Die entscheidenden Einflussgrößen auf das Gehalt


Fast alle wollen es, doch wer bekommt tatsächlich Monat für Monat ein lukratives Gehalt? Haben Gutverdienende vielfach Glück oder gibt es eher klar umrissene Kriterien, die sich positiv auf die Höhe des Gehalts auswirken? Ja, diese Kriterien können aufgestellt werden. Wer sich in den folgenden beschriebenen gehaltsabhängigen Faktoren wiederfindet, kann nicht mehr weit entfernt sein - auf seinem Weg zu mehr Gehalt.




Infografik Gehaltsfaktoren:


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Berufe im Trend:

Wer eine Neigung für Berufe hat, die im Moment als zukunftsweisend gelten, hat gleich zwei Vorteile: Man folgt nicht nur seinem Interesse, sondern kann zudem mit einem attraktiven Gehalt rechnen. Zu diesen Glückspilzen zählen Arbeitnehmer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Typische Berufsbezeichnungen auf diesem Gebiet: Ingenieure und IT- Fachleute.
Ein Ingenieur kann pro Jahr durchschnittlich bis zu 58.180 Euro verdienen. Immer noch ca. 52.438 Euro gehen auf das Konto eines Programmierers.Wer seine Begabungen woanders sieht, zum Beispiel als Kontakter, Buchhalter oder Bürokaufmann, kann sich immerhin noch über ein ungefähres Einkommen zwischen 30- und 35.000 Euro freuen. Als sehr nachgefragt und gut bezahlt gelten laut Arbeitsmarktexperten ebenso die Berufe Systemelektronik, Industriemechanik und Mechatronik.
Zwar stellen gleichfalls die Altenpflege und Berufe in der medizinischen Assistenz ein krisensicheres Feld dar, weil es immer zu besetzende Stellen geben wird. Doch muss auch die Belastung dieses Berufszweiges bedacht werden, die sich noch nicht mal monetär auswirkt. Im Schnitt 25.000 Euro können pro Jahr in diesem Segment verdient werden. Zwar nachgefragt, doch noch schlechter bezahlt, werden Callcenter - Mitarbeiter. Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 24.480 Euro sind die Verdienstaussichten hier beinahe kläglich.


Die Größe gibt den Ton an:

Laut der Unternehmensberatung PersonalMarkt beeinflusst die Größe einer Firma erheblich die Höhe des Gehalts. Wie erklären Ökonomen diesen Fakt? Arbeitnehmer verdienen in Konzernen besser, weil große Konzerne einen hohen Organisationsgrad aufweisen, also sehr gut dokumentierte Prozesse haben und daher auch insgesamt alles in vorgegebenen Bahnen abläuft. Dies wird wiederum von großen Auftraggebern und bei großen Projekten gefordert. Diese Forderung können kleine Unternehmen oft nicht erfüllen, auf keinen Fall können kleine Unternehmen große Risiken absichern, die bei großen Projekten immer eine Rolle spielen. Weil diese Anforderungen seitens der Auftraggeber gestellt werden, ist die Konkurrenz für größere Projekte automatisch begrenzt und nur große Firmen können diese Aufgaben lösen.
Bei diesen großen Projekten ist dann im Vergleich soviel mehr Geld im Spiel als bei kleinen Projekten, die auch ein 20 – Mann-Unternehmen abarbeiten kann, dass die großen Firmen in der Lage sind, erstaunlich hohe Gehälter zu zahlen.
Interessant wird die Gehaltsfrage bei einem Mitarbeiterstamm jenseits der Fünfhundert. Ab dieser Zahl ist sogar ein Mehrgehalt von bis zu 50 Prozent erzielbar. Und wenn ein Unternehmensriese auch noch mit hohen Gewinnen glänzt, klettert das Gehalt für die Mitarbeiter sogar noch höher. Doch Achtung, Ausnahmen von der Regel sind keine Seltenheit. Wer über spezielles Wissen und über gute Kontakte verfügt, kann auch in einer kleineren Firma unentbehrlich werden und aufgrund dieser besonderen Rolle ein ansprechendes Gehalt bekommen.


Dem Gehalt hinterherziehen:

Standortvorteile sollten erkannt und genutzt werden. Wer viel verdienen möchte, erfüllt sich diesen Wunsch durch die Wahl des „richtigen“ Wohnortes. Dennoch – so manche Illusionen könnten schnell wieder platzen. So bekommt zwar ein Münchener 17 Prozent mehr als der deutsche Durchschnittsarbeitnehmer, dafür muss er aber auch die besonders hohen Mietkosten von seinem Gehalt zahlen. Auch in den starken Wirtschaftsstandorten Frankfurt/Main und Stuttgart können zwar großzügige Gehälter erzielt werden, doch ebenso in diesen Metropolen, gerade in ihren Zentren, sind die Mieten exorbitant hoch. Wer sich dafür vorstellen kann, inmitten dieser Städte zu arbeiten und an ihrem Rand zu wohnen, profitiert. Im Klartext heißt das folgendes: Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt wird die Arbeitskraft in Hessen mit 10 Prozent, in Baden - Württemberg mit 9 Prozent und in Bayern mit 8 Prozent mehr bezahlt. Arbeitnehmer in Hamburg können sich noch über 7 Prozent mehr Gehalt freuen. Doch was zeichnet prosperierende Standorte aus? Ihre niedrigen Arbeitslosenquoten. Darum wird im Osten der Republik auch unterdurchschnittlich schlecht bezahlt.


