Was verdient eigentlich ein …?

Getränkeeinzelhandel – Brancheninformationen

Der Getränkeeinzelhandel ist in einem Verband als eingetragener Verein organisiert. Über 10.000 Getränkemärkte existieren in Deutschland, über 6.000 davon sind im genannten Verband erfasst. Allein diese Verbandsmitglieder erwirtschaften jährlich etwa vier Milliarden Euro Umsatz. Von den rund 7000 Getränke-Abholmärkte des Getränkefachgroßhandels sind ebenfalls einige im Verband des Deutschen Getränkeeinzelhandels e. V. Mitglieder.

Die Aufgaben des Getränkeeinzelhandels bestehen darin, mit konkretem Fachwissen Getränkte aller Art richtig zu lagern und zu kühlen, Kunden kompetent zu beraten und darin, private Haushalte sowie Betriebe und Büros mit Getränken zu versorgen. Viele Getränkeeinzelhändler sind darauf spezialisiert, Firmen, Kantinen, gastronomische Betriebe, Vereine oder auch Catering-Anbieter zu beliefern. Dazu haben sie häufig einen eigenen kleinen Fuhrpark. Andere Händler wiederum setzen auf Kunden, die ihren Bedarf abholen, oder auf die Belieferung von Privatkunden, die reihum in vereinbarten Zeitabständen abgefahren werden.

Ein weiteres mögliches Standbein für Getränkeeinzel- und -fachhändler ist eine Art Party-Service. Kunden erhalten dabei nicht nur eine Bedarfs-Beratung, sie können auch vorhandene Ausrüstung ausleihen und zu verschiedenen Anlässen buchen: Kühlvorrichtungen, Schankwagen und Schankanlagen, Pavillons, Spülmaschinen für Gläser, Biertischgarnituren, Stehtische, Sonnenschirme, Bierkrüge und alle Arten von Gläsern. Diese werden angeliefert und nach dem jeweiligen Event auch wieder abgeholt. Viele Getränkeeinzelhändler bieten Abholmöglichkeiten inklusive Parkplatz für ihre Kunden an und haben, bei entsprechender Lagerfläche, auch eine Vielfalt an Getränken, wie Mineralwasser, Säfte, Limonaden Biere, Weine zur Auswahl. In anderen Fällen beschränkt sich das Angebot auf die Produktion der nächsten regionalen Hersteller oder Brauereien. Im Getränkeeinzelhandel schließen sich viele Anbieter Unternehmensketten an und nutzen gemeinsam eine übergreifende Logistik. Einige Betriebe spezialisieren sich, beispielsweise auf Wein.

Wer im Getränkefachhandel einkauft, erspart sich mittlerweile einige Verwirrung. Denn der Verband des Deutschen Getränkeeinzelhandels e. V. organisiert diverse Projekte in Punkto Mehrweg-Flaschen gemeinsam mit dem Bundesverband mittelständischer Privatbrauereien und der Deutschen Umwelthilfe. Das Thema ist hochbrisant: Etwa eine Million Tonnen CO2 könnte durch eine konsequente Nutzung von Mehrwegflaschen bei den gängigen „Alltagsgetränken“ eingespart werden – ein deutlicher Beitrag zum Klimaschutz. Auch Rohstoffe und Müll würden durch die bis zu 60ig-malige Wiederbefüllung von Mehrwegflaschen in großen Mengen eingespart: Bis zu 500.000 Tonnen Kunststoff werden alljährlich allein für Einweg-Getränkeverpackungen verwendet.

Das Problem bei der konsequenten Umsetzung des Mehrweg-Prinzips: Bislang konnte noch keine eindeutige, verbindliche Kennzeichnung von Mehrweg- gegenüber Einwegflaschen durchgesetzt werden. Die genannten Verbände bemühen sich nun verstärkt darum, nachdem bei einer Umfrage über die Hälfte der Verbraucher sagten, häufig Ein- und Mehrwegbehälter gar nicht unterscheiden zu können. Die uneinheitlichen Kennzeichnungen sind nicht nur verwirrend, sondern obendrein auch nicht sehr verkaufsförderlich. Eine verbindliche gesetzliche Regelung über die Kennzeichnung besteht nicht. Wer sich seine Getränke nach Hause liefern lässt oder regelmäßig leere Mehrwegflaschen im Getränkeeinzelhandel vor Ort austauscht, betreibt damit aktiven Umweltschutz und erhält zudem eindeutig Auskunft über das, was er kauft.

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