Karriere - Ratgeber und Lexikon

Ziele motivieren

In der Motivationspsychologie nimmt das Ziel eine zentrale Stellung ein, denn Ziele können motivieren. Ziele geben dem Handeln eine Richtung. Ziele unterstützen die Unterscheidung von Wichtigem und Unwichtigem und lenken die Energie auf die gewünschten Prioritäten.


Menschen geben ihrem Handeln durch Zielsetzung eine Richtung und sind laut Erkenntnissen der Motivationspsychologie glücklicher und erfolgreicher in ihrem Leben. Interessant wird es, wenn das Nichterreichen, teilweise Erfüllen oder das Übertreffen von Zielen Auswirkungen auf die Höhe des Gehalts hat. Da diese Bezahlung, im Gegensatz zum Grundgehalt, nicht fest zugesagt ist, wird der variablen Entlohnung die höchste Motivationswirkung zugesprochen. Wie hoch die Anreizwirkung variabler Gehaltsaspekte wirklich ist, ist allerdings umstritten.

Die Meinungen gehen hier erheblich auseinander: Prämien als Leistungsanreiz - das gleiche der Karotte, die das Pferd von seinem Reiter mit einer Rute vorgehalten bekommt, kritisiert Personalexperte und Buchautor Reinhard Sprenger. Der Bonus sei nichts anderes als ein "Misstrauensabschlag", der auf dem Verdacht des Unternehmers gründe: "Wenn ich nicht die Möglichkeit habe, dir Geld vorzuenthalten, arbeitest du nicht voll." Auf die Beschäftigten wirke dieses Prinzip mit Sicherheit nicht motivierend, glaubt Sprenger. Diese Betrachtungsweise lässt allerdings außer Acht, dass ein Unternehmen einen Bonus unter Umständen erst dann zahlen kann, wenn es die wirtschaftliche Lage überhaupt erst ermöglicht. Und natürlich muss es dem Unternehmen erlaubt sein, zwischen guter und schlechter Leistung zu differenzieren.

Dennoch bestätigen Wissenschaftler, dass die Aussicht auf einen Bonus nicht jeden Mitarbeiter zusätzlich motiviert. Innerlich ("intrinsisch") motivierte Mitarbeiter, für die die Freude an der Tätigkeit im Vordergrund steht, lassen sich durch Boni nicht immer zusätzlich motivieren. Die intrinsische Motivation kann durch eine Prämie sogar untergraben werden, meint Bruno Frey, Professor für Volkswirtschaft an der Universität Zürich in Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Belohnung verdränge den Sinn - Psychologen sprechen vom "Verdrängungseffekt".

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