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Getränkeindustrie, Getränkehandel – Brancheninformationen

Die Getränkebranche umfasst sowohl Herstellung als auch Vertrieb. Betriebe jeder Größe sind in diesem Wirtschaftszweig vertreten und nationale und internationale Betriebe arbeiten hier zusammen.

Für jeden Geschmack und jeden Anlass gibt es das richtige Getränk. Lieferservices und solche, die mobile Schankanlagen zur Verfügung stellen, bilden einen wichtigen Zweig in der Branche. Auch Fachleute für Wein, sowie Winzer und Brauer sind hier mit einzuordnen.

Verschiedene Getränke und verschiedene Produzenten:

Mineralwässer und Erfrischungsgetränke werden meist in großen Anlagen produziert. Dazu wird das Wasser zunächst aus speziellen Brunnen mit hochwertigem Wasser gepumpt. Das Wasser wird gereinigt und gefiltert und dann mit Kohlensäure und eventuell Geschmacksstoffen versetzt. Für den Zusatz der Stoffe werden spezielle Anlagen benötigt. Die Hersteller dieser Mischanlagen gehören zur Getränkebranche, denn sie stellen die Produktionsmittel bereit.

Biere werden gebraut. Hierzu müssen die Rohstoffe, also Hopfen und Gerste, angebaut werden. Viele landwirtschaftliche Betriebe haben sich auf die Produktion für Brauanlagen spezialisiert. Auch diese Betriebe können als zur Branche gehörig gesehen werden. Gerstenmalz entsteht durch Röstung. Manche Brauereien rösten ihren Malz selber, andere beziehen ihn von entsprechenden Herstellern. Der Biersud muss in speziellen Kesseln bereitet werden. Natürlich kann man Betriebe, die Braukessel herstellen zumindest teilweise der Getränkebranche zuordnen.

Eine der wichtigen Erzeugnisse Deutschlands ist der Wein. Winzer und deren Genossenschaften gibt es in sämtlichen Weinanbaugebieten in unserem Land. Zum Teil wird die Arbeit im Weinberg, also das Pflanzen, Pflegen und Lesen (Ernten) der Trauben bis heute von Hand ausgeführt. Die Winzer, ihre Mitarbeiter im Berg und im Vertrieb bilden einen wichtigen Teil der Branche. Das Keltern des Weines findet, je nach Größe des Betriebes, auf dem Weingut oder in der Genossenschaft statt. Keltereien gehören ebenso zum Weinbaubetrieb, wie der Vertrieb des Weines.

Abfüllanlagen bringen die Getränke in die Flasche:

Für diese Anlagen gelten hohe Auflagen aus dem Lebensmittelrecht. Sie müssen so gebaut sein, dass die Erzeugnisse, die durch sie in Flaschen, Dosen oder Fässer gelangen, auf keinen Fall verschmutzt werden. Auch müssen die Behältnisse gereinigt und nach der Befüllung etikettiert werden. Manche Getränkehersteller haben ihre eigenen Abfüllanlagen, doch gibt es auch Betriebe, die sich auf das Abfüllen von Getränken spezialisiert haben. Sowohl die Abfüller selber als auch Betriebe, die die Anlagen herstellen, aufbauen und warten, gehören zur Branche.

Von der Abfüllanlage gehen die Erzeugnisse zu den Kunden. Hier gibt es gleich mehrere Vertriebswege. Getränkemärkte bieten zum Teil einen Lieferservice mit an. In allen Fällen sind sie auf den Vertrieb von Erfrischungsgetränken, Weinen, Bieren und auch Spirituosen spezialisiert. So bieten sie auch Beratung an, wenn es etwa um die Ausstattung einer Feierlichkeit geht. Manche Getränkemärkte bieten zusätzlich mobile Schankanlagen und Bestuhlung zur Miete an. Auch dieser Service gehört zu den Angeboten der Branche, denn der Bereich Getränke hat viele Überschneidungen mit der Gastronomie. So kann man auch spezielle Gaststätten, wie Weinlokale oder Ausschänke zur Branche hinzu rechnen.

