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Wie viel Prozent von seinem Gehalt sollte man für seine Altersvorsorge anlegen?

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
11.12.2013

Dass die gesetzlichen Rentenbeiträge nicht mehr ausreichen, um im Alter seinen Lebensstandard halten zu können, ist bekannt. Was niemand so recht weiß ist, wie viel gespart werden sollte, um für das Alter vorzusorgen.

 

Wieviel Prozent vom Gehalt für Altersvorsorge

 

 

Zur Zeit sieht es so aus, dass Erwerbstätige etwa 50 bis 60 Prozent des Nettolohnes am Ende des Arbeitslebens als Rente erhalten. Man rechnet damit, dass im Jahre 2030 die Rente 55 Prozent des Nettolohns beträgt. Bis dahin werden allerdings die Sozial- und Rentenbeiträge steigen. Keine guten Aussichten, wenn man sich auf die gesetzliche Altersvorsorge verlässt. Da hilft nur, vorzubeugen und eine gewisse Summe monatlich zurückzulegen, um später gut leben zu können.

 

70 Prozent vom Nettolohn reichen für Rente aus

Experten sind der Ansicht, dass 70 Prozent des Nettolohnes ausreichen, um als Rentner seinen Lebensstandard halten zu können. Die Altersvorsorge fällt weg, in der Regel ist das Haus schuldenfrei und die Kinder haben ihre eigenen Familien gegründet. Diese 70 Prozent reichen solange aus, bis der Rentner krank wird oder Pflege benötigt. Dann kann die Rente nicht mehr die Kosten tragen. 70 Prozent sieht Professor Martin Werding als zu wenig an. Er ist der Ansicht, dass die Rente mindestens 87 Prozent des Nettolohnes betragen sollte. Und auch diese Zahl sieht er nicht als gesichert an, schließlich hängt die Endsumme vom Nettolohn des Rentners ab. Wer zuvor wenig verdient hat, wird auch mit 87 Prozent nicht zurecht kommen können. Nach seinen Berechnungen müsste ein Arbeitnehmer vom Jahrgang 1970 und einem Bruttoverdienst von 1326 Euro jeden Monat 28 Euro sparen und das 51 Jahre lang. Nur so kommt er zusammen mit der gesetzlichen Rente auf 87 Prozent.

Wie viel muss zurückgelegt werden?

Genaue Prozentzahlen können nicht gegeben werden. Lässt man beispielsweise von Versicherungen oder Banken ausrechnen, wie viel Prozent vom Gehalt für die Altersvorsorge gespart werden sollte, wird man relativ hohe Zahlen erhalten – schließlich möchten sie möglichst viel Geld von den Anlegern verdienen.
Michael Huber, Vermögenszentrum Frankfurt, hat eine Beispielrechnung mit dem Verdienst einer Friseurin vorgelegt. Ist diese Friseurin 35 Jahre alt, unverheiratet und verdient monatlich etwa 1.600 Euro, wird sie mit einer gesetzlichen Rente in Höhe von 1.040 Euro rechnen können. Damit sie diese finanzielle Lücke ausgleichen kann, müsste sie jeden Monat 13 Prozent ihres Nettolohns bei Seite legen.

Verzichten für die Rente

Am Beispiel der Friseurin wird deutlich, dass man entweder während seines Arbeitslebens auf manche Dinge verzichten muss, um später als Rentner über die Runden zu kommen. Oder man sorgt nicht für das Alter vor und verzichtet im Rentenalter auf wohltuende Dinge. Wie man es dreht und wendet, Verzicht scheint nötig zu sein.

Zur Zeit gibt es noch keine Pflicht in Deutschland, für sein Rentenalter vorzusorgen. In anderen Ländern wurde bereits die Vorsorgepflicht eingeführt. Zum Beispiel besteht diese Pflicht seit 2012 in Großbritannien. Dort legt der Arbeitnehmer ein Prozent seines Gehaltes zurück und vom Arbeitgeber kommt ebenfalls ein Prozent hinzu.

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