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Pastor / Pastorin

Pastor ist eine, in der Kirche, gebräuchliche Berufsbezeichnung für den Seelsorger. Sie wurde schon im 14. Jahrhundert als Titulierung für den Geistlichen einer Gemeinde eingeführt und kommt eigentlich von dem lateinischen Wort Pastor = Seelenhirte.


Seit der Reformation findet die Bezeichnung Pastor aber fast ausschließlich in der evangelischen Kirche Verwendung. Vor allem in Norddeutschland und im mitteldeutschen Raum wird die Bezeichnung Pastor auch für den katholischen Seelsorger verwendet. In den anderen Gebieten und in der katholischen Kirche im Allgemeinen, ist diese Berufsbezeichnung eher unüblich, da spricht man von einem Pfarrer. Und nur in der evangelischen Kirche gibt es auch Pastorinnen.

Zu den Aufgaben eines Pastors gehört in jedem Fall die Seelsorge, das heißt, er kümmert sich nicht nur um das Seelische, sondern mitunter auch um das leibliche Wohl der Gläubigen in seiner Pfarrei. Er kann zum Beispiel dafür Sorge tragen, dass Familien oder ältere Menschen in seiner Gemeinde in bestimmten Situationen Hilfe erhalten, so zum Beispiel im Krankheitsfall. Denn es ist ja oft so, dass sich gerade diese Menschen nur dem Pastor anvertrauen, und sonst niemanden. Es obliegt ihm, die heilige Messe zu lesen und zu gestalten, und er geleitet auch die Verstorbenen zur letzten Ruhe. Auch Krankenbesuche gehören zu seinen Aufgaben und in der katholischen Kirche auch die Krankensalbung. Ebenso ist der Pastor berechtigt, Kraft seines ihm von Gott verliehenen Amtes, einem Gläubigen die Beichte abzunehmen und ihm die Sünden zu erlassen.

Ein von einem Bischof beauftragter Priester, der aber nicht mit der Leitung einer Pfarrei beauftragt ist, wird in der katholischen Kirche vorwiegend in Gegenden in Norddeutschland, anstatt Pfarrer auch Pastor genannt. In einer Großpfarrei können mehrere Pastoren aber nur ein Pfarrer tätig sein. Für einen Pastor gibt es keine geregelten Arbeitszeiten, er ist eigentlich immer in Bereitschaft, um den Gläubigen gerade auch in schwierigen und / oder Notsituationen beizustehen und Trost und Segen spenden zu können.


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