Eine hohe Bildung zahlt sich aus:

Viele Gutverdiener haben sich lange auf ein Arbeitsleben mit einem ansehnlichen Einkommen vorbereitet. So sind sie deshalb auf einem hohem Gehaltsniveau angekommen, weil sie eine Menge Lernstoff und zahlreiche Prüfungen bewältigt haben. Studierte können also mit einem höheren Einkommen rechnen. Sie beziehen durchschnittlich über 20.000 € mehr Geld im Jahr als diejenigen, die nur über einen schulischen Abschluss oder eine Ausbildung verfügen. Doch auch unter den Hochschulabsolventen gibt es feine Gehaltsunterschiede. Wer einen Master oder einen Diplom-Uni-Abschluss vorzuweisen hat, erlangt durchschnittlich rund 12 Prozent mehr als ein Absolvent mit einem Bachelor oder einem FH - Diplom.
Und wie gestalten sich die Gehaltsaussichten bei den Nichtakademikern? Differenziert. Denn allein mit dem Abschluss der zehnten Klasse kann sogar ein Durchschnittsgehalt von 32.838 Euro erwartet werden. Bei Abschluss einer Lehre steigt das Einkommen besonders dann, wenn einem gefragten Beruf nachgegangen wird. Handwerker, die mehr verdienen möchten, sollten zusätzlich einen Meistertitel erwerben. Ihr Gehaltsband erstreckt sich daraufhin auf durchschnittlich 41.155 Euro. Meister stehen damit finanziell besser als Abiturienten dar.


Floriende Branchen:

Topverdienste werden in der Pharma- und Luftfahrtindustrie und in Banken, Unternehmensberatung oder Telekommunikation mit Durchschnittsgehältern zwischen 54.865 und 61.038 Euro erzielt. Banken und Finanzdienstleister haben den Ruf gute Gehälter zu zahlen.


Erfahrung wird prämiert:

Wer sich in seinem Metier besser auskennt, sollte anspruchsvollere Aufgaben im Arbeitsleben wahrnehmen, um damit die Gehaltstreppe nach oben zu steigen. Gelingt in der Firma jedoch kein qualitativer Aufgabenwechsel, sollte eine höhere Position in einem anderen Unternehmen angestrebt werden.
Sorgfältig angesammelte Berufserfahrung und ein höheres Alter führen nicht von selbst in die nächst höhere Gehaltsklasse. Wer den nächsten Karriereschritt wenig engagiert angeht, verbleibt eher in der Nähe seines vertrauten Gehaltsniveaus. Die eigene Berufserfahrung sollte als einmalig anerkannt werden und immer wieder als Sprungbrett für neue Herausforderungen dienen. Natürlich kann man auch jahrelang die gleiche Position im Unternehmen bekleiden und trotzdem nach und nach mehr verdienen. Doch nur auf die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und auf seine herkömmlichen Aufgaben im Unternehmen zu setzen, kann schiefgehen. Gerade in wirtschaftlich ungünstigen Zeiten sind automatische Gehaltserhöhungen nur aufgrund des fortgeschrittenen Alters eher die Ausnahme.
Die erste Gehaltsverhandlung beim Einstieg ins Unternehmen stellt die wichtigste dar, weil Gehaltszuwächse in höhere Dimensionen immer auch auf Basis des bestehenden Gehalts gesehen werden. Wer also schon zu Anfang gut verhandelt hat, wird dafür immer wieder belohnt. Das Alter allein verhilft auch dann nicht zu einem schwereren Geldbeutel, wenn immer wieder die verschiedensten Berufe neu angefangen werden – in diesen Fällen bleibt man trotz wachsender Lebenserfahrung doch ein beruflicher Anfänger. Für ein vorzeigbares Gehalt ist es darum eher zu empfehlen, Berufserfahrung über Jahre hinweg im gleichen Umfeld zu sammeln.


Führungsverantwortung bringt mehr Geld:

Es ist kein Geheimnis – Führungsverantwortung trägt zu einem höheren Einkommen bei. Dabei reicht es schon, wenige Menschen zu führen. Sogar eine Führungskraft, die Personalverantwortung für ein bis drei Mitarbeiter trägt, kann bis zu 75 Prozent mehr als die eigenen Mitarbeiter verdienen. Wer für über einhundert Mitarbeiter sorgt, entdeckt am Monatsende bis zu 190 Prozent mehr Gehalt auf seinem Kontoauszug.
Wenn Sie also ein hohes Gehalt anstreben, dann achten Sie darauf, dass Sie möglichst viele der hier genannten Einflussgrößen für sich nutzen können.


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