Karriere - Ratgeber und Lexikon

Ostdeutschland holt auf

Aufgeholt in Sachen Verdienst hat vor allem der Osten. Durchweg ist das Gehaltsniveau in Ostdeutschland gestiegen, doch davon profitieren nicht alle Regionen gleichermaßen. Auch hier gibt es ein Nord-Süd-Gefälle. Vor allem Dresden und Leipzig konnten in den vergangenen Jahren aufholen.


Der Grund: In beiden sächsischen Regionen haben sich kleine, aber wachsende Industriezentren, wie Automobilbau in Leipzig oder Halbleiterindustrie in Dresden, herausgebildet - mit positivem Einfluss auf das Vergütungsniveau dort. Die Gehaltsunterschiede zwischen West und Ost bestehen dennoch weiter. Wer als Grafiker im ‚falschen’ Bundesland arbeitet, muss mit bis zu 10.000 Euro jährlich weniger rechnen. So liegt das durchschnittliche Jahresbruttogehalt eines angestellten Grafikers in München bei knapp 37.000 Euro, in Brandenburg dagegen sind es 25.500 Euro. Was liegt da näher als ein Umzug, wenn der Arbeitsmarkt es hergibt? Als Frank Peters* eine besser dotierte Position im österreichischen Klagenfurt angeboten wurde, zögerte der Elektronikingenieur aus Hamburg. "Meinen Lebensmittelpunkt aufgeben, das kam für mich nicht in Frage", erzählt er. Die Alternative: ein Pendlerleben mit Vielfliegerstatus. Am Sonntagabend geht es für Peters jetzt nach Klagenfurt, am Freitag spät zurück nach Hamburg. Mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmer in Deutschland, nämlich 37 Prozent, würde laut einer aktuellen Studie der Online-Jobbörse Stellenanzeigen.de einen Ortswechsel in Kauf nehmen - allerdings nur für den Traumjob. Und für den würden 18 Prozent aller Befragten auch Abstriche beim Gehalt machen.

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