Was verdient eigentlich ein …?

Anästhesie und Intensivpflege – Brancheninformationen

Die Anästhesie bezeichnet ein medizinisches Verfahren. Dabei führt diese Maßnahme zu einem Zustand der Empfindungslosigkeit im Zuge eines operativen oder diagnostischen Eingriffs bei einem Patienten. Als medizinische Fachdisziplin gehört die Anästhesie zur Anästhesiologie. Darunter fallen weitere Teilbereiche wie die Schmerztherapie und die Intensivmedizin.

In Deutschland gilt ein Facharztstandard. Das heißt, die Durchführung der Anästhesie obliegt ausschließlich einem Facharzt für Anästhesiologie. Nicht fachliche Kollegen in diesem Gebiet nennen sich Anästhesisten. Sie führen die Anästhesie unter Aufsicht eines Oberarztes durch. Im Regelfall stehen dem Anästhesisten Fachpflegekräfte für Anästhesie- und Intensivmedizin zur Seite. In beiden Disziplinen verfügt dieses Fachpersonal über eine anerkannte Weiterbildung.

Intensivpflege und Berufe in diesem Beschäftigungsfeld

Überall wo die Intensivmedizin zum Einsatz kommt, benötigen die Patienten eine Intensivpflege. Als Teilgebiet der Krankenpflege liegt der Tätigkeitsschwerpunkt der Intensivpflege auf der Intensivstation. Die Notwendigkeit dieser Pflege besteht darin, gestörte oder ausgefallene Organfunktionen in einem bestimmten Zeitraum zu überwachen, zu unterstützen oder zu ersetzen. Dies geschieht, bis der Patient im Idealfall diese Funktionen wieder von sich aus übernimmt. Beispiele für beeinträchtigte Organfunktionen stellen fehlerhafte Herz-, Lungen- oder Nierenfunktionen dar. Die Intensivpflege findet in der anästhesiologischen, neurologischen, internistischen und chirurgischen Medizin Anwendung. Dabei bindet sie sich allerdings nicht an ein klinisches Umfeld. Für die häusliche Pflege gibt es diverse, im Normalfall private Anbieter ambulanter Intensivpflege. Diese überwachen beispielsweise die Heimbeatmung. Weitere Arbeitsbereiche der Intensivpflege stellen die Wundversorgung des Patienten, Körperpflege des Kranken oder die Sterbehilfe dar.

Ein typisches Berufsbild in der Rubrik Intensivpflege findet sich in der Fachkrankenschwester oder dem Fachpfleger für Intensivpflege und Anästhesie. Patienten pflegen sie eigenständig oder betreuen sie mitverantwortlich in Aufwach- oder intensiv-medizinischen Stationen. Speziell in der Anästhesie bereiten sie die Narkose vor und assistieren dem Anästhesisten. Hauptsächlich arbeiten Fachkrankenschwestern in diesem Berufszweig in Krankenhäusern oder Rehabilitationskliniken. Auch Gesundheitszentren, Facharzt- und Zahnarztpraxen kommen als Arbeitsplatz infrage. In der häuslichen Pflege stehen Tätigkeiten in Pflegestützpunkten, Altenheimen oder als ambulanter Pflegedienst im Mittelpunkt.

Die Ausbildung einer Pflegefachkraft erfolgt durch eine landesrechtlich geregelte Weiterbildung im Gesundheitswesen. Staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtungen für Gesundheitsberufe bieten diese an. In Teilzeit oder im Blockunterricht dauert diese Weiterbildung zwei bis drei Jahre. Die Abschlussbezeichnungen variieren in einigen Fällen in den verschiedenen Bundesländern. Nach bestandener Abschlussprüfung liegen die Kernkompetenzen der Fachkrankenpfleger und -schwestern in den Bereichen Krankenpflege, Patientenbetreuung und Anästhesiologie. Weitere Arbeitsmöglichkeiten zeigen sich in Verwaltungstätigkeiten, in der Pharmakologie oder im Qualitätsmanagement.

Ausbildung und Berufe im Bereich Anästhesie

In der Anästhesie existiert eine Vielzahl von Arbeitsmöglichkeiten. Der Facharzt für Anästhesiologie erscheint als bekanntestes Beispiel. Er führt bei Patienten vor einem operativen Eingriff die Narkosen durch und hält während der Operation die vitalen Funktionen aufrecht. Die Betätigung in Facharztpraxen, Krankenhäusern und Gesundheitszentren besteht als Möglichkeit. Weiterhin beschäftigen sich Fachärzte für Anästhesiologie in der Forschung oder in der Lehre.

Die Aus- und Weiterbildungen regeln die Landesärztekammern. Sie erfolgen an Universitäts- und Hochschulkliniken sowie in anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung. Unter Umständen übernehmen niedergelassene Ärzte in ihren Praxen diese Seminare. In Deutschland dauert die Weiterbildung zum Facharzt mindestens fünf Jahre. In dieser Zeit erlernen angehende Anästhesiologen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Intensiv- und Notfallmedizin und in der Schmerztherapie. Darüber hinausgehende Qualifikationen erreichen Interessenten durch entsprechende Zusatzweiterbildungen. Nach einer bestandenen Prüfung, die die Landesärztekammer ausschließlich nach Abschluss aller Weiterbildungskurse genehmigt, erscheint die Abschlussbezeichnung Facharzt für Anästhesiologie.

Einen weiteren Beruf bildet die Tätigkeit als Anästhesietechnischer Assistent. Diese wirken bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge von Narkosen mit. Anästhesietechnische Assistenten arbeiten in Krankenhäusern, ambulanten Operationszentren und Facharztpraxen. Eine solche Beschäftigung erreichen Interessenten durch eine schulische Ausbildung, die die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) regelt. Diese Ausbildung findet an Berufsfachschulen statt und umfasst eine Dauer von mindestens drei Jahren.

Gehalt in den Bereichen Anästhesie und Intensivpflege

Der Verdienst bei Fachärzten für Anästhesiologie orientiert sich an der Berufserfahrung des Beschäftigten und der Unternehmensgröße des Arbeitgebers. Frauen erhalten im Schnitt jährlich 56.800 Euro, während Männer 69.000 Euro verdienen. Bei den Fachärzten variiert das Entgelt dem Alter der Mitarbeiter entsprechend. Mit dreißig Jahren verdienen sie im Durchschnitt 48.100 Euro. Der Lohn ab dem vierzigsten Lebensjahr liegt durchschnittlich bei 68.000 bis 78.600 Euro. Mit fünfzig Jahren steigt das Gehalt eines Facharztes auf bis zu 111.600 Euro pro Jahr. Die Einstiegsgehälter bei kleinen Unternehmen liegen bei 60.000 Euro. Betriebe, die bis zu 1.000 Mitarbeiter beschäftigen, zahlen Fachärzten im Schnitt 65.000 Euro Einstiegsgehalt. Der Verdienst in großen Unternehmen erhöht sich auf bis zu 78.000 Euro jährlich.

In der Intensivpflege zeigt sich der Lohn bundeslandabhängig. Fachkrankenschwestern verdienen in Sachsen und Thüringen durchschnittlich 20.400 Euro im Jahr. In Hessen und Hamburg steigen die Verdienste auf bis zu 29.800 Euro jährlich. Die Stadt München zahlt Intensivpflege-Fachkräften ein Gehalt von bis zu 36.700 Euro jährlich.

Branchen von A bis Z

Verdienen Sie genug?

Vergleichen Sie jetzt kostenlos und anonym Ihr Gehalt.

Jetzt Gehalt vergleichen
Gehalt.detrust-pilot trustsiegel