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Wann wird der Mindestlohn erhöht? Und wer ist dafür zuständig?

Seit Januar 2015 ist das Mindestlohngesetz in Kraft getreten. Es wurde erschaffen, um Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen angemessene Arbeitsbedingungen zu ermöglich. Das Gesetz regelt die Vorgaben für einen flächendeckenden Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro brutto je Zeitstunde.

Ab wann wird der Mindestlohn erhöht?

Alle zwei Jahre wird eine Mindestlohnkommission zu den Tarifverhandlungen über die Anpassung des Mindestlohns beraten. Die Kommission besteht aus Vertreter/innen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie Sachverständigen aus der Wissenschaft. Im Anschluss befindet die Bundesregierung darüber, ob sie den gefundenen Kompromiss per Rechtsverordnung in Kraft setzt. Die Kommission wird zum ersten Mal im Jahr 2016 zusammen kommen und über die Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Januar 2017 beraten. Für die Zeitungszusteller werden die 8,50 Euro aber erst nach der Übergangsfrist ab 2018 umgesetzt. In den Branchen, in denen allgemeinverbindlich Tarifverträge gelten, gilt der Mindestlohn über 8,50 Euro erst ab dem Jahr 2018. Die Arbeitgeber sollen sich Schritt für Schritt auf höhere Löhne einstellen können. Laut dem Bundesarbeitsministerium möchte zum Beispiel auch die Taxibranche noch einen Tarifvertrag abschließen, sodass auch in diesem Bereich erst ab Januar 2017 8,50 Euro gezahlt werden muss.

Wird die Arbeitslosigkeit durch die Erhöhung des Mindestlohns steigen?

Laut dem Bundesarbeitsministerium: Nein. In Deutschland existieren jetzt schon 16 Branchen mit einem Mindestlohn. Viele davon wurden in ihrer Wirkung genauer untersucht, mit dem Ergebnis , dass keine Arbeitsplätze vernichtet werden. Und auch die Erfahrungen aus dem Ausland haben gezeigt, dass Mindestlöhne keine Arbeitsplätze kosten. Untergehen werden allerdings Unternehmen, die allein aufgrund von Mindestlöhnen gegründet wurden. Damit durch den Mindestlohn aber keine Stellen vernichtet werden, sind gute Kontrollen wichtig. Unternehmen, die den Mindestlohn nicht zahlen, haben enorme Wettbewerbsvorteile, was wiederum die Unternehmen in die Pleite treibt, welche die 8,50 Euro bezahlen.

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Wie Arbeitgeber beim Mindestlohn tricksen

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