Was verdient eigentlich ein …?

Mode – Brancheninformationen

Gemeinhin wird mit dem Begriff Mode die Kleidermode benannt. Das Wort stammt aus dem Französischen und bezeichnet Dinge, die zu einer gewissen Zeit von einer Gruppe als gesellschaftliche Norm betrachtet wird. Dass sich ausgerechnet ein französischer Begriff allgemein durchgesetzt hat. Denn spätestens ab dem Sonnenkönig Ludwig XIV. war der französische Hof Trendsetter für alle anderen europäischen Adelshäuser. Diese führende Rolle im Bereich der Mode hatte Frankreich bis weit ins 19. Jahrhundert hinein.

Charakteristisch für Mode ist ihre relative Schnelllebigkeit. Denn in der nächsten Modeseason sind mit Sicherheit andere Farben, Formen, Muster und Schnitte angesagt, als in der vorangegangenen. Allerdings verschwinden besonders beliebte Kleidungsstücke nicht für immer in der Versenkung. Der Minirock beispielsweise hat seit seiner Erfindung in den 1960er Jahren schon mehrere Revivals erlebt.

Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Mode zu einer Branche, die sich rasant wandelte. Modetrends gab es auch in den Jahrhunderten zuvor. Allerdings waren diese Trends über einen längeren Zeitraum hinweg angesagt. Denn Kleidungsstücke wurden von Hand gefertigt und waren damit entsprechend teuer. Erst im Zuge der Industriellen Revolution konnten Kleidungsstücke maschinell hergestellt werden und sanken entsprechend im Preis. Der mechanische Webstuhl, mit dem Stoffe gewebt wurden, gilt sogar als einer der ersten Meilensteine auf dem Weg zur industriellen Gesellschaft.

Nachdem Kleidungsstücke nun auch für die breite Masse erschwinglich waren, zeigten sich auch die Modemacher experimentierfreudiger. Beispielsweise brachen Paul Poiret und Coco Chanel mit modischen Traditionen, indem sie die ersten Kleider kreierten, die ohne Korsett getragen werden konnten. Nachdem sich bereits in den 1930er Jahren mit den Arbeiten der italienisch-französischen Modeschöpferin Elsa Schiaparelli der Trend abzeichnete, dass die Mode freizügiger wurde, schlug die große Stunde der Kreativen schließlich nach den kargen Nachkriegsjahren in den 1950ern. Die jungen Rebellen des US-amerikanischen Kinos wie Marlon Brando und James Dean etwa machten den "Bauarbeiter-Look" Jeans und T-Shirt salonfähig. Im darauf folgenden Jahrzehnt schlug sich die sexuelle Revolution auch in der Mode nieder, als Miniröcke und Hot Pants kreiert wurden.

Wer selbst Mode machen möchte, muss sein Handwerk im Rahmen einer Schneiderlehre zunächst von der Pieke auf lernen. Anschließend kann er ein Studium im Modedesign anschließen, wo er die Gestaltung und das Entwerfen von Mode lernt. Dieser Studiengang wird in Deutschland entweder im Hauptfach oder im Rahmen einer Designausbildung an nahezu 80 Hoch-, Fachhoch-, Berufsfach- und Kunsthochschulen unterrichtet.

Vermarktet werden die neuen Kollektionen üblicherweise von Modefotografen, welche die Kleidungsstücke mit Models ins beste Licht rücken. Als Deutschlands wichtigste Modestadt gilt übrigens Düsseldorf, wo mit der Idego der wichtigste deutsche Veranstalter für Modemessen sitzt.

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