Gehaltsspanne: Dokumentar/-in in Deutschland

 
3.518 €
3.923 €
4.375 €
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50%
25%
  • 3.923 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 3.518 € (Unteres Quartil) und 4.375 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Dokumentar/-in

 

Dokumentare bzw. Dokumentarinnen sind Fachleute für die Erfassung und Vermittlung von Wissen. Sie recherchieren Informationen und bereiten diese zielgruppenorientiert auf. Sie bauen aus verschiedenen Datenbanken mithilfe von Content-Management-Systemen (CMS) eigene Informationssysteme auf und pflegen diese.

Der Beruf des Dokumentars weist große Überschneidungen mit dem des Informationsmanagers bzw. der Informationsmanagerin auf.

 
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Jobangebote für Dokumentar/-in

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Recherche und Programmierung – die Aufgaben eines Dokumentars

Die Grundlage der Arbeit eines Dokumentars ist die Beschaffung von Informationen. In der Phase der Informationsgewinnung, den sogenannten Retrievals, recherchieren die Dokumentare in Datenbanken, in Nachschlagewerken oder in Fachliteratur. Häufig nutzen sie auch kostenpflichtige Spezialdatenbanken oder führen Gespräche mit Experten durch. Die Informationsquellen, welche sowohl Printmedien als auch Audiodateien und Filmmaterial darstellen können, bearbeiten die Dokumentare formal nach festgelegten Regeln. Anschließend verfasst der Dokumentar Abstracts und erstellt Thesauri. Diese Wortschatzsammlungen muss er regelmäßig aktualisieren. Aus den herausgearbeiteten Informationen baut der Dokumentar eigene Systeme auf. Die Pflege von konventionellen Datenbanken sowie von digitalen Informationsplattformen ist wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. Dazu gehört die Vernichtung von Daten unter Beachtung von datenschutzrechtlichen Vorschriften.

Außerdem muss der Dokumentar stets die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe beachten und die Übersichtlichkeit seiner Informationsbestände sicherstellen. Hierzu wertet er Statistiken über den Informationsbedarf der Nutzer aus und führt Qualitätsprüfungen durch. Informationsmanagement heißt nicht nur, die Informationen nutzergerecht aufzubereiten, sondern auch die eigene Arbeit zu vermarkten, indem Newsletter und Mailinglisten betrieben werden.

Wissenschaftliche Dokumentare unterstützen bei der Recherche für wissenschaftliche Fragestellungen. Sie arbeiten mit Fachpublikationen und erschließen diese.

Dokumentare in der wissenschaftlichen Forschung entwickeln neue Informationsnetze und Dokumentationstechniken. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichen sie in Fachpublikationen. Als Dozenten veranstalten sie Vorlesungen und Seminare und nehmen Prüfungen ab.

Zusätzlich zur Arbeit mit dem Text kommen organisatorische Aufgaben hinzu. Um sich Zugang zu Informationsquellen zu schaffen, schließen Dokumentare Verträge mit Informationsdienstleistern ab. Auch die Kommunikation mit den eigenen Kunden ist wichtig, um auf individuelle Ansprüche Rücksicht nehmen zu können. Dokumentare müssen zudem immer über die aktuellen dokumentationsrechtlichen Grundlagen und Verwaltungsrichtlinien informiert sein. Als Führungskräfte arbeiten Dokumentare im Projektmanagement, organisieren den Einsatz von Personal und vereinbaren Termine.

Meist arbeiten Dokumentare mit technischen Hilfsmitteln. Daher ist es notwendig, gute Kenntnisse im Umgang mit dem Internet, Content-Management-Systemen und anderen Programmen zu haben, um spezialisierte Anwendungen programmieren zu können.

Mögliche Einsatzorte von Dokumentarinnen

Dokumentarinnen finden eine Anstellung in Archiven, Bibliotheken, Presseagenturen und Verlagen. Bei Rundfunkanstalten arbeiten sie hauptsächlich mit Ton- und Filmmaterial. Außerdem können sie für den Helpdesk von verschiedenen Herstellern arbeiten und dort Informationen verwalten.

Einen weiteren Arbeitgeber stellen öffentliche Einrichtungen wie Regierungen und Ministerien dar. Auch Verbände, Gewerkschaften und Organisationen benötigen die Arbeit einer Dokumentarin. Es gibt Beschäftigungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen:

Es besteht zudem die Möglichkeit, sich als Dokumentarin im Dienstleistungssektor selbstständig zu machen.

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Gehälter nach Bundesland: Dokumentar/-in
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 4.108 €
Bayern: 4.009 €
Berlin: 3.783 €
Brandenburg: 3.450 €
Bremen: 3.838 €
Hamburg: 4.043 €
Hessen: 4.080 €
Mecklenburg-Vorpommern: 3.373 €
Niedersachsen: 3.747 €
Nordrhein-Westfalen: 3.938 €
Rheinland-Pfalz: 3.885 €
Saarland: 3.810 €
Sachsen: 3.461 €
Sachsen-Anhalt: 3.422 €
Schleswig-Holstein: 3.706 €
Thüringen: 3.457 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Aus- und Weiterbildung

Um als Dokumentarin in den Beruf einsteigen zu können, ist in der Regel ein Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft Voraussetzung. Das Studium vermittelt Kenntnisse in der Recherche, Vermittlung und Speicherung von Informationen sowie Medienkompetenz. Weiterbildungsmöglichkeiten bieten folgende Bereiche:

  • Digitalisierung
  • Informationsmanagement
  • Digitale Geisteswissenschaften/Computerphilologie

Für Führungspositionen und eigenständige wissenschaftliche Arbeiten wird meist ein Masterstudium oder eine Promotion vorausgesetzt.

Besondere Fähigkeiten eines Dokumentars

Für den Beruf des Dokumentars sind neben einem hervorragenden Textverständnis auch IT-Kenntnisse von großer Bedeutung. Dokumentare weisen eine gut strukturierte Arbeitsweise auf und können für umfangreiche Informationsbestände mit viel Kreativität neue Dokumentationssysteme entwickeln. Bei der Zusammenarbeit mit Kunden beweisen Dokumentare Kommunikationsfähigkeit und gehen serviceorientiert auf spezielle Anforderungen ein.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
3.925 €
 
7–9 Jahre
3.693 €
 
3–6 Jahre
3.636 €
 
< 3 Jahre
3.594 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
4.647 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
4.398 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
4.013 €
 
< 100 Mitarbeiter
3.498 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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