Was verdient eigentlich ein …?

Kleidung – Brancheninformationen

Kleidung ist neben Nahrung ein Grundversorgungsmittel der Menschen. Getreu dem Motto "Kleider machen Leute", steht schon lange nicht mehr der praktische Nutzen im Vordergrund. Die meisten Menschen machen sich Gedanken über die Auswahl ihrer Kleidung und den Stil, den sie repräsentieren möchten. Mode und Marken stehen dabei häufig im Vordergrund. Die Textilindustrie ist einer der wichtigsten und umsatzstärksten Wirtschaftszweige überhaupt. In Deutschland hat die Bekleidungsindustrie knapp 130.000 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von rund 28 Milliarden Euro. Die Sparte "Herstellung technischer Textilien", für beispielsweise Schutzanzüge oder Zelte, konnte in den letzten Jahren sogar ein Wachstum verzeichnen. Allerdings sind die Produktionsprozesse stark globalisiert und die Fertigung selbst findet längst nicht mehr in Europa statt. Die Betriebe richten sich international aus und verlagern ihre Produktionsstätten nach Asien und Osteuropa. Jedoch sind einige der größten und bekanntesten Hersteller in Deutschland und Europa ansässig.

In der Textil- und Bekleidungsindustrie gibt es viele Wege, sich beruflich zu verwirklichen. Heutzutage ist es nicht mehr üblich, diese beiden Kategorien getrennt voneinander zu betrachten. Anzumerken ist jedoch, dass vor allem technische Stoffe auch im Einsatz für Automobile, Militär, Raumfahrt und Flugzeugtechnik wiederzufinden sind. Somit bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in kreativen, technischen als auch handwerklichen Bereichen an. Wer sich gerne kreativ und handwerklich ausleben möchte, für den bieten sich Berufe wie Modenäher, Hutmacher oder Weber an. In einer zweijährigen Ausbildung zum Modenäher erlernt der Auszubildende alles über Stoffe und die Fertigung von Kleidung. Die Arbeit erfolgt anschließend beispielsweise in Änderungsschneidereien. Eine Fortbildung zum Modeschneider ist im Nachhinein möglich.

Der Produktgestalter ist ebenfalls für den kreativen Arbeitsbereich zuständig. Mittels Grafiksoftware und handgezeichneten Skizzen entwirft er Muster und setzt diese in Entwürfe um. Zeichnerisches Geschick sowie ein ausgeprägtes Interesse für Mode sind für die dreijährige Ausbildung Voraussetzung. Diese Ausbildungen sind ein gutes Fundament für ein Studium in Modedesign. Um die Zulassung für ein Studium zu erhalten, fordern die Universitäten meist künstlerische Arbeitsproben. Zudem ist die Anzahl an Bewerbern in der Regel weit über der Anzahl der zu vergebenen Studienplätze. Nach insgesamt zehn Semestern Regelstudienzeit ist der Abschluss "Master of Arts" erreicht.

Um Textilien und damit Kleidung zu verkaufen und zu vermarkten, bedarf es an Kaufleuten. Eine klassische dreijährige Ausbildung zum Kaufmann ebnet den Weg für betriebswirtschaftliches Verständnis und kommunikatives Verhandlungsgeschick. Mit der Möglichkeit, sich zum Einkäufer fortzubilden, lässt sich das Aufgabenfeld auf die Beschaffung von Waren erweitern. Hierbei sind ein Gespür für aktuelle Trends und die Fähigkeit, Kunden zu analysieren, besonders wichtig. Für den technischen Bereich und die Bedienung von Maschinen sind vor allem Textilproduktionsmechaniker notwendig. Diese sorgen für das Funktionieren sämtlicher Maschinen. Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist der technische Konfektionär. Er trägt die Verantwortung für die Verarbeitung und den Zuschnitt der Materialien. Da in Deutschland vor allem die Forschung im Textilbereich eine hohe Bedeutung hat, bietet sich hier eine Tätigkeit als Textillaborant an. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und der Auszubildende bekommt sämtliches Wissen über die Veredlung von Textilien und Qualitätsprüfungen vermittelt. Ein anschließendes Studium oder der Aufstieg zur Laborleitung sind mögliche Karrierewege.

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