Karriere - Ratgeber und Lexikon
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Fordern trotz Krise?

Wer gute Arbeit leistet, sollte dafür Anerkennung bekommen - trotz Arbeitslosenschwemme und Konjunkturflaute. Sonst bleibt irgendwann die Motivation auf der Strecke – in Krisenzeiten genauso wie in Boomzeiten.


Doch auch in dieser Situation empfiehlt sich zunächst einmal eine realistische Einschätzung der eigenen Entlohnung. Wenn Sie beispielsweise in der Gehaltsspanne relativ weit unten liegen und dennoch viel leisten, kann das auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten ein gutes Argument für mehr Geld sein. Wenn Sie in der Gehaltsspanne relativ weit oben liegen, dann müssen Sie schon mit besonderen Leistungen aufwarten, um mehr Geld herausholen zu können. Wer aber Überdurchschnittliches leistet, vielleicht auch gerade deshalb, weil Sie durch die Kürzung von Stellen im Unternehmen oder in der Abteilung deutlich mehr zu tun haben als bisher, hat kann dafür natürlich auch mehr Geld verlangen. Viele Arbeitnehmer trauen sich nicht, mehr zu fordern, weil sie Angst haben, ihren Job zu gefährden. Doch das Gegenteil ist oft der Fall: Denn gerade in Krisenzeiten brauchen Firmen gute Mitarbeiter. Krisenzeiten können sogar ideal sein, um zu zeigen, was in einem steckt. Zeigen Sie Ihrem Chef doch mal, dass Sie gerade in Krisenzeiten zu vollem Einsatz bereit sind. Vereinbaren Sie beispielsweise mit Ihrem Chef Prämien auf das Gehalt, die nach gemeinsam definierten Kriterien von Leistung und Erfolg abhängen. So signalisieren Sie dem Vorgesetzten ihre Bereitschaft zum Tragen eines Risikos und zeigen sich damit als äußerst unternehmerisch denkender Mitarbeiter. Wer vom Arbeitgeber in schlechten Zeiten mehr Geld möchte, hat vor allem auch dann gute Chancen, wenn er nicht nur schnöde an eine rein monetäre Gehaltserhöhung denkt. In solchen Zeiten kommen vor allem steuerfreie- oder begünstigte Extras wie Kilometergeld, die Übernahme der Handyrechnung oder einmalige Prämien beim Chef gut an. Denn viele dieser Extras sind für beide Seiten von Vorteil (siehe auch "Mehr Geld durch steuerfreie Extras"). Ein bisschen Gespür für die Situation des Unternehmens schadet allerdings nicht. Wenn der Insolvenzverwalter bereits übers Gelände läuft, ist eine Gehaltserhöhung wahrscheinlich doch eher unrealistisch.

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