Was verdient eigentlich ein …?
2.903 €
3.913 €
25%
50%
25%

Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Berechnungsgrundlage: 22 Datensätze

Verdienen Sie genug?

In 2 Minuten wissen Sie mehr.

Jobangebote für Osteopath/-in (+ 15 km)

Geschätztes Bruttogehalt  

Osteopath/-in – Berufsbild

Ein Osteopath bzw. eine Osteopathin regt durch Behandlungstechniken den Körper der Patienten zur Selbstheilung an, indem Blockaden ohne den Einsatz von Medikamenten gelöst werden. Osteopathie ist die Heilkunde, bei der der Osteopath den Menschen durch Ertasten des Körpers untersucht und behandelt. Dies beruht auf der Annahme, dass der Körper in der Lage ist, sich selbst zu regulieren und zu heilen, sofern alle Strukturen des Körpers gut beweglich und versorgt sind. Osteopathie wird als Ergänzung der klassischen Schulmedizin betrachtet.

Die Aufgaben einer Osteopathin: Hilfestellung zur Selbstheilung

Eine Osteopathin deckt somatische Dysfunktionen in verschiedenen Bereichen des Körpers wie Bauch-, Brust- und Beckenorganen und im peripheren und zentralen Nervensystem auf. Auf Grundlage verschiedener medizinischer Gebiete wie der Embryologie, Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie und Pathologie werden Krankheitsprozesse im Körper entdeckt. Dabei wird der Patient als eine Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet. Auch das individuelle Umfeld des Patienten erhält Beachtung. Ziel ist es, Bewegungseinschränkungen in den Körperteilen und Organen zu entdecken, da diese zu Gewebespannungen und folglich zu Funktionsstörungen und Beschwerden führen. Die Bewegungseinschränkungen werden durch Ertasten des Körpergewebes und durch die Analyse des Zustandes des Patienten (z. B. Atmung und Durchblutung) analysiert. Das Behandlungsziel wird auf Basis der Anamnese (Erfragung medizinisch relevanter Informationen), der manuellen Untersuchung sowie der ggf. vorhandenen Fremdbefunde formuliert. Daraufhin wird ein Behandlungsplan gestaltet und schließlich umgesetzt. Die Kontrolle der Therapie soll gewährleisten, dass sie ggf. noch angepasst werden kann. Diese Schritte sollen dem Patienten ermöglichen, durch die Verbesserung der Beweglichkeit der betroffenen Strukturen, sich selbst auf natürliche Art und Weise wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Zu den Aufgaben einer Osteopathin gehören demnach im Einzelnen, Anamnesen durchzuführen und infolge eines Beratungsgespräches therapeutische Maßnahmen in die Wege zu leiten. Neben der Behandlung der Patienten können auch Tätigkeiten anfallen, die die Organisation der Praxisabläufe, die Dokumentation von Patientendaten oder Abrechnungen betreffen.

Ausbildung und Qualifikation

Der Beruf des Osteopathen ist zurzeit noch kein anerkanntes Berufsbild. Daher bedarf es einer Ausbildung als geprüfter Arzt oder Heilpraktiker, um Osteopathie uneingeschränkt praktizieren zu dürfen. Die osteopathische Ausbildung ist sehr zeitintensiv. Es besteht die Möglichkeit, ein Vollzeitstudium aufzunehmen, welches je nach Hochschule zwischen sechs und neun Semestern dauert. Darauf aufbauend können Osteopathen mit einem Bachelorabschluss ein weiterführendes Masterstudium aufnehmen, um Schwerpunkte zu setzen.

Alternativ können die Praktiken und Theorien der Osteopathie auch an privaten Osteopathie-Schulen erlernt werden. Die in Teilzeit und berufsbegleitend mindestens vier Jahre dauernde Weiterbildung wendet sich an Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten. Zudem wird eine fünfjährige schulische Ausbildung angeboten, die als die fundierteste Ausbildung in diesem Bereich gilt und häufig von Abiturienten ohne abgeschlossene Berufsausbildung gewählt wird. Dabei ist es sinnvoll, vor oder nach der Ausbildung die staatliche Heilpraktikerprüfung abzulegen, um später den Beruf eigenständig ausüben zu dürfen.

Die intensive Ausbildung und das Erfordernis, sich auch nach erfolgreichem Abschluss ständig weiterzubilden, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, setzt ein besonders starkes Durchhaltevermögen voraus. Darüber hinaus gehört selbstständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten mit Menschen zu den Kernkompetenzen eines Osteopathen. Im täglichen Umgang mit Patienten sind Empathie, Einfühlungsvermögen und eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit besonders wichtig. Um Diagnosen und Behandlungspläne aufzustellen, ist eine analytische Denkweise sehr hilfreich. Nicht zuletzt sollte ein Osteopath ein allgemeines Interesse an medizinischen und naturheilkundlichen Themen haben.

Berufliche Einsatzmöglichkeiten für Osteopathinnen

Osteopathinnen werden in Privatpraxen, Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen angestellt. Die Entscheidung, das Angestelltenverhältnis aufzugeben, um selbstständig tätig zu werden, ist jedoch ebenfalls sehr populär.

Mit einem abgeschlossenen Studium besteht zudem die Möglichkeit, in der Lehre, Forschung und Wissenschaft tätig zu werden.

Hier finden Sie weitere Informationen über das Gehalt in Ihrem Beruf:
Gehalt Osteopath/-in
Wir verwenden Cookies, damit Sie den besten Service genießen können. Details ansehen