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Chiropraktiker/-in – Berufsbild

Wörtlich übersetzt bedeutet der Name dieses Bereiches der Alternativmedizin „mit der Hand ausgeführt“. Tatsächlich wird hier vorausgesetzt, dass Schmerzen in Wirbelsäule oder Gelenken auf Grund von „Ausrenkungen“ (Volksmund! Der Chirorpaktiker spricht vielmehr vom Rutschen des Gelenkes in eine physiologisch unvorteilhafte Lage) entstehen. Befunde werden durch Tasten erhoben. Durch Druck, Zug oder das Auslösen von Reflexen werden Gelenke wieder „eingerenkt“ und so re-mobilisiert. Die Chiropraktik setzt voraus, dass Schmerzen und Funktionsstörungen von irritierten Nervenwurzeln ausgehen. In Deutschland darf diese Methode ausschließlich von Ärzten und Heilpraktikern angewandt werden. Die komplexen anatomischen Strukturen der Gelenke machen diese Regelung logisch.

Mit dieser Methode verwandt sind die manuelle Therapie und die Osteopathie. Tatsächlich können mit diesen Methoden Erfolge vor allem in der Schmerzbekämpfung erzielt werden. Ein Chiropraktiker wird den Patienten darauf hinweisen, dass Einrenkungen nicht allzu häufig ausgeführt werden sollten, da sonst die das Gelenk stabil haltenden Kapseln ausleiern und die Instabilität eher zu nimmt.

Absolut bewährt ist die Methode der Chiropraktik bei akuten Fällen, in denen ein Gelenk ausgerenkt oder ausgekugelt ist. Mit ganz speziellen Handgriffen, die sorgfältig gelernt und geübt werden müssen, wird das Gelenk in seine anatomisch korrekte Position zurück verbracht. In aller Regel verspürt der Patient einen heftigen, manchmal unangenehmen Ruck und hört ein lautes Knacken, wenn das Gelenk zurück springt. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Taubheitsgefühle verschwinden oft sofort, spätestens aber binnen Stunden. So stellt diese Methode eine wirksame Alternative zur Operation dar.

Auch das sogenannte „Entlastungsziehen“ gehört in diesen Bereich. Manchmal entstehen Beschwerden an der Wirbelsäule oder auch den Gelenken der Beine, weil sie durch Fehl- oder Dauerbelastung gestaucht sind. Der Chiropraktiker zieht das schmerzende Gelenk behutsam auseinander und hält es unter mildem Zug eine Weile. Die Knorpel in Wirbelsäule und Gelenken füllen sich wieder mit der gelartigen Puffermasse in ihrem Inneren und die Schmerzen verschwinden. Bei schmerzhaften Bewegungseinschränkungen werden die Gelenke gegeneinander verschoben. Diese sehr kleine Bewegung kann die Blockade in Wirbelsäule oder Gelenk sanft lösen.

Die Wissenschaftlichkeit der Chiropraktik ist sehr umstritten. Vor allem über die Grundlagen wird heftig diskutiert. In manchen Bereichen, wie im besonderen der Wirbelsäule wird die Anwendung der Methode ohne bildgebende Diagnostik heftig abgelehnt. Auch fehlt bisher der Nachweis, dass die chiropraktische Behandlung tatsächlich die ihr zugeschriebenen Erfolge verzeichnet. Dem gegenüber stehen langjährige Tradition. In Irland heißen Chiropraktiker „bonesetter („Knochenrichter“)“ und sind bis heute erfolgreich, vor allem in sehr unwegsamen Gegenden tätig.

Viele Patienten betrachten die Chiropraktik als hilfreiche Alternative zur Einnahme von Schmerzmitteln oder Operationen. Viele Ärzte wenden die Methode an, um Blockaden im Rücken zu lösen oder bei Gelenkschmerzen dem Patienten Erleichterung zu verschaffen. Natürlich sollte diese Methode nur von geschulten und erfahrenen Fachleuten angewendet werden, da bei Fehlern erhebliche Verletzungsgefahr besteht. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernehmen die chiropraktische Behandlung nur, wenn sie von einem Arzt ausgeführt wird.

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