Gehaltsspanne: Berg- und Maschinenmann/-frau in Deutschland

 
3.896 €
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  • 4.397 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 3.896 € (Unteres Quartil) und 4.962 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Berg- und Maschinenmann/-frau

 

Als Bergmänner und Bergfrauen bzw. Maschinenmänner und Maschinenfrauen werden traditionell Personen bezeichnet, die in einem Bergbau für den Abbau von Rohstoffen wie Kohle oder verschiedenen Erzen zuständig sind. Historisch wurde dieser Beruf fast ausschließlich von Männern ausgeübt, weil er für Frauen als zu gefährlich galt. In Deutschland dürfen Frauen erst seit 2009 als Bergarbeiterinnen arbeiten. Dieser Beruf ist heutzutage allerdings sehr selten geworden, da die meisten Rohvorkommen in Europa entweder durch die Ausbeutung erschöpft sind oder sich die Erschließung von neuen Lagerstätten aus wirtschaftlicher Sicht nicht lohnt.

Bergmänner und Maschinenfrauen werden auch Bergarbeiter bzw. Maschinenarbeiterinnen oder Bergknappen genannt. In der Bergmannssprache nrennt man sie auch Kumpel.

Vergleichbare Berufe sind beispielsweise Bergbauingenieurinnen oder Bergbautechnologen ebenso wie Helfer im Bergbau und im Tiefbau oder Tiefbaufacharbeiterinnen.

 
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Jobangebote für Berg- und Maschinenmann/-frau

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Was machen Berg- und Maschinenfrauen?

Berg- und Maschinenfrauen wird grundsätzlich zwischen zwei Fachbereichen unterschieden: auf der einen Seite der Vortrieb und die Gewinnung, auf der anderen Seite Transport und Instandhaltung. Arbeiterinnen des ersten Arbeitsbereiches sind vor allem für den Streckenvortrieb verantwortlich, sie kümmern sich also um die Aushöhlung der Stollen und sind außerdem für den Abbau und Transport der Rohstoffe verantwortlich. Im zweiten Bereich geht es in erster Linie darum, dass die eingesetzten Maschinen, Geräte und Transport- und Fördereinrichtungen einwandfrei funktionieren.

Berg- und Maschinenfrauen für Vortrieb und Gewinnung sorgen für die Aushöhlung von Stollen und Schächten und deren notwendige Absicherung. Die Aushöhlung geschieht auch heutzutage oft noch durch Sprengungen. Damit die Gänge währenddessen nicht einstürzen, stabilisieren die Bergfrauen diese mit Stützen aus Holz oder Metall. Bergfrauen bedienen die Maschinen zur Gewinnung der Rohstoffe und nutzen dabei deren verschiedene Möglichkeiten. Je nach Situation gewinnen sie die Rohstoffe durch Schälung, Schneiden oder Rammen des Gesteins. Anschließend kümmern sie sich um die fachgerechte Lagerung der Stoffe und sichern das mögliche Gefahrgut gegebenenfalls ab.

Berg- und Maschinenfrauen für Transport und Instandhaltung sind in den Stollen und Schächten vor allem dafür verantwortlich, dass alles glatt läuft. Sie richten die Transportbänder und Hängebahnen für den Abtransport der gewonnenen Stoffe und das anfallende Geröll ein. Weiter kümmern sie sich um die Inbetriebnahme aller Maschinen und deren Wartung. Hierbei arbeiten sie auch mit den Maschinenfrauen für Vortrieb und Gewinnung zusammen, ebenso wie bei der Installation von Belüftungsvorrichtungen, auch Wetterführung genannt. Unter Tage herrschen ständig schwierige Arbeitsbedingungen. Die Berg- und Maschinenfrauen haben ständig mit Staub, feuchter Luft oder Gasen zu kämpfen, weshalb die Versorgung mit Frischluft besonders wichtig ist.

Wo arbeiten Berg- und Maschinenmänner?

Berg- und Maschinenmänner können vor allem in der Bergbaubranche Arbeit finden. Dort arbeiten sie beispielsweise im Kohlebergbau, in der Braunkohleförderung oder im Erzbergbau. Andere Einsatzmöglichkeiten finden sich in der Abfall- und Recyclingwirtschaft, wo sie ihr Wissen für die Behandlung und Beseitigung gefährlicher Abfälle in Untertagedeponien nutzen können.

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Gehälter nach Bundesland: Berg- und Maschinenmann/-frau
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 4.604 €
Bayern: 4.493 €
Berlin: 4.239 €
Brandenburg: 3.866 €
Bremen: 4.301 €
Hamburg: 4.530 €
Hessen: 4.572 €
Mecklenburg-Vorpommern: 3.780 €
Niedersachsen: 4.199 €
Nordrhein-Westfalen: 4.412 €
Rheinland-Pfalz: 4.353 €
Saarland: 4.269 €
Sachsen: 3.879 €
Sachsen-Anhalt: 3.835 €
Schleswig-Holstein: 4.154 €
Thüringen: 3.874 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Wie wird man Berg- bzw. Maschinenarbeiterin?

Um Berg- bzw. Maschinenarbeiterin zu werden, ist grundsätzlich eine abgeschlossene Ausbildung zur Berg- und Maschinenfrau notwendig. Diese dauert in der Regel zwei Jahre und endet mit einer gesetzlich geregelten Abschlussprüfung. Die Inhalte der Ausbildung sind unter anderem:

  • Bohrverfahren und Sprengarbeiten
  • Einrichtungen der Wetterführung einbauen und warten
  • Gewinnung von Mineralen und Nebengestein
  • Bergbautechnologie
  • Technische Mathematik

Eine Ausbildung zur Bergbautechnologin ist ebenso zielführend. Außerdem ist es möglich, über einen Quereinstieg als Berg- bzw. Maschinenarbeiterin zu arbeiten. Dafür sollten Interessierte vorher einen handwerklichen Beruf ausgeübt haben und optimalerweise anderweitige Kenntnisse über den Bergbau mitbringen.

Was sollten angehende Berg- bzw. Maschinenarbeiter außerdem mitbringen?

Berg- bzw. Maschinenarbeiter benötigen unbedingt eine gute Auffassungsgabe und Beobachtungsgenauigkeit. Die Arbeit unter Tage kann gefährlich sein, vor allem wenn Sprengstoff im Spiel ist. Da ist es besonders wichtig, immer aufmerksam zu bleiben und auf alles vorbereitet zu sein, um schnell reagieren zu können. Weiter benötigen sie in allen Fällen handwerkliches Geschick. Sowohl für die Arbeit an den Maschinen als auch bei der Vorbereitung des Bergbaus und der Sicherung der Umgebung. Dementsprechend sollten Berg- bzw. Maschinenarbeiter auch immer technisches Verständnis und räumliches Denkvermögen mitbringen.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
4.445 €
 
7–9 Jahre
4.182 €
 
3–6 Jahre
4.092 €
 
< 3 Jahre
4.022 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
5.687 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
4.997 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
4.558 €
 
< 100 Mitarbeiter
3.970 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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