Karriere - Ratgeber und Lexikon

Gehaltsverzicht

Ein Gehaltsverzicht setzt grundlegende Dinge voraus, denn dem Gehaltsempfänger entstehen dadurch finanzielle Nachteile. In bestimmten wirtschaftlichen Situationen kann der Arbeitnehmer einen Gehaltsverzicht akzeptieren, wenn er so vielleicht zur Erhaltung von Arbeitsplätzen in dem Unternehmen beitragen kann. Allerdings darf so ein Gehaltsverzicht auch nicht die finanziellen Belange des Arbeitnehmers einschneiden.


Dieser muss auch in einem solchen Fall in der Lage sein, seinen finanziellen Verpflichtungen wie Lebensunterhalt und Wohnung nach zu kommen. Was widerum voraus setzt, dass eine gesicherte Rücklage bei dem Arbeitnehmer vorhanden ist. Denkbar ist auch ein Gehaltsverzicht bei Kurzarbeit, damit im Unternehmen trotzdem weitergearbeitet werden kann. Eine solcher Gehaltsverzicht ist dann allerdings eine Verhandlungssache. In Zeiten, in denen das Unternehmen wieder positive Bilanzen vorweisen und erwirtschaftet hat, sollte dieser erbrachte Gehaltsverzicht zu Gunsten des Arbeitnehmers aufgerechnet werden.

Ein Gehaltsverzicht kann aber auch seitens des Arbeitnehmers beantragt werden. Wenn dieser, aus welchen Gründen auch immer, mehr Urlaub oder Freizeit benötigt, als ihm im Unternehmen zusteht. Somit kann er dies eventuell durch einen von ihm beantragten Gehaltsverzicht erwirken. Er kann dann vorübergehend von der Arbeit freigestellt werden, aber allerdings ohne jegliche Art von Bezahlung. Er muss auch selbst dafür Sorge tragen, dass er Beiträge zu einer Krankenkasse und nach Möglichkeit auch in die Rentenkasse entrichtet. Eine solche Regelung setzt aber immer voraus, dass trotzdem noch genügend Kapital zur Lebenshaltung zur Verfügung steht und er auf Grund des Gehaltsverzichtes nicht auf finanzielle Hilfen des Staates angewiesen ist.

Eine weitere Möglichkeit für einen Gehaltsverzicht kann sich durch die zur Verfügungsstellung eines Darlehens seitens des Unternehmers an den Arbeitnehmer ergeben. Der Arbeitnehmer erhält von dem Arbeitgeber einen Kredit und zahlt nicht in monatlichen Raten, wie beispielsweise bei einer Bank üblich, sondern er verzichtet dafür auf einen Teil seines Gehaltes. Auch das kann sicher für den Arbeitnehmer nur eine kurzfristige Lösung sein, die aber trotzdem eine längerfristige Bindung an das Unternehmen zur Folge hat, zumindest so lange, bis der Kredit zurückbezahlt oder abgelöst wurde.

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