Was verdient eigentlich ein …?

Autozulieferer – Brancheninformationen

Henry Ford war es, der im Jahre 1908 mit seinem Modell T, der Thin Lizzy, das erste Automobil für die breite Masse auf die Straßen der USA brachte. Seine Devise lautete damals noch; alles aus einer Hand. Er wollte schlicht für alle Teile seiner Autos selbst die Fertigung übernehmen und nichts aus der Hand geben. Schon damals ging diese Devise nicht immer auf. In unserer modernen Zeit, in der ein Auto aus Abertausenden unterschiedlichen Teilen besteht, ist dieser Ansatz kaum mehr vorstellbar.

Heute werden viele Teile, von der Schraube bis hin zu ganzen Baugruppen außerhalb der Automobilschmieden gefertigt. Autozulieferer übernehmen mehr und mehr diese Aufgabe. Beispielsweise werden komplette Armaturenbretter heute vielfach außer Haus vorgefertigt und einbaufertig an die Hersteller der Fahrzeuge geliefert. In diesem Zuge kommen auch sehr viele Innovationen aus der Zulieferindustrie. Viele der Zulieferer erbringen heute auch Leistungen aus den Bereichen Produktion und auch Entwicklung. Sowohl in Sachen Arbeitskräfte als auch im Bereich der Wertschöpfung eines Autos liegen heute etwa 78 Prozent bei den Zulieferern, während die Automobilindustrie in diesen Punkten nur noch 22 Prozent aufbringt.

Auch wenn die Teile an einem Auto heute schon zu überwiegenden Teilen aus der Zulieferindustrie kommen, stehen diese doch heftig unter Druck. In dieser Branche machen sich die Faktoren und Probleme des globalen Wettbewerbs besonders bemerkbar. Auch der Kostendruck seitens der Automobilhersteller macht der Branche schwer zu schaffen. Viele der Zulieferunternehmen konzentrieren sich deshalb. Die Folge; die Zahl der einzelnen Zulieferunternehmen nimmt ab. Doch selbst die Großen in der Branche blieben vor allem von der Absatzkrise der Autoindustrie nicht verschont und mussten viele Stellen abbauen. Mittlerweile hat sich diese Lage wieder etwas entspannt, auch wenn es für viele noch immer schwierig ist, mit der Konkurrenz auf dem internationalen Markt Schritt zu halten.

Trotz all dieser Probleme, mit denen die Autozulieferer zu kämpfen haben, sie sind und bleiben die wohl wichtigste Branche für den Automobilbau. Die Berufsbilder darin sind so vielschichtig wie die Teile, die sie entwickeln, fertigen und den Herstellern für die Endmontage zur Verfügung stellen. Sowohl die Metall verarbeitende Industrie kann von Aufträgen der Hersteller profitieren als auch Firmen, die Kunststoffverarbeitung anbieten oder elektrische oder elektronische Komponenten liefern. Durch die Forcierung des Elektroautos können sich auch in Zukunft noch weitere Betätigungsfelder für die Zulieferbetriebe ergeben. Sowohl in der Forschung und Entwicklung als auch in der Produktion, beispielsweise von Akkus oder anderen Komponenten, die so in Auto bislang nicht verbaut wurden.

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