Was verdient eigentlich ein …?

Entsorgungslogistik – Brancheninformationen

Die Entsorgungslogistik ist verantwortlich, alle für die Entsorgung notwendigen logistischen Maßnahmen vorzubereiten und durchzuführen. Im weitesten Sinne sind Entsorgungsobjekte Abfälle und Rückstände. Bei Abfällen besteht die Möglichkeit, diese weiterzuverwerten oder zu beseitigen. Bei Rückständen handelt es sich um Abfälle, die in der Produktion anfallen, aber keine Bestandteile des Endproduktes sind. Die für die Entsorgung bestimmten Objekte sind nicht verwendbare Roh- und Betriebsstoffe, die bei der betrieblichen Produktion entstehen. In die Kategorie konsumptionsbedingte Rückstände fallen Verpackungen, Schrott, Leergut und Batterien.

Die Entsorgungslogistik verbringt die Abfälle und Rückstände unter Einbezug ökonomischer und ökologischer Gesichtspunkte zum Ort der Entsorgung. Dabei handelt es sich um Deponien oder Verbrennungsanlagen. Die Reduzierung der Kosten für die Logistik sind ökonomische Ziele. Bei der Minimierung von Emissionen während des Prozesses der Entsorgung handelt es sich um ökologische Ziele. Beide sind wichtige vom Logistiker zu berücksichtigende Ziele. Die Entsorgungslogistik setzt überall in der Wertschöpfungskette an. In der Beschaffung entsteht zu entsorgender Abfall. Ebenso in der Produktion und im Absatz entstehen Rückstände und Abfälle, die es gilt, zu beseitigen.

Die Entsorgungslogistik für den reibungslosen Ablauf im Unternehmen

Abfälle aus den unterschiedlichen betrieblichen Produktionsstufen bedarf es zu sammeln, zu sortieren, zu verpacken und zu lagern. Der Abtransport zählt darüber hinaus mit zu den Kernaufgaben der Entsorgungslogistik. Abfälle sind Überschuss, veraltete Waren oder Ladehilfen, wie Paletten. In Deutschland existieren zur Behandlung von Abfällen, wie Sondermüll, Gefahrgut und Recycling, Gesetze, Auflagen, Normen und Richtlinien. Diese gilt es, einzuhalten. Die Mitarbeiter in der Entsorgungslogistik sind auf den aktuellen Stand und halten Schritt mit den Änderungen. Weiterbildungen sind zwingend notwendig.

Vor diesem Hintergrund benötigt jedes Unternehmen, vom Supermarkt bis hin zum produzierenden Unternehmen, Entsorgungslogistiker. Gesetze ändern sich, Vorschriften fallen weg und neue Auflagen gilt es einzuhalten. Spezialisten sind gefragt. Zudem ist die Entsorgung von Abfällen und Rückständen teuer. Aufgrund dessen sind die Unternehmen bestrebt, die Menge an Abfall stetig zu reduzieren. Bereits in der Planung neuer Abläufe in der Produktion ist die Entsorgungslogistik mit dabei. Spezialisten identifizieren Potenzial für die Einsparung von Entsorgungskosten und wie diese zu realisieren sind. Neue Produktionsprozesse gehen einher mit der Konzipierung neuer Lösungen für die Entsorgung. Die Aufgabenfelder nehmen weiterhin zu und bieten verschiedene berufliche Möglichkeiten.

Der Weg zum Entsorgungslogistiker

Logistiker sind gefragt, vor allem Spezialisten in der Entsorgungslogistik. Ein Studium für die Arbeit in führenden Positionen und in der Entwicklung neuer Lösungen ist Grundvoraussetzung. Die dreijährige Berufsausbildung zum Kaufmann/-frau für Speditions- und Logistikdienstleistungen oder zum Disponenten ermöglicht den Einstieg in die Tourenplanung.

Für den Bereich Planung, Konzeption und Entwicklung neuer Lösungen in der Entsorgungslogistik suchen Logistikunternehmen hoch qualifizierte Absolventen. Ein ingenieur- oder betriebswirtschaftliches Studium ist notwendig. Dabei empfiehlt sich die Fachrichtung oder Vertiefung Logistik. Mittlerweile bieten Universitäten und Fachhochschulen den Bachelor of Science oder Bachelor of Arts im Fachbereich Logistik an. Innerhalb von sechs Semestern ist in Abhängigkeit des technischen oder betriebswirtschaftlichen Studiums der Bachelor realisierbar. Zudem gibt es zunehmend Anbieter, die den Bachelor in der Logistik im Fern- oder Abendstudium anbieten. Somit besteht die Möglichkeit, aufbauend auf die Ausbildung, einen Hochschulabschluss zu erwerben, um in der Entsorgungslogistik neue Positionen zu begleiten.

Aufbauend auf den Bachelor bieten Universitäten und Fachhochschulen auf die Anforderungen der Logistik abgestimmte Masterstudiengänge an. Ein Master als Wirtschaftsingenieur mit der Fachrichtung Logistik oder Transport- und Logistikmanagement sind wählbar. Für die Entsorgungsspedition ist der Master in Materialfluss und Logistik empfehlenswert. Wichtig ist die Verzahnung der Themen Technik und Ökonomie. Die Berufsaussichten für die sogenannten Logistikingenieure sind gut. Die Entsorgung der Abfälle und Rückstände ist in jedem Unternehmen eine zu bewältigende Aufgabe in der Wertschöpfungskette.

Gehalt in der Entsorgungslogistik

Als Disponent beziehungsweise Tourenplaner in der Logistik liegt das Einstiegsgehalt bei rund 24.000 Euro im Jahr. Mit einem Studium im Bereich Logistik lässt sich als Disponent ein Einstiegsgehalt von circa 32.000 Euro im Jahre verhandeln. Ohne Hochschulstudium ist mit zunehmender Berufserfahrung und Weiterbildung ein jährliches Gehalt von circa 30.000 Euro realistisch. Mit Hochschulstudium im Bereich Disposition bis zu 40.000 Euro im Jahr. In einer Führungsposition im Bereich Disposition, die in der Regel ein Studium voraussetzt, ist ein Jahresgehalt zwischen 45.000 bis 65.000 Euro erzielbar.

Das Einstiegsgehalt eines Logistikingenieurs liegt bei circa. 41.000 Euro im Jahr. Für Hochschulabsolventen beträgt das durchschnittliche Einstiegsgehalt in der Logistik abhängig vom Studienabschluss und Aufgabenfeld zwischen 31.000 bis 40.000 Euro. Ein Mitarbeiter im Bereich der Produktionsplanung oder Produktionsteuerung in der Logistik startet mit durchschnittlich 37.000 Euro im Jahr. Das Gehalt steigt mit zunehmender Berufserfahrung und ist von dem Aufgabenfeld abhängig. In der Regel sind Jahresgehälter von circa 54.000 Euro erreichbar. In Führungspositionen bei großen Unternehmen steigt das Gehalt bis zu 80.000 Euro im Jahr.

Gehalt Wirtschaftsingenieur

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