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Bildungsinstitutionen – Brancheninformationen

Bildung gilt als ein Grundrecht. Der Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948 beinhaltet das Recht auf Bildung. Dasselbe gilt für Artikel 28 der Kinderrechtskonvention. Infolgedessen besteht freier Zugang zu Bildung, Schulrecht und Chancengleichheit. Die Realisierung des Rechts erfolgt über den Bildungssektor eines jeden Staates. Der Bildungssektor vermittelt Wissen und Kompetenzen mit geeigneten Einrichtungen: die sogenannten Bildungsinstitutionen. Besagte Institutionen unterteilen sich in Einrichtungen mit direktem und indirektem Bildungsauftrag sowie in öffentliche und nicht öffentliche Einrichtungen. Die Gesamtheit der dazugehörigen Institutionen stellt die Bildungsbranche dar. An oberster Stelle steht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (kurz BMBF). Besagtem Ministerium obliegt die Gesetzgebung im Bereich der Bildung. Über die dem Ministerium hierarchisch untergeordneten Positionen erstreckt sich ein breit differenziertes Netz unterschiedlicher Institutionen. Die nachfolgende Liste gibt einen Überblick über die wichtigsten Bildungseinrichtungen:

➤ Kindergarten

➤ Grundschule,

➤ Haupt- und Realschule,

➤ Gymnasium,

➤ Fachschule,

➤ Hochschule,

➤ Weitere Institutionen aus dem tertiären Bildungsbereich wie die Berufsakademie,

➤ Einrichtungen für die Bildung von Erwachsenen.

Die erste Bildungsinstitution, mit der eine Person nach ihrer Geburt in Kontakt kommt, ist der Kindergarten. Neben der Betreuung der dortigen Kinder besteht eine Aufgabe der Verantwortlichen darin, sie zu erziehen und zu bilden. Die Kinder erhalten Bildungsmöglichkeiten, die über die Möglichkeiten ihres familiären Umfelds hinausgehen. Mit gezielten Bildungsplänen versuchen die Erzieherinnen, den anwesenden Kindern schon in jungen Jahren Wissen zu vermitteln. Das Vorgehen stützt sich auf Ergebnisse der Hirnforschung und der Lernpsychologie. Dennoch stehen weiterhin das Spielen und der Umgang mit anderen Personen im Mittelpunkt des Kindergartenalltags.

Primär- und Sekundärbildung: Grundschule und weiterführende Schulen:

Im Anschluss an den Kindergarten folgt mit der Grundschule die nächste Bildungsinstitution für Kinder im Alter von ungefähr sechs bis zwölf Jahren. Während für den Besuch eines Kindergartens keine Pflicht besteht, greift in Deutschland ab der ersten Klasse die sogenannte allgemeine Schulpflicht. Die Grundschule vermittelt über die dort angestellten Lehrer Bildung in den Bereichen Mathematik, Sprache (Deutsch und Fremdsprache) und in sachunterrichtlichen Fächern. Die Grundschule gilt als die sogenannte Primärbildung. Das erworbene Wissen stellt die Grundlage für den Besuch einer weiterführenden Schule dar. Die weiterführenden Schulen bilden den sekundären Bildungsbereich, der auf die späteren Berufe vorbereitet. Zur Sekundärbildung gehören die Hauptschule, die Realschule sowie das Gymnasium. Die genannten Einrichtungen setzen den Bildungsprozess in unterschiedlicher Länge und auf verschiedenen Anforderungsstufen fort.

Tertiärer Bildungsbereich: duale Ausbildung an der Berufsakademie:

Auf den primären und sekundären Bildungsbereich folgt der tertiäre Bereich. Besagter Bereich bereitet die ihm zugehörigen Personen nach einer abgeschlossenen Sekundarausbildung auf beruflich höhergestellte Positionen vor. Ein bekannter Vertreter des tertiären Bildungsbereichs ist die Berufsakademie (BA). Absolventen der Berufsakademie verbinden ein Studium mit engem Bezug zur Praxis. Es handelt sich um ein zweigeteiltes Studium. In jedem Semester finden zwei Phasen statt. Neben theoretischen Vorlesungen verbringt der Student die Hälfte des Semesters in einem Unternehmen. Vorher schließt er mit dem entsprechenden Unternehmen einen Arbeitsvertrag ab und erhält infolgedessen monatlich Lohn überwiesen. Studenten der Berufsakademie sind in Kursen mit 20 bis 30 Absolventen unterteilt. Die Bildungsinstitutionen bieten ein breit gefächertes Spektrum an unterschiedlichen Studiengängen. Jede Berufsakademie stellt Dozenten ein, die in Vorlesungen den anwesenden Studenten das Wissen vermitteln. Ebenfalls zum tertiären Bildungsbereich gehören die Fachschulen. Hierbei handelt es sich um Institutionen zur beruflichen Weiterbildung. Die Bildung erfolgt mit starkem Bezug zur Praxis. Die Teilnehmer sind ausgebildete Personen mit Berufserfahrung. Die Fachschule verfolgt die Zielsetzung, die anwesenden Personen im Hinblick auf Führungsaufgaben zu schulen.

Studium an der Universität oder Fachhochschule:

Neben einem Studium an der Berufsakademie besteht die Möglichkeit, ein Studium an einer Hochschule ohne praktische Tätigkeit im Unternehmen zu beginnen. Hochschulen – die zum tertiären Bildungssektor zählen – betreiben Forschung, um neues Wissen zu schaffen und es als Lehre über Vorlesungen vermitteln. Als Hochschulen gelten unter anderem Universitäten und Fachhochschulen. Der Großteil der Studiengänge basiert auf den Abschlüssen Bachelor und (dem aufbauenden) Master. Universitäten unterteilen sich in Lehrstühle, die jeweils ein Professor besetzt.

Der Professor ist verantwortlich für die Lehre in der ihm zugeteilten Vorlesungen. Zur Unterstützung erhält er wissenschaftliche Mitarbeiter, die oftmals während ihrer Tätigkeit an der Universität eine Dissertation verfassen. In der vorgestellten zeitlichen Rangfolge der Bildungsinstitutionen ordnen sich Einrichtungen des Quartärbereichs an letzter Stelle ein. Der vierte Bildungsbereich – mit der Volkshochschule als Beispiel – umfasst die Erwachsenenbildung, alternativ Weiterbildung genannt.

Gehalt bei den Bildungsinstitutionen:

Der Bildungssektor gestaltet sich sehr umfangreich und umfasst zahlreiche unterschiedliche Institutionen. Infolgedessen variieren die dort möglichen Gehälter stark. Das geschätzte Einstiegsgehalt eines Lehrers liegt im Primärbereich bei 40.000 Euro. Bei einem Gymnasiallehrer beträgt es knapp 50.000 Euro. Mit zunehmender Berufsdauer steigt der Lohn. Das Gehalt eines Professors berechnet sich nach der W-Besoldung. Das System setzt sich aus einem Grundgehalt und leistungsabhängigen Zulagen zusammen. Daraus ergeben sich Gehälter im durchschnittlichen Bereich von ungefähr 60.000 bis 80.000 Euro jährlich.

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