Was verdient eigentlich ein …?
Ergebnisse verbessern
- jetzt Ort hinzufügen!

Interior – Brancheninformationen

Unter Interior versteht man die Innenarchitektur sowie die Gesamtheit der Inneneinrichtung. Dazu gehören Wand- und Fensterdekorationen wie Farben, Tapeten, Wandbehänge, -teppiche und -tattoos, Gardinen und Vorhänge sowie die Möbel. Um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, müssen all diese Komponenten von der Farbe und dem Design harmonisch aufeinander abgestimmt sein. Die Innenraumgestaltung bezieht sich nicht nur auf Gebäude wie Wohnhäuser, Bürokomplexe, Hotels und Krankenhäuser, sondern auch auf die Räumlichkeiten in Verkehrsmitteln wie Bahnen, Busse, Flugzeuge und Fahrgastschiffe.

So wie die Mode allgemein, ist auch das Interior einem ständigen Wandel unterworfen. Waren Dekoration und Mobiliar noch vor wenigen Jahrzehnten mit reichem Zierwerk versehen, überwiegt heute ein meist schlichtes Design mit glatten Flächen, insbesondere im kommerziellen Sektor. Sowohl in öffentlichen wie auch in privat genutzten Räumen sollte das Interior zum Baustil und zur Innenarchitektur passen. Im Wohnbereich gewinnt der als Retro-Look bekannte Stil der 60er- und 70er-Jahre wieder zunehmend an Bedeutung.

Sowohl im Wohnbereich als auch am Arbeitsplatz muss das Interior das geistige und seelische Wohlbefinden des Menschen positiv unterstützen. Daher spielt auch die Auswahl der richtigen Materialien und Farben eine große Rolle. Bekanntlich haben Farben einen enormen Einfluss auf die Psyche des Menschen, sodass deren Auswahl mit Bedacht erfolgen sollte. Seit einigen Jahren halten Methoden aus Fernost wie Feng-Shui auch in kommerziellen Einrichtungen wie Praxen und Großraumbüros verstärkt Einzug. Feng-Shui soll nach alten Überlieferungen die Lebensenergie des Menschen aktivieren und somit Körper, Geist und Seele in Einklang bringen.

Die richtige Gestaltung von Räumlichkeiten und die Auswahl der dazu passenden Inneneinrichtung verlangt vor allem ein hohes Maß an Kreativität. Daher sind die Berufe Innenarchitekt, Dekorateur bzw. Raumausstatter sowie Polsterer anerkannte Lehrberufe, für die eine reguläre Berufsausbildung erforderlich ist. Ihre Aufgabe besteht nicht nur in der Auswahl der Inneneinrichtung entsprechend der gegebenen Räumlichkeiten und Wünschen des Kunden, sondern auch im Verlegen von textilen und plastischen Fußbodenbelägen, die Gestaltung der Wände mit Tapeten, Wandteppichen oder -bespannungen, die Planung und Umsetzung der Fensterdekoration einschließlich des Sonnenschutzes sowie der Polsterung von Möbeln. Neben Kreativität und handwerklichem Geschick verlangen insbesondere Bodenverlege- und Polsterarbeiten eine hohe physische Belastbarkeit.

Ständige Bau- und Modernisierungsmaßnahmen erfordern immer häufiger den Einsatz qualifizierter Innenarchitekten und Raumausstatter, sodass auch in den kommenden Jahren mit einer guten Auftragslage in dieser Branche gerechnet werden kann. Die Bandbreite an potenziellen Kunden ist breit gefächert und reicht vom Mieter oder Wohnungseigentümer über den Bauherrn eines Einfamilienhauses bis hin zu Unternehmen wie Banken, Institutionen oder Behörden. Ebenso umfang- und abwechslungsreich ist auch das Aufgabengebiet – von der Einrichtung einer Wohnung bis zu einem Großraumbüro ist nahezu alles vertreten.

Die Ausbildung zum Raumausstatter dauert drei Jahre und schließt mit einer Gesellenprüfung ab. Danach kann eine Qualifikation zum Meister oder auch ein Fachhochschulstudium, beispielsweise zum Innenarchitekten absolviert werden. Nach erfolgreicher Prüfung bestehen nicht nur gute Aussichten auf eine unbefristete Anstellung in einem Unternehmen, die oftmals mit einem attraktiven Entgelt verbunden sind, sondern auch der Weg in die Selbstständigkeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Branchen von A bis Z

Verdienen Sie genug?

Vergleichen Sie jetzt kostenlos und anonym Ihr Gehalt.

Jetzt Gehalt vergleichen
Gehalt.detrust-pilot trustsiegel
Wir verwenden Cookies, damit Sie den besten Service genießen können. Details ansehen