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Konfektionierung – Brancheninformationen

Konfektionierung ist ursprünglich ein Begriff aus der Textilindustrie. Der Konfektionär ist hier einer, der an der Musterentwicklung, der Überwachung der Zuschnitte bis zur Verpackung des fertigen Kleidungsstückes beteiligt ist. Der Begriff bezieht sich allerdings schon lange nicht mehr nur auf die Bemessung und Verpackung zur Endauslieferung in der Textilindustrie. Er ist inzwischen in so gut wie alle Produktionsbranchen eingegangen. Mit der Konfektionierung stellt der Hersteller sicher, dass das Endprodukt in genormter und standardisierter Art und Weise beim Endkunden ankommt. Die Verwendung des Begriffs erstreckt sich also von der Textilindustrie über die Pharmaindustrie zur Automobilbranche.

Sogenannte Konfektionsbetriebe entstanden innerhalb der Textilindustrie zuerst in Frankreich und England im 18. Jahrhundert. Seit Mitte des 19. Jahrhundert wendeten die Textilhersteller die Konfektion durch leistungsfähigere Gerätschaften an. Zuerst gab es genormte Webstühle, dann Nähmaschinen und Zuschneidemaschinen. Heutzutage geschieht die Herstellung von Kleidung über genormte Maße und Größen, sogenannte Konfektionsgrößen. Die Produktion ist arbeitsteilig organisiert. Damit am Ende ein vollständiges Kleidungsstück den Hersteller zum Endkunden verlässt, sind Konfektionäre vonnöten. Sie koordinieren und kontrollieren, fertigen Modelle und Schnitte an.

In anderen Branchen bedeutet Konfektionierung, dass der Hersteller die Ware dafür bereit macht, dass er sie an den Endkunden ausliefert. Sie geschieht entweder im gleichen Unternehmen oder als Arbeitsauslagerung bei einem Konfektionierungsanbieter. Dieser verpackt und verarbeitet die Ware so, dass ein weiterer Subunternehmer oder das Unternehmen selbst sie ausliefert. Dabei trennen die Mitarbeiter die Teilmengen der Lieferungen voneinander nach Art und Menge des Produkts ab. Wie in der Textilbranche, beinhaltet Konfektionierung auch in anderen Branchen das Zusammenstellen einzelner Elemente zu einem Gesamtprodukt. Zum Konfektionierungsvorgang zählen auch das Umpacken, das neue Kombinieren und das Reinigen der Ware. Dann folgt die Verpackung der Ware, sodass diese unbeschadet beim Endverbraucher ankommt.

Vor der Verpackung sind Einzelteile zu etikettieren. Jeder Bestandteil der Auslieferung ist kenntlich zu machen. Es erfolgt das Banderolieren der Teilmengen der Ware, sodass Einzelteile nach Sorte zusammen im Paket verstaut sind. Letztendlich verpacken Mitarbeiter die Ware und stellen ein entsprechendes Label aus. Der Konfektionierungsvorgang ist derjenige, welcher bei einheimischen Firmen im Inland geschieht. Aufgrund arbeitsteiliger Herstellungsprozesse ist es lohnenswert, die Herstellung teilweise ins Ausland zu verlagern. Die ausländischen Standorte senden dann die Einzelteile an den Standort im Inland, der für den Konfektionierungsprozess zuständig ist. Hier kommen alle notwendigen Bestandteile in der gewünschten Ordnung zusammen und lassen sich zu dem Endprodukt vereinigen.

Mitarbeiter in der Endfertigung haben nicht notwendigerweise eine spezielle Ausbildung durchlaufen. Wichtig ist dennoch die Erfahrung in diesem Bereich. Dabei ist zu beachten, dass der Konfektionierungsprozess von Sparte zu Sparte unterschiedlich aussieht. Eine Ausbildung in dem Bereich, in den der Mitarbeiter sich dann später integrieren möchte, ist demnach von Vorteil. Weiterhin bedeutsam sind die Voraussetzungen der Fingerfertigkeit, der Genauigkeit und des guten Sehvermögens. In diesem Bereich der Endfertigung kommt es darauf an, dass alles nach Vorschrift geschieht. Nur so halten Mitarbeiter die vorgeschriebenen Standards ein.

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