Karriere - Ratgeber und Lexikon

Tantiemen

Tantiemen sind eine Sonderform der Provision in Kapitalgesellschaften. Vorstand/Geschäftsführung, Aufsichtsrat oder leitende Angestellte werden so am Unternehmenserfolg beteiligt.

Eine leistungs- oder erfolgsorientierte variable Bezahlung hat sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen Vorteile.

Vorteile der variablen Vergütung für Unternehmen

Unternehmen versuchen, das unternehmerische Engagement ihrer Mitarbeiter zu stärken: Wer neben seinen eigentlichen Aufgaben weitere außergewöhnliche Leistungen erbringt, beispielsweise ein Projekt wesentlich schneller oder kostengünstiger voranbringt als vorgesehen, wird mit zusätzlichen Prämien belohnt.

Gleichzeitig erhofft sich die Firmenleitung durch einen verstärkten internen Wettbewerb mehr Effizienz und schafft Anreize für eine höhere Leistung ihrer Mitarbeiter.

Für Unternehmen hat es außerdem den Vorteil, dass es für überdurchschnittlich begabte und qualifizierte Mitarbeiter attraktiver wird. Bei dem zu erwartenden Fachkräftemangel kann dies einen Wettbewerbsvorteil bedeuten.

Die variable Vergütung lässt eine Senkung der Personalkosten in wirtschaftlich schlechten Zeiten zu, ohne dass Entlassungen durchgeführt werden müssen.

Die Leistungsträger im Unternehmen können dadurch besser identifiziert werden.

Vorteile der variablen Vergütung für Mitarbeiter:

  • Wer mehr leistet, bekommt auch mehr Geld.
  • Arbeitnehmer können so zu einem Teil selbst bestimmen, welche Höhe ihr Gehalt erreicht.
  • Auch in Krisenzeiten ist die variable Vergütung ein interessantes Element im Gehaltspoker.

Umfragen zeigen, dass viele Arbeitnehmer immer noch die Sicherheit eines Festgehalts bevorzugen – selbst wenn sie am Jahresende eventuell weniger in der Lohntüte haben als mit einer guten Provision. Der Spatz in der Hand - also das Grundgehalt plus eventuelle tarifliche Zusatzleistungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld - ist vielen Mitarbeitern häufig lieber als die Taube auf dem Dach - also erfolgsabhängige Vergütungsteile. Andere Arbeitnehmer gehen davon aus, dass sie durch eine leistungsgerechtere Bezahlung letztlich mehr verdienen würden als bisher. Denn auch das gibt es immer wieder: Arbeitnehmer, die der Meinung sind, dass sie mehr leisten, als ihr Gehalt zeigt. Ein solches Unverhältnis kann vor allem durch variable Gehaltsbestandteile aufgefangen werden. Skepsis herrscht allerdings bei der Beurteilung der Leistung, so glauben fast 40 Prozent der Arbeitnehmer, dass eine objektive und ehrliche Bewertung der erbrachten Leistung nicht möglich ist. Und hier liegt tatsächlich der größte Knackpunkt in der Vereinbarung variabler Gehaltsbestandteile. In vielen Bereichen sind eine Definition von Zielen und die Bewertung der Zielerreichung bzw. des Erfolgs schwer objektiv mess- und damit nachvollziehbar. Und noch etwas: Nicht jeder Angestellte erhält den ihm zustehenden Bonus auch ausgezahlt. Denn für die Zielerreichung stellen Unternehmen oft nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung. Angenommen, alle Mitarbeiter erfüllen ihre Ziele bis zum Jahresende, hätte das Unternehmen nur drei Viertel der auszuzahlenden Summe parat. Untern Strich sind also viele Bonussysteme darauf ausgelegt, dass der Durchschnitt der erreichten Mitarbeiterziele bei 75 Prozent liegt. Hinterfragen Sie daher immer, ob die variablen Gehaltsbestandteile in Ihrem Gehalt nach oben hin offen oder bei einer bestimmten Summe gedeckelt sind. Das gilt vor allem für diejenigen, die einen hohen Anteil an Variablen haben.

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