Karriere - Ratgeber und Lexikon
Ergebnisse verbessern - jetzt Ort hinzufügen!
  • Ort hinzufügen

Zeugnissprache im Arbeitszeugnis

Wer im Angestelltenverhältnis tätig ist, unterliegt im Allgemeinen der Beurteilung durch seine Vorgesetzten. Der tägliche Austausch über das Verhalten, die Leistungsanforderungen und Erfüllung der Dienstpflichten des Arbeitnehmers bestimmen den Arbeitsalltag.

Funktioniert dieser Austausch reibungslos, so ist die Grundlage für ein beiderseitig befriedigendes Arbeitsverhältnis rasch gelegt. Manchmal gibt es aber auch – wie damals in der Schule – leistungsbezogene Noten, oder sogar ein vollständiges Arbeitszeugnis. Die Benotungsskala orientiert sich dabei eher weniger an dem aus der Schule bekannten System von eins bis sechs, sondern der Beurteilende bedient sich mehr einer ganz eigentümlichen Zeugnissprache in ausformulierten Sätzen, um das Verhalten des Mitarbeiters zu beurteilen.

Der gesetzliche Anspruch nämlich lautet: ein Arbeitszeugnis darf das weitere Fortkommen des Arbeitnehmers ohne triftigen Grund nicht erschweren. Formulierungen im Arbeitszeugnis dürfen nicht hinterlistig oder doppeldeutig sein, sondern die Zeugnissprache muss klar und eindeutig beschreiben. Was gehört alles ins Arbeitszeugnis? Im einfachsten Falle Angaben über die Art und Dauer der Tätigkeit.

Wo war der Arbeitnehmer eingesetzt? Welche Aufgaben hat er erfüllt? Welche Verantwortungsbereiche wurden ihm übertragen? Wann begann das Arbeitsverhältnis, wann endete es? Bis dahin werden an die Zeugnissprache eines Arbeitszeugnisses noch wenige Ansprüche gestellt, denn es geht um die Beschreibung einfacher Daten. Gehaltvoller muss die Zeugnissprache werden, wenn es um die eigentlich wesentlichen Details im qualifizierten Teil des Arbeitszeugnisses geht, nämlich Verhalten und Leistungen des Arbeitnehmers. Jetzt geht es ins Eingemachte! War der Arbeitnehmer pünktlich, teamfähig, kollegial, freundlich im Umgang mit Kollegen und Kunden? Wie waren seine fachlichen Leistungen?

War er den Anforderungen des Arbeitgebers gewachsen? Hat er seine Aufgaben mit Eifer wahrgenommen? Wie war sein Verhalten in Konfliktsituationen? Konnte er mit Fehlern anderer umgehen, und vor allem, wie stand er zu seinen eigenen Fehlern? Wie klappte es mit Vorgesetzten und Untergebenen, konnte er sich in Hierarchien und Kompetenzen zurechtfinden und einordnen? Und gerade in Vertrauenspositionen wichtig: wie stand es um seine Ehrlichkeit?

Verdienen Sie genug?

Vergleichen Sie jetzt kostenlos und anonym Ihr Gehalt.

Jetzt Gehalt vergleichen
Wir verwenden Cookies, damit Sie den besten Service genießen können. Details ansehen