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Und wofür brauch‘ ich das später mal? – Für diese Berufe braucht man Physik

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Kategorie: Berufe & Gehälter
23.05.2023
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Wer sich in der Schule bereits dafür interessiert, die Welt aus einer wissenschaftlichen Sichtweise zu verstehen und Naturgesetze zu erforschen, der denkt möglicherweise über einen Beruf in der Physik nach. Viele Schüler und Schülerinnen versuchen Physik in der Schulzeit möglichst schnell abzuwählen, obwohl Physiker und Physikerinnen auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind und zum Teil hohe Gehälter locken.

Für Physik-Interessierte gibt es nicht nur das Physik-Studium, sondern viele verschiedene Berufswege. In diesem Artikel möchten wir auf die Frage: „Für welche Berufe ist Physik wichtig?“, näher eingehen.

Was bringt Physik-Wissen?

In der Physik werden die fundamentalen Gesetze der Natur erforscht. So ist die Frage: „Wofür braucht man Physik?“, relativ leicht zu beantworten. Physik braucht man für alles. Ohne physikalisches Verständnis gäbe es weder elektronische Geräte noch Strom oder Ultraschall für die medizinische Behandlung. Kurzum: Physikwissen ermöglicht es uns Menschen, technische Innovationen zu gestalten und die Welt um uns herum besser zu verstehen.

Darüber hinaus bringt Physik uns dazu, komplexe Zusammenhänge zu entschlüsseln, Probleme zu analysieren und Lösungswege zu finden. Diese Kompetenzen sind in der Berufswelt gefragt. Wie wichtig Physik für jeden einzelnen bezogen auf die berufliche Laufbahn ist, ist selbstverständlich eine andere Frage. Es gibt viele Berufe, in denen physikalisches Wissen nicht direkt benötigt wird. Gerade für die MINT-Berufe wird hingegen ein tiefergehendes Physik-Wissen vorausgesetzt.

Für diese Berufe ist Physik wichtig

Physik ist wie Mathematik, Informatik, Chemie, Biologie und Technik ein Teil der MINT-Fächer. Fähigkeiten und Kenntnisse in diesem Bereich werden in vielen Berufen, Ausbildungen und Studiengängen gefordert. In den folgenden Berufen gehört Physik zum Alltag:

Eine Ausbildung zum*zur Physiklaborant*in ist genau für diejenigen geeignet, die praktisch veranlagt sind und lieber Versuche durchführen, als die Bücher aufzuschlagen. Sie arbeiten eng mit Physiker*innen und Physikingenieur*innen zusammen in Forschungs- und Entwicklungslaboren. Physiklaborant*innen bereiten Versuchs- und Messreihen vor, führen diese durch und werten anschließend die Ergebnisse aus. Auch physikalisch-technische-Assistent*innen sind primär in Laboren tätig und unterstützen Physiker*innen bei allen anfallenden Arbeiten. In diesen Berufen sind Arbeitnehmende tätig in:

  • Forschungseinrichtungen für angewandte Physik
  • Forschungsinstitute von Universitäten
  • Materialprüfungsämter
  • Unternehmen der chemischen Industrie
  • Unternehmen der elektronischen Industrie

 

Neben den Ausbildungen, in denen Physik im klassischen Sinn eine Rolle spielt, gibt es andere, in denen physikalische Grundlagen benötigt werden. Dazu gehören beispielsweise Elektroniker*innen und Konstruktionsmechaniker*innen im Stahl- und Metallbau, Maschinen- und Anlagenbau, Schiffbau oder Fahrzeugbau. Das grundlegende Physikwissen wird hier für die Umsetzung der fachspezifischen Tätigkeiten benötigt, beispielsweise für das Umformen oder Trennen von verschiedenen Materialien oder der Verlegung von Energie-, Kommunikations- und Hochfrequenzleitungen.

Während es in der Ausbildung eher um die praktische Anwendung physikalischer Grundlagen geht, befasst sich die Hochschulphysik mit komplexen theoretischen Zusammenhängen. In ingenieurwissenschaftlichen und technischen Studiengängen werden häufig Schnittstellen zwischen reiner Physik und anderen Fächern wie Mathematik, Informatik, Technik oder Wirtschaft gebildet. So gehören Optik, Materialwissenschaft, Energietechnik oder Mechanik in diesen Studiengängen dazu. Die theoretischen Inhalte werden häufig in praktischen Phasen des Studiums angewandt und vertieft. Im reinen Physikstudium werden primär grundlegende Konzepte und Theorien der Physik behandelt, die im Regelfall durch Laborpraktika vertieft werden.

Was machen Physiker*innen beruflich?

Für einen Beruf in der Physik steht das Physikstudium als Karrierestart weiterhin hoch im Kurs! Physik gilt als einer der schwierigsten Studiengänge, allerdings sind studierte Physiker*innen auf dem Arbeitsmarkt auch stark gefragt. Früher wurde das Physikstudium mit dem Diplom abgeschlossen. Nach der europaweiten Angleichung der Studienabschlüsse gibt es auch in der Physik die Einteilung in Bachelor und Master. Grundsätzlich gibt es für Physiker*innen bereits ab dem Bachelorabschluss gute Karrierechancen in der Wirtschaft. Dennoch entscheidet sich die Mehrheit der Studierenden mindestens für einen Masterabschluss, um als „vollwertige Physiker*innen“ wahrgenommen zu werden. Wer in der Forschung und Entwicklung tätig sein möchte, dem wird oft dazu geraten eine Promotion zu machen und den Doktortitel zu erzielen. Dies ermöglicht außerdem eine relativ freie Berufswahl und verspricht zumeist ein höheres Einstiegsgehalt.

Physik-Interessierte fragen sich: „Gibt es mit Physikabschluss nur physikbezogene Berufe?“ – Die Antwort lautet ganz klar: Nein! Viele Physiker*innen arbeiten in fachfremden Gebieten. In der freien Wirtschaft werden Physiker*innen gerne in Positionen mit Personalverantwortung eingesetzt, als Manager*in oder Abteilungsleiter*in, da sie durch ihr Studium dafür qualifiziert sind, komplexe Problemstellungen analytisch zu bewältigen.

Eine Karriere nach dem Physikstudium ist unter anderem in folgenden Bereichen möglich:

Aktuelle Jobangebote:

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Für diese Berufe wird keine Physik benötigt

Wer nach der Schule nicht in einem Physik-Beruf arbeiten möchte, der muss sich keine Sorgen machen, denn es gibt genug Alternativen in nahezu jeder Branche. Denn auch wenn Physik uns alle umgibt und zu unserem Alltag gehört, wird Physik-Wissen nur für wenige Berufe benötigt. Folgend sind einige Berufe aufgelistet, in denen Physik eher keine Rolle spielt.

Es gibt viele Berufe, in denen ein grundlegendes Verständnis der physikalischen Gesetze von Vorteil ist, beispielsweise in einigen handwerklichen Berufen. Die fachspezifischen physikalischen Kenntnisse werden in der Ausbildung gelehrt. Besonders in kreativen, sprachwissenschaftlichen oder sozialen Berufen werden dahingegen keine Physikkenntnisse benötigt. Auch in den meisten kaufmännischen und juristischen Berufen wird keine Physik angewandt.

Quellen:

jobtensor.com

e-fellows.net

academics.de

planet-beruf.de

bmwk.de

arbeitsagentur.de

ausbildung.de

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