Schließlich gehören auch die Betriebe, die Pfandflaschen sammeln und zur Neubefüllung vorbereiten, zum Wirtschaftszweig. So werden die Flaschen, deren Hersteller ebenfalls in der Branche tätig sind, optimal genutzt. Vermutlich ist dies eine der ältesten und auch bekanntesten Formen der Rohstoffschonung.

Getränkeeinzelhandel

Der Getränkeeinzelhandel ist in einem Verband als eingetragener Verein organisiert. Über 10.000 Getränkemärkte existieren in Deutschland, über 6.000 davon sind im genannten Verband erfasst. Allein diese Verbandsmitglieder erwirtschaften jährlich etwa vier Milliarden Euro Umsatz. Von den rund 7000 Getränke-Abholmärkte des Getränkefachgroßhandels sind ebenfalls einige im Verband des Deutschen Getränkeeinzelhandels e. V. Mitglieder.

Die Aufgaben des Getränkeeinzelhandels bestehen darin, mit konkretem Fachwissen Getränkte aller Art richtig zu lagern und zu kühlen, Kunden kompetent zu beraten und darin, private Haushalte sowie Betriebe und Büros mit Getränken zu versorgen. Viele Getränkeeinzelhändler sind darauf spezialisiert, Firmen, Kantinen, gastronomische Betriebe, Vereine oder auch Catering-Anbieter zu beliefern. Dazu haben sie häufig einen eigenen kleinen Fuhrpark. Andere Händler wiederum setzen auf Kunden, die ihren Bedarf abholen, oder auf die Belieferung von Privatkunden, die reihum in vereinbarten Zeitabständen abgefahren werden.

Ein weiteres mögliches Standbein für Getränkeeinzel- und -fachhändler ist eine Art Party-Service. Kunden erhalten dabei nicht nur eine Bedarfs-Beratung, sie können auch vorhandene Ausrüstung ausleihen und zu verschiedenen Anlässen buchen: Kühlvorrichtungen, Schankwagen und Schankanlagen, Pavillons, Spülmaschinen für Gläser, Biertischgarnituren, Stehtische, Sonnenschirme, Bierkrüge und alle Arten von Gläsern. Diese werden angeliefert und nach dem jeweiligen Event auch wieder abgeholt. Viele Getränkeeinzelhändler bieten Abholmöglichkeiten inklusive Parkplatz für ihre Kunden an und haben, bei entsprechender Lagerfläche, auch eine Vielfalt an Getränken, wie Mineralwasser, Säfte, Limonaden Biere, Weine zur Auswahl. In anderen Fällen beschränkt sich das Angebot auf die Produktion der nächsten regionalen Hersteller oder Brauereien. Im Getränkeeinzelhandel schließen sich viele Anbieter Unternehmensketten an und nutzen gemeinsam eine übergreifende Logistik. Einige Betriebe spezialisieren sich, beispielsweise auf Wein.

Wer im Getränkefachhandel einkauft, erspart sich mittlerweile einige Verwirrung. Denn der Verband des Deutschen Getränkeeinzelhandels e. V. organisiert diverse Projekte in Punkto Mehrweg-Flaschen gemeinsam mit dem Bundesverband mittelständischer Privatbrauereien und der Deutschen Umwelthilfe. Das Thema ist hochbrisant: Etwa eine Million Tonnen CO2 könnte durch eine konsequente Nutzung von Mehrwegflaschen bei den gängigen „Alltagsgetränken“ eingespart werden – ein deutlicher Beitrag zum Klimaschutz. Auch Rohstoffe und Müll würden durch die bis zu 60ig-malige Wiederbefüllung von Mehrwegflaschen in großen Mengen eingespart: Bis zu 500.000 Tonnen Kunststoff werden alljährlich allein für Einweg-Getränkeverpackungen verwendet.

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