Was verdient eigentlich ein …?

Limousine – Brancheninformationen

Limousine beschreibt grundsätzlich ein Automobil mit Platz für vier bis sechs Leute und einem festen, geschlossenen Dach. Der Begriff entstammt dem französischen Wort Limousin und bezeichnete früher einen besonders luxuriösen Kutschentyp. Zu Beginn der Automobilindustrie bezog sich der Begriff auf Fahrzeuge mit einer Windschutzscheibe und geschlossener Karosserie. Allerdings hatten frühe Modelle nicht alle Türen, geschweige denn Fenster. Erst zu Zeiten der Industrialisierung glichen sich die Formen und Bauweisen der Automobile denen unserer Zeit an. Anfang der neunziger Jahre kamen unterschiedliche Bezeichnungen wie Stufenheck-, sowie Schräghecklimousine hinzu. Diese implementierten Bauweisen mit zwei bis vier oder sechs bis fünf Türen. Die heutige "Stretchlimo" erblickte 1928 erstmals in Arkansas das Licht der Welt. Sie wurde damals als Bandfahrzeug zum Transport von Mitgliedern und Instrumenten verwendet.

Heutzutage zählt eine Stretchlimousine weltweit als Statusobjekt und gilt als besonders komfortabel. Die Einsatzgebiete sind vor allem im Staatsdienst oder als Luxustaxi vorzufinden. Wohlhabende Persönlichkeiten lassen sich sprichwörtlich in den eigenen vier Wänden kutschieren. Enthusiastische Handwerker sind in der Lage sämtliche Fahrzeugtypen auf Überlänge zu strecken. Somit gibt es auf Kuba gestreckte "Lada-Taxis" oder in Amerika verlängerte Versionen eines Hummers, teils mit Jacuzzi an Bord, was vor allem bei der Hollywoodprominenz beliebt ist. Der Rekord der bisher längsten Limousine liegt bei 30,5 Metern. Ein Hubschrauberlandeplatz sowie ein Swimmingpool mit Sprungbrett gehören dabei zur Grundausstattung. Staatslimousinen sind etwas schlichter, bieten aber mindestens genau so viel technische Finesse. Zum Schutz vor terroristischen Bedrohungen gehören explosionssichere Karosserien und kugelsicheres Glas.

Deutschland gilt weltweit mit seiner Automobilindustrie als zuverlässigster Hersteller von Limousinen. Marken wie Mercedes, BMW und Audi sind die beliebtesten Automarken weltweit. Folglich bietet die Industrie eine Vielzahl an Tätigkeitsfeldern. In etwa 35.000 Kfz-Werkstätten und Autohäusern arbeiten hierzulande rund eine halbe Million Menschen. Mit durchschnittlich 90.000 Auszubildenden ist das Kfz-Gewerbe der größte Ausbilder im Handwerk. Mit einer Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist man für die moderne Entwicklung im Bereich der Automobilindustrie gewappnet. In der dreieinhalbjährigen Ausbildung lernt der Kfz-Mechatroniker alles rund um die Fahrzeugtechnik. Gute Fähigkeiten in Mathematik sind dazu vorausgesetzt. Der Automobilkaufmann ist für den direkten Umgang mit den Kunden sowie für die betriebswirtschaftliche Organisation zuständig. Die dreijährige Ausbildung absolviert der Lehrling in der Regel in einem Autohaus oder bei einem Automobilhersteller. Neben technischer Kompetenz und einem Gespür für Marketing widmet sich der Automobilkaufmann dem Service. Auch hierbei sind gute Leistungen in Mathematik und Fremdsprachen von Vorteil.

Wer den Beruf des Chauffeurs ausüben und in luxuriösen Limousinen VIPs befördern möchte, braucht eine umfassende Ausbildung. Diese Ausbildung wird von verschiedenen Agenturen angeboten und muss in der Regel eigenfinanziert werden. Zum Umfang gehören Fahrsicherheitstraining, das Führen von Kraftfahrzeugen mit Überlänge, souveräne internationale Sprachkenntnisse (wer sich einen Chauffeur leisten kann, möchte gegebenenfalls während der Fahrt unterhalten werden), sowie ein gepflegtes Erscheinungsbild und tadellose Manieren. Aufgrund der meist gut situierten Arbeitgeber sind genannte Merkmale Grundvoraussetzung. Wer Interesse an einer Ausbildung zum Chauffeur hat, findet häufig Informationen in ansässigen Arbeitsagenturen. Über die DEKRA lassen sich zwei Kurse belegen, die den Abschluss zu einem zertifizierten Chauffeur ermöglichen.

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