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Hafendienstleistungen – Brancheninformationen

Hafendienstleistungen, die auch unter dem Begriff „Stauerei“ bekannt sind, umfassen neben dem Transport von Gütern auf dem Wasser den Umschlag und die Lagerung von Massen- und Stückgütern. Bis in die 1960er Jahre kümmerten sich Hafendienstleister um den kompletten Umschlag, also auch um die Be- und Entladung von Schiffen. Mit dem Aufkommen der Containerschifffahrt verschwanden viele Stauereien, die sich heute auf das (Ver)Stauen einzelner Güter, meist Schwergüter oder Früchte, im Seeschiff oder auch im Container konzentrieren.

Die heute bei Hafendienstleistern beschäftigten Stauer sind im Vergleich zu früher meist höher qualifizierte Hafenarbeiter, wie zum Bsp. Schiffsplaner oder Containerbrückenfahrer. Der Stauer kommt bei der Be- und Entladung hauptsächlich im Schiffsdeck zum Einsatz, wo er beispielsweise palettierte Bananenkartons so zusammenstellt, dass sie von einem Mobilkran an Land gehievt werden können. Vor der Verladung wird von der Reederei oder dem 1. Offizier an Bord ein Stauplan erstellt.

Dieser muss die richtige Reihenfolge der verschiedenen Lade- und Löschhäfen und die Gewichte der Ladung berücksichtigen. Während der Beladung werden die an Bord verladenen Waren vom Seegüterkontrolleur gezählt, der auch den tatsächlichen Verlade-Ist-Stauplan erstellt. Nachdem die Ladung auf dem zugewiesen Platz gestaut wurde, muss sie zur Sicherheit der Mannschaft an Bord und zu ihrem eigenen Schutz seefest verzurrt werden. Idealerweise schon vor Ankunft des Schiffes im Löschhafen erhält der dortige Schiffsplaner den Stauplan, um sich auf die Ladung für seinen Hafen vorzubereiten und Personalressourcen einzuplanen. Da Hafendienstleistungen in der Regel rund um die Uhr benötigt werden, arbeiten Stauer in Schichten.

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