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Warum benötigt der Vermieter vom neuen Mieter einen Gehaltsnachweis?

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Kategorie: Lohngerechtigkeit & Transparenz
02.06.2014

Vermieter haben oft bestimmte Erwartungen an ihre Mieter. So sind beispielsweise kinderlose Mieter, die möglichst leise sind und auch keine Haustiere halten die optimalen Wunschkandidaten vieler Vermieter. Doch egal, ob jemand Kinder, Hunde oder laute Musik toleriert oder nicht, allen Vermietern ist es wichtig, dass die Miete pünktlich und zuverlässig gezahlt wird. Um möglichst sicherzugehen, dass der neue Mieter zahlungsfähig ist, wird die Liquidität überprüft. Der Gehaltsnachweis ist eine Maßnahme für diese Überprüfung.

Der Gehaltsnachweis als Sicherheit für den Vermieter?

Der Vermieter möchte natürlich sichergehen, dass sein neuer Mieter die Miete bezahlen kann. Dafür wird er in der Regel einen aktuellen Gehaltsnachweis verlangen. Allerdings bietet dieser Nachweis nur bedingt Sicherheit, denn damit wird nicht ersichtlich, ob der Mieter noch bei dem Unternehmen beschäftigt ist oder gerade seine Kündigung erhalten hat. Diese Gehaltsnachweise werden zudem meistens maschinell erstellt und nicht unterschrieben. Somit sind diese Dokumente leicht zu fälschen. Wie die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein erklärt, ist der Mieter zwar zur Wahrheit verpflichtet, wenn es um die Frage nach Einkommensverhältnissen geht, aber es ist nicht eindeutig geregelt, ob Gehaltsnachweise von mehreren Monaten verlangt werden dürfen. Der Mieter hätte dann das Recht, diesen Anspruch abzulehnen. Damit hätte er jedoch höchst wahrscheinlich die Chance verspielt, diese Wohnung mieten zu können.

Was darf der Vermieter fragen?

Der Vermieter darf fragen, ob der Mieter einen festen Arbeitsplatz hat und die Frage muss vom Mieter beantwortet werden. Ebenso darf eine Schufa-Selbstauskunft verlangt werden, um zu überprüfen, ob der potenzielle Mieter Schulden hat oder in Privatinsolvenz gehen musste.
Der Mieter muss ehrlich antworten, wenn es um Fragen nach dem Job, nach Einkünften, nach Kündigung und Probezeit im Job geht. Gibt er falsche Angaben über seine Liquidität an, kann das zur Kündigung des Mietverhältnisses führen. Der Mietvertrag kann in dem Fall aufgrund arglistiger Täuschung fristlos gekündigt werden und dabei spielt es keine Rolle, ob die unehrlichen Angaben mündlich oder schriftlich erfolgten.
Der Vermieter darf somit Fragen stellen, die der Überprüfung der finanziellen Verhältnisse des Mieters dienen. Fragen zum Lebensstil, nach Parteimitgliedschaft, Religionszugehörigkeit und ähnliches, darf der stellen, müssen aber vom Mieter nicht beantwortet werden.

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