich ist für den Beruf des Piloten auch ein duales Studium möglich, in welchem Studierende theoretische Grundlagen in BWL sowie ingenieurswissenschaftliche Aspekte der Luftfahrtindustrie erlernen.

Dass Fluglotsen mit einem höheren Einstiegsgehalt einsteigen als Piloten liegt insbesondere daran, dass sie direkt Verantwortung übernehmen müssen, während Piloten mit einer Berufsausbildung häufig als Co-Pilot einsteigen. Mit steigender Berufserfahrung erhöht sich aber das Gehalt des Piloten und holt das des Fluglotsen schnell ein.

 

Gut bezahlte Berufseinsteiger: Key Accounter, Finanzdienstleistung und Logistik

Der Berufsanfänger mit maximal drei Jahren Erfahrung verdient als Key Account Manager im Dienstleistungssektor durchschnittlich 39.400 Euro im Jahr. Um mit wenig Berufserfahrung in diese Position zu kommen, brauchen Absolventen eine sehr gut abgeschlossene kaufmännische Ausbildung sowie frühe berufliche Erfolge. Ein Key Account Manager kümmert sich – im Gegensatz zu einem Account Manager – um die größten und umsatzstärksten Kunden; trägt also entsprechende Verantwortung.

Berufseinsteiger erhalten nach abgeschlossener Ausbildung lukrative Gehälter in der Logistik (39.180 Euro), im Finanzdienstleistungssektor (37.100 Euro) sowie im Vertrieb (36.600 Euro). In den 20 bestbezahlten Berufen nach der Ausbildung haben wir außerdem Berufe aus dem Handwerk ermittelt: Betonbauer/-in (33.100 Euro), Bauschlosser/-in (31.400 Euro) und Tiefdrucker/-in (31.300 Euro) erhalten Einstiegsgehälter zwischen durchschnittlich 33.150 und 31.300 Euro jährlich.

Die Auswertung über die insgesamt Top-20 Berufe nach der Ausbildung können Sie in der Pressemitteilung Gehälter nach der Ausbildung: vom Mindestlohn bis zu 67.500 Euro einsehen.

 

Trotz Ausbildung: die niedrigsten Berufe nach der Ausbildung

Trotz abgeschlossener Berufsausbildung sind die Gehälter einiger Beschäftigten in den ersten Jahren gering. Die Gehaltsspanne liegt hier durchschnittlich zwischen 19.500 und 24.000 Euro jährlich. Zu den Berufen mit relativ geringen Einstiegsgehältern zählen unter anderem der Bäcker (23.500 Euro), die medizinische Schreibkraft (23.450 Euro) oder der Zahntechniker (22.000 Euro).

Zu den Geringverdienern gehören Kellner (20.600 Euro), Kosmetiker (20.100 Euro) und Friseure (19.500 Euro), die durchschnittlich ein Gehalt aufweisen, das nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt. Dieser beträgt rund 17.700 Euro im Jahr.

 

Eine Übersicht über die 10 Flop-Berufe nach der Ausbildung

 

Die niedrigsten Gehälter nach der Ausbildung 2016

In dieser Auswertung finden wir einige Berufe, die wir auch in unserer Studie zu den best- und schlechtbezahlten Berufen in Deutschland aus dem April 2016 ermittelt haben. Der Grund hierfür sind unterdurchschnittliche Gehälter, die sich auch mit mehreren Jahren Berufserfahrung seltener ausgleichen lassen. In der Auswertung aus April haben wir außerdem Gehaltsdatensätze von Beschäftigten berücksichtigt, in deren Beruf keine Ausbildung erforderlich ist wie beispielsweise die Küchenhilfe oder das Zimmermädchen/der Roomboy. Wer ein höheres Einkommen erzielen möchte, sollte sich darüber informieren, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es im jeweiligen beruflichen Umfeld gibt.

 

Gehaltserhöhung nach Weiterbildung

Eine Weiterbildung oder Qualifikation innerhalb eines bestimmten Bereiches erhöht die Chance auf dem Arbeitsmarkt und damit auch auf ein höheres Gehalt. Arbeitnehmer können dabei ihr Fachwissen anreichern oder sich gezielter spezialisieren. Beschäftigte verdienen nach bestandener Meisterprüfung rund 7.000 Euro mehr im Jahr. Je nach Branche ist auch eine höhere Gehaltssteigerung möglich. Dies ist ein Ergebnis einer Analyse zum Thema Weiterbildung aus dem Juni 2016.

Um ein höheres Gehalt zu erzielen, besteht neben einer beruflichen Neuorientierung außerdem der Schritt in die Selbstständigkeit. Dies eignet sich vor allem für Beschäftigte aus dem Dienstleistungssektor sowie für Handwerksmeister.

 

Weitere Informationen

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